24 Betreuung zu Hause

Überschaubare Kosten

Ob Demenz oder körperliche Einschränkungen – irgendwann wird offensichtlich, dass Eltern eine 7/24-Betreuung zu Hause benötigen. Eine Umsiedlung ins Heim soll möglichst vermieden werden. Der Pflegebedürftige selbst hat Angst vor diesem endgültigen Schritt, der Aufgabe seiner Wohnung, seiner Privatsphäre und seines selbstbestimmten Lebens. Und auch die Verwandten fühlen sich nicht gut, wenn sie Senioren ins Heim abschieben, trotz bekannter Pflegemängel und unzureichender Möglichkeiten für Kontrolle und Einflussnahme. Aber sie müssen erkennen: Sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag – das können sie in aller Regel nicht leisten.

Funktionierender Arbeitsmarkt

Pflege zu Hause

An einer Vollzeitpflege müssen sich viele helfende Hände beteiligen. Nur so ist eine zuverlässige Versorgung auch in Urlaubszeiten sicherzustellen, nur so wird die Familie vor einer Überforderung bewahrt. Seit Mai 2011, als die Beschränkungen für den deutschen Arbeitsmarkt für Menschen aus vielen osteuropäischen EU-Staaten fielen, sind hunderttausende ausländische Pflegehilfen bei uns aktiv. Sie sind wegen ihrer fleißigen Arbeit geschätzt, aber auch wegen der günstigen Preise auf dem Niveau des gesetzlichen Mindestlohns. Umgekehrt profitieren sie von den guten Arbeitsbedingungen und dem umfassenden Arbeitnehmerschutz, der selbstverständlich unabhängig von der Nationalität gilt. Das in Deutschland verdiente Geld hat in ihrer Heimat eine vielfach höhere Kaufkraft, so dass auch die Bezahlung in Ordnung geht.

7/24-Betreuung zu Hause
1/1

Ob Demenz oder körperliche Einschränkungen – irgendwann wird offensichtlich, dass Eltern eine 7/24-Betreuung zu Hause benötigen.

Aufgaben bestmöglich verteilen

Pflegehilfen ersetzen keinen professionellen Pflegedienst. Medizinische Tätigkeiten wie Verbandwechsel, Verabreichen von Medikamenten oder Messen von Blutwerten sind ihnen nicht erlaubt. Sie verfügen nicht über den dazu nötigen qualifizierten Abschluss in einem Pflegeberuf, oder die Sprachkenntnisse reichen für eine Anerkennung in Deutschland nicht aus. Ist eine medizinische Versorgung nötig, führt am ambulanten Pflegedienst kein Weg vorbei. Die Pflegekasse stellt hierfür ein Sachleistungs-Budget bereit. Domäne der Hilfskräfte ist vielmehr die Übernahme der allgemeinen Haushaltsführung, ergänzt um einfache pflegerische Arbeiten. Wobei „einfach“ den Umfang der Aufgabe gar nicht zutreffend beschreibt: Mobilitätshilfe vom Aufstehen bis zum Zubettgehen, Ankleiden und Auskleiden, Körperpflege und Nahrungsaufnahme sind alles andere als einfach und erfordern viel Einfühlungsvermögen. Bei nur leichten Beeinträchtigungen des Gepflegten reicht ein wenig Aufsicht und Anleitung, bestehen größere körperliche oder kognitive Defizite, muss die Pflegekraft alltägliche Verrichtungen mehr oder weniger komplett übernehmen. Mit drei bis sechs Stunden täglich muss man dafür rechnen, plus Haushaltsführung wie Putzen, Waschen, Einkaufen und Kochen. Angehörige können hierbei unterstützen, sollten ihre beschränkte Zeit aber besser für Freizeitgestaltung und soziale Kontakte zum Pflegebedürftigen aufsparen.

Überschaubare Kosten

Erfolgt die 7/24-Betreuung zu Hause durch eine angestellte Pflegekraft, sind dafür Kosten von etwa 2.000 Euro im Monat zu kalkulieren. Für die Unterbringung im Haushalt kommen geringfügige Nebenkosten hinzu. Das Pflegegeld, das auch neben Sachleistungen für einen Pflegedienst anteilig gezahlt wird, hilft bei der Finanzierung. Vermittlungsgebühren, die Pflegeagenturen in Deutschland verlangen, sind gut angelegtes Geld. Sie kennen sich aus im osteuropäischen Pflegemarkt und beraten zuverlässig auch nach dem Vertragsabschluss.

Mehr zum Thema