24 Std Pflege Kosten

Was kostet eine 24-Std-Pflegekraft/Pflegedienst?

Kann ein kranker oder alter Mensch nicht mehr allein gelassen werden, sind für eine 24-Std-Pflege Kosten zu kalkulieren, die sich aber je nach erforderlicher Pflegeleistung erheblich unterscheiden können. In den meisten Fällen reicht die Betreuung und Beaufsichtigung durch eine Pflegehilfe. Die medizinische Behandlungspflege, die durch einen professionellen Pflegedienst erbracht wird, beschränkt sich dann auf kurze und damit leichter finanzierbare Zeitabschnitte.

Haushaltshilfen dürfen auch die Grundpflege übernehmen

Pflege zu Hause

Während das Verabreichen von Medikamenten oder das Wechseln von Verbänden examinierten Kräften vorbehalten ist, dürfen einfache Tätigkeiten wie Hilfe beim Aufstehen, Ankleiden, Waschen, Essen sowie bei der Mobilität innerhalb und außerhalb der Wohnung auch von Menschen ohne besondere Ausbildung übernommen werden. Hier wie auch bei der allgemeinen Haushaltsführung sind die Angehörigen gefragt – vorausgesetzt, sie leben in der Nähe und können die Pflege mit ihren eigenen Verpflichtungen in Familie und Beruf in Einklang bringen. Die Unterstützung der Verwandten des Pflegebedürftigen in Hauswirtschaft und Grundpflege hat sich zu einem großen Arbeitsmarkt für osteuropäische Pflegehilfen entwickelt. Frauen aus Polen, Rumänien, Ungarn oder den baltischen EU-Staaten sind beliebt wegen ihrer fleißigen Arbeit und des freundlichen Umgangs mit ihren Klienten. Für sie sind die Arbeitsbedingungen in Deutschland durchaus attraktiv, auch wenn aus unserer Sicht die Kosten niedrig sind und die Tätigkeit als Vollzeitpflegerin lange Abwesenheitszeiten von der Heimat bedingt.

24-Std-Pflege: Die Kosten
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Ist ein Pflegegrad anerkannt, gibt es Geld von der Pflegekasse.

Verschiedene Vertragsmodelle mit unterschiedlichen Kosten

Eine selbstständige Pflegekraft, die rund um die Uhr zumindest in Rufbereitschaft ist und im Haushalt des Gepflegten lebt, kostet ab etwa 1.700 Euro im Monat. Diese billigste Möglichkeit birgt allerdings rechtliche Risiken, da eine Scheinselbstständigkeit vorliegen könnte – mit unangenehmen und teuren Konsequenzen für den Auftraggeber. Sicherer ist die Anstellung der Pflegehilfe als Arbeitnehmerin, entweder direkt im Haushalt oder über einen Arbeitgeber im Heimatland der Beschäftigten. Die letztgenannte Möglichkeit ist einfacher, da der Auftraggeber von vielen formalen Pflichten entlastet wird und zudem noch geringere Lohnnebenkosten anfallen. Bei Vermittlung über eine Pflegeagentur, die den Kontakt ins Ausland herstellt und sich um eine saubere Vertragsabwicklung in deutscher Sprache kümmert, entstehen für eine 24-Std-Pflege Kosten von etwa 2.000 Euro monatlich. Bei umfangreichen pflegerischen Arbeiten erhöht sich der Betrag, auch für bessere Deutschkenntnisse der Pflegekraft zahlt man extra.

Pflegeleistungen richtig einsetzen

Ist ein Pflegegrad anerkannt, gibt es Geld von der Pflegekasse. Sachleistungen und Pflegegeld schließen sich dabei nicht aus. Man darf sie als sogenannte Kombileistung prozentual aufteilen. Rechnet der Pflegedienst beispielsweise Sachleistungen ab, die 30 % des Budgets ausmachen, kann der Versicherte noch 70 % des Pflegegelds zur freien Verfügung erhalten. Das ist ein ansehnlicher Beitrag für die Finanzierung einer osteuropäischen Pflegekraft. Die Pflege zuhause wird damit auch für Rentner ohne großes Vermögen bezahlbar.

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