24 Stunden Pflege aus Polen

Seniorenbetreuung rund um die Uhr zuhause

Mit einer 24-Stunden-Pflege aus Polen, Rumänien, Ungarn oder anderen östlichen Staaten der Europäischen Union ist eine Vollzeitbetreuung alter und kranker Menschen auch ohne stationäre Unterbringung möglich. Das vergleichsweise niedrige Lohnniveau für Haushalts- und Pflegehilfen erlaubt den Verbleib in den eigenen vier Wänden auch ohne dicke Rente. Arbeitsschutz gilt auch für Pflegekräfte aus dem Ausland Ist eine Pflegerin in Deutschland als Arbeitnehmerin tätig, genießt sie den vollen Schutz des deutschen Arbeitsrechts. Sie muss den gesetzlichen Mindestlohn als Untergrenze erhalten, hat Anspruch auf Urlaub, die Arbeitszeiten pro Tag und pro Woche sind begrenzt. Zwar kann auch selbstständiges Pflegepersonal verpflichtet werden, dann gelten diese Auflagen nicht.

Aber es besteht das Risiko einer juristischen Auseinandersetzung über eine mögliche Scheinselbstständigkeit, und auch eine Selbstständige kann nicht rund um die Uhr an sieben Tage in der Woche arbeiten. Die abhängige Beschäftigung einer Arbeitnehmerin ist deshalb die bessere und rechtlich sichere Alternative. Grundsätzlich kann der Haushalt selbst als Arbeitgeber auftreten. Üblich ist aber die Anstellung bei einem Pflegedienst in der Heimat. Damit entfallen für den deutschen Auftraggeber lästige formale Verpflichtungen, und die Lohnnebenkosten sind im osteuropäischen Ausland meist etwas günstiger.

Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer ist legal

Pflege zu Hause

Die 24-Stunden-Pflege aus Polen ist völlig legal, unabhängig davon, ob man sich für die direkte Anstellung oder die Zwischenschaltung eines Arbeitgebers im Heimatland der Pflegekraft entscheidet. Für den ersten Fall gilt in der EU die Arbeitnehmerfreizügigkeit, im zweiten Fall handelt es sich um eine Entsendung durch den Arbeitgeber in einen anderen Mitgliedsstaat der EU. Das Modell bedeutet wegen des umfassenden Arbeitnehmerschutzes auch keineswegs eine Ausbeutung billiger Arbeitskräfte. Die hohe Zahl der osteuropäischen Pflegerinnen und die vielen deutschen Haushalte, die die Leistungen in Anspruch nehmen, zeigen, dass der Arbeitsmarkt funktioniert.

24-Stunden-Pflege aus Polen
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Ist eine Pflegerin in Deutschland als Arbeitnehmerin tätig, genießt sie den vollen Schutz des deutschen Arbeitsrechts.

Vollzeitpflege bedeutet oft nur Beaufsichtigung und Betreuung

Wie funktioniert nun aber die Betreuung rund um die Uhr, wenn die tägliche Arbeitszeit nicht mehr als zehn Stunden betragen darf und in einer Sechs-Tage-Woche nicht mehr als 48 Stunden zusammenkommen dürfen? Wie ist die gesetzliche Ruhezeit von elf Stunden zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn am nächsten Tag bei einer Vollzeitpflege sicherzustellen? Der Begriffe „24-Stunden-Pflege“ ist irreführend. Wenn es sich nicht um einen Schwerkranken handelt, der ohnehin vermutlich stationär versorgt werden muss, sind Leistungen der Behandlungspflege auf vielleicht eine halbe oder eine Stunde am Tag begrenzt. Sie müssen zudem von einem professionellen Pflegedienst mit examinierten Kräften erbracht werden. Die Tätigkeiten, die die osteuropäischen Hilfen verrichten, sind vielmehr die, die sonst von Angehörigen übernommen würden: die Versorgung des Haushalts, Beaufsichtigung oder Hilfestellung bei Mobilität und Körperpflege zum Beispiel. Dabei wechseln sich Arbeits-, Bereitschafts- und Ruhezeiten ab. Ist der ambulante Pflegedienst vor Ort, hat die polnische Pflegehilfe Pause. Gleiches gilt, wenn Verwandte zu Besuch sind und die Aufsicht selbst übernehmen. Die Pflegerin wohnt zwar im Haushalt des Gepflegten und kann auch nachts notfalls eingreifen, hat aber in den meisten Nächten ebenfalls die wohlverdiente Ruhe.

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