24 Stunden Pflege Caritas

Caritas als Anlaufstelle im Pflegefall

Kann ein Familienangehöriger nicht mehr allein bleiben, erfordert dies die Organisation einer 24-Stunden-Pflege. Die Caritas ist oft erster Ansprechpartner, denn sie betreibt bundesweit Pflegestationen. Auch wenn der Deutsche Caritas-Verband eine Organisation der römisch-katholischen Kirche ist, sind die Leistungen nicht an eine bestimmte Konfession gebunden. Anders als viele vermuten, arbeitet die Caritas in der Pflege nur in wenigen Bereichen ehrenamtlich, so zum Beispiel in der Sterbebegleitung. In anderen Bereichen steht die Caritas im Wettbewerb zu anderen ambulanten Pflegediensten und Vermittlern von Haushalts- und Pflegehilfen.

Medizinische Versorgung und Alltagsbegleitung aus einer Hand

Pflege zu Hause

Ist eine medizinische Behandlungspflege erforderlich, darf diese nur von geprüften Fachkräften vorgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise das Verabreichen von Medikamenten einschließlich Infusionen und Injektionen, Wundversorgung mit Verbandswechsel sowie das Messen von Blutwerten wie Zucker oder Blutdruck. Examiniertes Personal ist teuer. Deshalb gilt bei der Aufteilung pflegerischer Arbeiten die Aufmerksamkeit auch den entstehenden Kosten. Es hat keinen Sinn, teures Personal für hauswirtschaftliche Arbeiten, reine Alltagsbegleitung oder einfache Tätigkeiten in der Grundpflege zu bezahlen. Soweit diese Aufgaben nicht von Angehörigen übernommen werden können, vermitteln sowohl die Caritas als auch andere Pflegeagenturen hierfür Haushalts- und Pflegehilfen zu weit geringeren Stundensätzen.

24-Stunden-Pflege bei der Caritas
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Die Caritas und ortsansässige Pflegeagenturen vermitteln nicht nur Pflegekräfte, sondern erbringen auch eine umfangreiche Beratungsleistung über den erforderlichen Umfang einzukaufender Dienstleistungen und zur Finanzierung durch die Pflegeversicherung.

Vollzeitpflege kommt meist aus dem Osten

Ist eine 24-Std-Betreuung unvermeidlich, sind Hilfskräfte aus Osteuropa eine günstige Alternative zur stationären Versorgung. Kommen sie aus EU-Staaten, dürfen sie in Deutschland ohne besondere Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis tätig sein. Die Kosten beginnen bei rund 1.700 Euro im Monat für eine selbstständige Pflegerin. Da hier aber immer wieder der Vorwurf einer Scheinselbstständigkeit im Raum steht, bevorzugen viele pflegende Haushalte die Einstellung einer Arbeitnehmerin. Dabei muss der Pflegebedürftige nicht zwingend selbst als Arbeitgeber auftreten. Üblicherweise wird ein Pflegedienst in der ausländischen Heimat der Pflegerin zwischengeschaltet. Das spart ein paar Euro Lohnnebenkosten, entlastet aber vor allem von den formalen Pflichten eines Arbeitgebers wie Lohnbuchhaltung, Anmeldung zur Sozialversicherung und Abführen von Steuern und Versicherungsbeiträgen. Die Pflege rund um die Uhr ist nach diesem Modell ab etwa 2.000 Euro pro Monat zu haben.

Caritas berät auch zur Finanzierung

Die Caritas und ortsansässige Pflegeagenturen vermitteln nicht nur Pflegekräfte, sondern erbringen auch eine umfangreiche Beratungsleistung über den erforderlichen Umfang einzukaufender Dienstleistungen und zur Finanzierung durch die Pflegeversicherung. Ist ein Pflegegrad anerkannt, bietet sich in vielen Fällen die sogenannte Kombileistung an. Dabei werden Sachleistungen für die Tätigkeit ambulanter Pflegedienste und das zur freien Verfügung gezahlte Pflegegeld kombiniert, zum Beispiel 30 % Sachleistungen und 70 % Pflegegeld. Vom Pflegegeld können dann auch Hilfskräfte bezahlt werden.

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