24 Stunden Pflege Deutschland

Das Pflegeheim kann warten

24-Stunden-Pflege ist in Deutschland keineswegs an ein Krankenhaus oder Pflegeheim gebunden. Ambulante Pflegedienste, Haushalts- und Pflegehilfen und nicht zuletzt die Angehörigen ermöglichen rund drei Viertel der Pflegebedürftigen, dass ihr Wunsch nach dem Verbleib in der vertrauten Umgebung in Erfüllung geht. Viele Wohnungen sind baulich geeignet Bereits geringfügige Umbauten machen die vorhandene Mietwohnung oder das eigene Haus seniorengerecht. In Musterwohnungen können sich Angehörige informieren, wie mit den richtigen Farben, einem anderen Bodenbelag und angepassten Hinweisen, zum Beispiel durch Fotos, sogar ein Demenzkranker sehr viel Lebensqualität gewinnen kann. Ein automatisch abschaltender Herd, ein Hausnotruf und ähnliche Systeme sorgen für Sicherheit.

Wenn Senioren nicht mehr allein bleiben können

Pflege zu Hause

Dennoch ist irgendwann ein Punkt erreicht, an dem ein alter Mensch nicht mehr gefahrlos allein bleiben kann. Der Umfang der nötigen Betreuung ist sehr unterschiedlich. Sind geistige Fähigkeiten beeinträchtigt, geht es um Anleitung und Aufsicht. Liegen Waschzeug und Kleidung morgens bereit, kann der Senior sich durchaus allein ankleiden. Bei körperlichen Problemen ist es damit aber nicht getan. Dann muss pflegerische Unterstützung her – bei der Körperhygiene, durch Zerkleinerung der Nahrung, bei der Bewegung innerhalb und gegebenenfalls auch noch außerhalb der Wohnung, sei es zum Spaziergang oder zum Arztbesuch. Während medizinisch geprägte Tätigkeiten von ambulanten Pflegediensten übernommen werden, liegt der Schwerpunkt der Tätigkeiten in der 24-Stunden-Pflege in Deutschland bei Hilfskräften aus Osteuropa. Fleißig und mit Familienanschluss versorgen sie nicht nur den Haushalt, sondern übernehmen auch die Handreichungen aus dem Bereich der Grundpflege.

24-Stunden-Pflege in Deutschland
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24-Stunden-Pflege ist in Deutschland keineswegs an ein Krankenhaus oder Pflegeheim gebunden.

Monatliche Kosten ab 1.700 Euro

Europäisches Recht macht es möglich, dass Menschen aus anderen EU-Ländern ihre Dienstleistungen als Selbstständige oder ihre Arbeitskraft als Arbeitnehmer über Grenzen hinweg anbieten dürfen. Rechtlich ist das völlig legal und nicht komplizierter, als einen Vertrag mit einem deutschen Anbieter zu schließen. Durch das niedrigere Lohnniveau im Ausland lässt sich aber viel Geld sparen und eine 24-Stunden-Pflege auch in Deutschland bezahlbar gestalten. Während eine selbstständige deutsche Pflegerin etwa 2.700 Euro im Monat verdient, ist eine Polin, Rumänien oder Bulgarin schon für 1.700 Euro zu beauftragen. Etwas teurer, aber ohne das Risiko einer Scheinselbstständigkeit, ist die Anstellung als Arbeitnehmerin. Das kostet etwa 2.000 Euro im Monat, bei umfangreichen Pflegeleistungen oder guten deutschen Sprachkenntnissen der Pflegerin auch mehr.

Nebenkosten für Unterbringung und Verpflegung

Um eine Sonderregelung im deutschen Arbeitszeitrecht nutzen zu können, muss die Pflegerin in der Familie des Gepflegten wohnen. Für Kost und Logis sind einige Nebenkosten einzuplanen, eventuell auch für einen zusätzlichen Telefon- und Internet-Anschluss oder für Reisekosten, wenn der Arbeitgeber diese erstatten will. Ausführliche Beratung, auch zur Finanzierung über das Pflegegeld, gibt es bei erfahrenen Pflegeagenturen, die den Kontakt in deutscher Sprache vermitteln.

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