24 Stunden Pflege Privat

Private 24 Std Pflege

Eine 24-Stunden-Pflege privat durch Angehörige zu leisten, ist alles andere als ein Spaß. Das belegen nicht nur die Aussagen der Betroffenen, sondern auch belastbare Statistiken. Nicht nur psychische Störungen, auch zum Beispiel Rückenleiden treten bei pflegenden Angehörigen signifikant häufiger auf als im Bevölkerungsdurchschnitt. Und auch für den Gepflegten ist es mehr als nur unangenehm, ständig auf Hilfe angewiesen zu sein und dabei zu sehen, dass er liebe Menschen über Gebühr belastet. Für menschliche Nähe bleibt angesichts der pflegerischen Leistungen unter psychischer Anspannung ohnehin kein Raum.

Private Pflege sinnvoll aufteilen

Pflege zu Hause

Verständlicherweise fällt der Schritt in die stationäre Pflege dennoch schwer. Für den Pflegebedürftigen bedeutet er den Verlust der vertrauten Umgebung, des selbstbestimmten Lebens und in weiten Teilen auch der Privatsphäre. Kinder, die über viele Jahre von der Betreuung im Elternhaus profitiert haben, ertragen das „Abschieben“ der Eltern in ein Heim nur mit schlechtem Gewissen, zumal die Zustände in manchen Pflegeheimen auch tatsächlich unwürdig sind. Aber eine 24-Stunden-Pflege kann privat auch ambulant organisiert werden, wenn die Lasten sinnvoll verteilt werden. Medizinisch geprägte Leistungen wie Infusionen oder Verbandswechsel darf nur ein professioneller Pflegedienst mit examinierten Kräften ausführen. Das Pflegepersonal wird für bestimmte Leistungen oder nach Std-Sätzen bezahlt, der ambulante Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Für allgemeine hauswirtschaftliche Arbeiten und die Grundpflege müssen Angehörige aber keinen teuren Profi bezahlen und die Arbeiten auch nicht allein stemmen. Pflegehilfen aus Osteuropa übernehmen für wenig Geld die Haushaltsführung und einfachere pflegerische Tätigkeiten wie An- und Auskleiden, Begleitung beim Bewegen in der Wohnung oder bei Spaziergängen und Arztbesuchen, aber auch die Hilfe beim Toilettengang. Private Pflege durch die Verwandten beschränkt sich auf Fälle, in denen ansonsten gesetzliche Höchstarbeitszeiten überschritten würden. Im Übrigen bleibt ihnen unbelastete Zeit für menschliche Nähe, Gespräche und vielleicht sogar kleine Unternehmungen.

24-Stunden-Pflege privat
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Eine 24-Stunden-Pflege privat durch Angehörige zu leisten, ist alles andere als ein Spaß.

Bezahlung vom Pflegegeld

Das gängige Arbeitsmodell für osteuropäische Pflegekräfte sieht vor, dass diese bei einem Unternehmen in ihrer Heimat angestellt sind und in den deutschen Haushalt entsendet werden. Um die Vermittlung und die konkrete Abwicklung kümmern sich spezialisierte Agenturen. Der Vorteil für den pflegenden Haushalt sind die geringen Lohnnebenkosten und die Entlastung von den formalen Pflichten eines Arbeitgebers. Die Pflegerin genießt den Schutz des deutschen Arbeitsrechts. Eine 24-Std-Pflege ist nach diesem Modell für unter 2.000 Euro im Monat zu haben. Die Pflegehilfe wohnt im Haushalt des Seniors. Eine geschickte Kombination aus eigentlicher Arbeit, Bereitschaftszeiten, Rufbereitschaft und Ruhezeiten macht die Vollzeitpflege mit dem Arbeitszeitgesetz vereinbar. Zur anteiligen Finanzierung kann das Pflegegeld eingesetzt werden. Es wird alternativ zur Abrechnung von Sachleistungen durch professionelles Pflegepersonal gezahlt, darf aber auch als Kombileistung beansprucht werden. Die Angehörigen werden deutlich entlastet und können während des Urlaubs der Pflegerin sogar noch Leistungen aus der Kurzzeit- oder Verhinderungspflege bekommen.

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