24 Stunden Pflege Test

Pflege ohne Stoppuhr

Für die 24-Stunden-Pflege hat ein Test der Stiftung Warentest monatliche Kosten von mindestens 10.000 Euro ergeben. Allerdings lohnt ein Blick auf die Testbedingungen. Basis der Untersuchung war die Betreuung rund um die Uhr im Rahmen einer medizinischen Behandlungspflege. Mit den genannten Beträgen rechnen Versicherungsunternehmen, wenn sie beispielsweise die Kosten für die Versorgung von Unfallopfern kalkulieren, die für den Rest ihres Lebens auf Vollzeitbetreuung angewiesen sind.

Senioren, die gern zu Hause versorgt wären, kommen dagegen mit weit geringeren Summen aus.

Hohe Stundensätze nur für Fachkräfte

Pflege zu Hause

Glücklicherweise brauchen die meisten älteren Menschen keine oder nur sehr wenig Behandlungspflege. Wenn nötig, wird sie von ambulanten Pflegediensten erbracht. Die examinierten Fachkräfte kommen stundenweise ins Haus, vielleicht nur an jedem zweiten Tag. Ist ein Pflegegrad anerkannt, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten. Dafür steht das sogenannte Sachleistungs-Budget zur Verfügung. Professionelle Pflege ist knapp und teuer. Deshalb hat es keinen Sinn, eine Pflegerin mit anerkanntem Berufsabschluss zum Einkaufen zu schicken oder die Wohnung putzen zu lassen. Haushaltshilfen, hauptsächlich aus Osteuropa, übernehmen diese Arbeit zu einem wesentlich geringeren Preis. Auch Tätigkeiten der Grundpflege kann man den Polinnen, Rumäninnen, Bulgarinnen und Pflegehilfen anderer Nationalitäten problemlos anvertrauen.

24-Stunden-Pflege im Test
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Die einfachste und sicherste Möglichkeit einer häuslichen Pflege ist die Beauftragung einer Pflegeagentur in Deutschland.

Pflege ohne Stoppuhr

Die Vollzeitpflege durch osteuropäische Pflegehilfen ist gekennzeichnet von aufopfernder Hilfe und genügend Zeit für die Klienten. Während ambulante Pflegedienste nach festen Richtzeiten abrechnen, wohnen die Frauen aus Osteuropa meist im Haushalt des Pflegebedürftigen und leisten deshalb Pflege mit Familienanschluss. Diese Pflege hat durchweg eine weit höhere Qualität als das, was mit knappem Personal in stationären Einrichtungen zu leisten ist. Viele Pflegeheime fallen bei der 24-Stunden-Pflege im Test der Krankenkassen durch – 60 % der Häuser haben Mängel in wichtigen Bereichen wie medizinische Versorgung, Essen und lebenswichtigem Trinken. Das wird bei einer privaten Pflegerin nicht passieren, zumal die Angehörigen einen sehr viel engeren Kontakt pflegen können. Die häusliche Gemeinschaft dient aber nicht nur der Vertrauensbildung, sondern hat auch einen rechtlichen Hintergrund: Arbeit, Pausen, Bereitschaftszeiten und Ruhephasen sind im gemeinsamen Haushalt nicht sinnvoll abgrenzbar. Das deutsche Arbeitszeitgesetz, das auch für ausländische Beschäftigte uneingeschränkt gilt, kennt deshalb für die familiäre Pflege eine Ausnahme von den strengen Höchstarbeitszeiten.

Rechtssichere Verträge ab 2.000 Euro monatlich

Die einfachste und sicherste Möglichkeit einer häuslichen Pflege ist die Beauftragung einer Pflegeagentur in Deutschland. Vermittler knüpfen Kontakte ins Ausland und vermitteln Pflegekräfte, die bei osteuropäischen Pflegediensten angestellt sind. Die Arbeitnehmer-Entsendung nach Deutschland ist innerhalb der EU völlig legal und unkompliziert. Es gibt kein Risiko einer Scheinselbstständigkeit und keine formalen Pflichten als Arbeitgeber – darum kümmert sich das ausländische Unternehmen. Die Kosten für dieses Modell belaufen sich auf rund 2.000 Euro. Die Kosten der Vermittlung und Betreuung sind meist schon eingerechnet. Teurer wird es bei hohem Pflegeaufwand und besseren Deutsch-Kenntnissen der Pflegerin. Für die Unterbringung im Haushalt sollten geringe Nebenkosten berücksichtigt werden. Pflegegeld aus der Pflegekasse hilft bei der Finanzierung, auch in Kombination mit Sachleistungen.

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