24 Stunden Seniorenbetreuung

24 Stunden Seniorenbetreuung

Auch im Alter wollen die meisten Menschen am liebsten in ihrem eigenen Zuhause und ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Wenn aber aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen der Alltag zunehmend beschwerlicher wird, ist bald auch bei eigentlich noch aktiven und selbstbestimmt lebenden Senioren eine teilweise oder sogar ganztägige Betreuung notwendig. Selbst wenn Angehörige vor Ort sind, wird das die meisten überfordern, sofern sie noch mitten im Berufsleben stehen und neben dem eigenen Haushalt eventuell auch noch Kinder zu betreuen haben. In diesem Fall kann eine häusliche Seniorenbetreuung durch eine osteuropäische Betreuungskraft eine gute Lösung sein.

Formen der häuslichen Seniorenbetreuung

Pflege zu Hause

Auch in der heutigen Zeit ist es durchaus noch üblich, dass die Angehörigen die Pflege und Betreuung ihrer betagten Eltern oder Großeltern übernehmen. Vergleichsweise unproblematisch ist dies, wenn ohnehin alle in einem gemeinsamen Haushalt leben und die körperlichen und geistigen Einschränkungen noch nicht allzu groß sind. Wenn die Angehörigen zeitweise verhindert oder einfach überlastet sind, gibt es inzwischen vielerorts die Möglichkeit, über eine Pflegeberatungsstelle oder einen örtlichen Pflegedienst Hilfe zu bekommen. Dies kann aber immer nur eine kurzfristige Lösung sein. Falls eine Erkrankung vorliegt, die medizinische Versorgung im engeren Sinne notwendig macht, kann ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden. Dieser kann, wenn der betreffende Senior noch in einem eigenen Haushalt lebt, auch einige hauswirtschaftliche Aufgaben übernehmen. Allerdings sind die Pflegekräfte in diesem Fall immer nur stundenweise anwesend, eine Betreuung rund um die Uhr kann so nicht geleistet werden.

24-Stunden-Seniorenbetreuung
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Auch im Alter wollen die meisten Menschen am liebsten in ihrem eigenen Zuhause und ihrer gewohnten Umgebung bleiben.

Das ist insbesondere dann problematisch, wenn bei der betreuungsbedürftigen Person eine Demenzerkrankung vorliegt. Selbst wenn betreuende Angehörige vor Ort sind, kann dies sehr schnell zu einer Überlastung führen, die durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine Kurzzeitpflege nicht mehr aufzufangen ist. Eine professionelle Betreuung zu Hause, die tatsächlich 24 Std. am Tag zur Verfügung steht, ist in der Regel nur mit eine Pflegekraft aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Land möglich. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass dies auf der Grundlage von drei sehr unterschiedlichen Beschäftigungsmodellen geschehen kann.

Die teuerste und bürokratisch aufwändigste Art der 24-Stunden-Seniorenbetreuung ist, polnische Altenpflegerinnen selbst fest anzustellen. In diesem Fall ist der zu betreuende Senior oder einer seiner Angehörigen der direkte Arbeitgeber. Wenn alle Vorschriften zur Arbeitszeit und zum Mindestlohn eingehalten werden, ist diese Form der Anstellung völlig legal. Alle anfallenden Verwaltungsaufgaben müssen aber selbst geschultert werden, und überdies besteht auch das Risiko, bei einem Ausfall der Pflegerin ohne häusliche Betreuung dazustehen. Das kann auch passieren, wenn man sich für die zweite Variante entscheidet und eine selbständig arbeitende Betreuungskraft engagiert. Diese übernimmt allerdings sämtliche anfallenden Formalitäten. Da selbständig in Deutschland arbeitende Pflegekräfte aus Osteuropa ihre Preise frei gestalten, können sie ihre Leistungen besonders preisgünstig anbieten. Deshalb bewegt sich dieses Modell oft in einer rechtlichen Grauzone, was auch für die Auftraggeber juristische Folgen haben kann. Am sichersten und gleichzeitig am wenigsten aufwändig ist es, wenn eine Pflegeagentur in Anspruch genommen wird. Diese vermittelt osteuropäischen Betreuungskräfte, die in ihrer Heimat bei einem entsprechenden Unternehmen fest angestellt sind und von diesem nach Deutschland entsendet werden. Da die Altenpflegerinnen den arbeitsrechtlichen Bestimmungen ihres Herkunftslands unterliegen, können ihre Leistungen vergleichsweise preisgünstig angeboten werden. Trotzdem können sich die Auftraggeber darauf verlassen, dass die Beschäftigung legal ist. Alle notwendigen Formalitäten werden von der Vermittlungsagentur übernommen, und auch eine Ersatzkraft steht in der Regel kurzfristig zur Verfügung, falls die eigentliche Seniorenbetreuerin ausfällt.

Leistungsumfang der 24-Stunden-Seniorenbetreuung

Medizinische Pflegeleistungen im engeren Sinne dürfen in Deutschland nur entsprechend ausgebildete Fachkräfte erbringen. Über eine solche Ausbildung verfügen die osteuropäischen Betreuungskräfte in der Regel nicht. Tätigkeiten wie Blutdruckmessen, das Verabreichen von Spritzen oder die Versorgung von Wunden sollte deshalb der ambulante Pflegedienst übernehmen. Trotzdem haben rumänische und polnische Pflegekräfte meist bereits sehr viel Erfahrung in der Betreuung von pflegebedürftigen Senioren. Da sie den Alltag mit den von ihnen betreuten Personen teilen und rund um die Uhr zur Verfügung stehen, bieten sie einen Pflegedienst mit Herz.

Gerade bei demenzkranken oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Senioren ist ohnehin meist keine Pflege im eigentlichen Sinn notwendig, sondern vielmehr hauptsächlich die Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten im Hause. Osteuropäische Altenbetreuerinnen können alle im Haushalt anfallenden Arbeiten übernehmen, sei es die Zubereitung der Mahlzeiten oder das Waschen der Kleidung. Auch den Einkauf können sie ebenso zuverlässig erledigen wie kleinere Hilfestellungen beim Treppensteigen oder der Körperpflege. Falls ein Auto vorhanden ist, können Sie sogar die von ihnen betreuten Personen zu Bekannten oder dem Arzt fahren. So ist es den Senioren möglich, trotz aller Einschränkungen ihr gewohntes Leben weiterzuführen. Entscheidend ist auch, dass die Pflegekräfte in einem medizinischen Notfall jederzeit einen Arzt zu Hilfe rufen können, auch dann, wenn dies nachts der Fall sein sollte. Dies ist etwas, das kein ambulanter Pflegedienst zu leisten vermag.

Kosten und Finanzierung der häuslichen Betreuung

Die Höhe der Kosten, die bei einer häuslichen Seniorenbetreuung anfallen, ist nicht nur von der Art der Leistungen, sondern vor allem auch von der Betreuungsform und der Art der Beschäftigung abhängig. Besonders hohe Stundensätze fallen bei einem ambulanten Pflegedienst an. Wenn mehr als nur kleinere Leistungen von geringem zeitlichem Aufwand notwendig sind, kann dieser deshalb sehr teuer werden. Die Betreuung durch Pflegekräfte aus Osteuropa ist dagegen vergleichsweise kostengünstig, insbesondere dann, wenn eine aus dem Ausland entsendete Betreuungskraft oder eine ohne Agentur selbständig arbeitende Altenpflegerin engagiert wird. Dabei gilt es selbstverständlich zu berücksichtigen, dass neben der reinen Entlohnung auch Aufwendungen für Kost und Logis anfallen.

Nicht nur die Organisation, sondern auch die Finanzierung der häuslichen 24-Stunden-Seniorenbetreuung müssen in Deutschland im Wesentlichen die Betroffenen selbst bzw. deren Angehörige übernehmen. Lediglich wenn eine Pflegestufe vorliegt, erfolgen finanzielle Leistungen durch die Pflegeversicherung. Wie hoch der jeweilige Betrag ist, hängt dabei nicht nur von der Pflegestufe ab. Auch die Art der Betreuung ist entscheidend. Falls ein ambulanter Pflegedienst beauftragt wird, ist die Zahlung zwar höher, sie fließt aber direkt an diesen, da in diesem Fall eine Sachleistung geboten wird. Falls jedoch die Pflege von einem Angehörigen oder einer anderen Betreuungsperson übernommen wird, zahlt die Pflegekasse den Betrag an den Pflegebedürftigen aus. Ob dieser Betrag dann dazu genutzt wird, zumindest eine Teil der Kosten abzudecken, der durch eine 24-Stunden-Seniorenbetreuung durch eine osteuropäische Pflegekraft entsteht, ist für die Pflegekasse unerheblich.

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