24h Pflege zu Hause Erfahrungen

Erfahrungsberichte: Gutes Zeugnis für polnische Pflegekräfte in der 24-Stunden Betreuung

Fragt man Betroffene einer 24h-Pflege zu Hause nach ihren Erfahrungen mit Pflegekräften aus Osteuropa, ist von den in schlechten Witzen oft strapazierten Vorurteilen gegenüber Polen, Rumänen und anderen Osteuropäern nichts mehr wiederzufinden. Im Gegenteil – Pflege, die in Heimen und auch bei ambulanten Pflegediensten durch einen straffen Zeitplan bestimmt ist, wird plötzlich zu einer ganz neuen Erfahrung von Nähe und Wärme. Und das zu einem Preis, der mit Hilfe der Pflegeversicherung durchaus bezahlbar ist.

EU-Recht macht es möglich

Pflege zu Hause

Eine polnische Pflegekraft ist, ebenso wie Frauen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, in Deutschland ganz legal zu beschäftigen. Es gibt diverse Vertragsmodelle mit mehr oder weniger großem Verwaltungsaufwand. Die Betreuung von Senioren oder Kranken durch eine selbstständige Pflegerin ist die billigste Lösung und auch insofern unkompliziert, als die Begrenzung der Höchstarbeitszeit für Arbeitnehmer auf zehn Stunden täglich und acht Stunden im Durchschnitt einer Sechs-Tage-Woche bei Selbstständigen keine Rolle spielt. Die Kosten einer Vollzeitbetreuung liegen bei monatlich rund 1.700 Euro. Dafür verzichtet der Auftraggeber aber auf jegliches Weisungsrecht. Ansonsten würde sich das Dienstverhältnis in der rechtlichen Grauzone zur Scheinselbstständigkeit bewegen. Wird diese festgestellt, wird es teuer wegen nachzuzahlender Gehälter, Steuern und Sozialabgaben. Bei Vorsatz droht sogar eine Strafverfolgung.

24h-Pflege zu Hause: Erfahrungen
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Spezialisierte Pflegevermittler helfen nicht nur bei der Bedarfsanalyse, sondern suchen auch im Ausland nach zuverlässigen Dienstleistern.

Funktionierender Arbeitsmarkt dank Arbeitnehmerrechten

Sicherer und auch fairer ist die abhängige Beschäftigung von Haushalts- und Pflegehilfen auf Basis eines Arbeitsvertrags. Das ist mit 2.000 Euro pro Monat zwar etwas teurer, aber dafür erspart man sich juristische Scherereien und bietet der Pflegekraft gute Arbeitsbedingungen nach deutschem Recht, zum Beispiel Mindestlohn und Mindesturlaub. Wegen der guten Arbeitsbedingungen sind auch sehr viele ausländische Pflegekräfte bereit, für einige Monate im Jahr ihre Heimat zu verlassen und ihre Arbeitsleistung in Deutschland anzubieten. Formale Pflichten eines Arbeitgebers wie Lohnabrechnung können entweder auf einen Dienstleister übertragen werden, oder die Osteuropäerin wird direkt bei einem Pflegedienst in ihrer Heimat angestellt und von dort nach Deutschland entsendet. Mit der europäischen A1-Bescheinigung, die der ausländische Arbeitgeber ausstellt, ist der deutsche Haushalt auf der sicheren Seite und von weiteren Verpflichtungen frei. Eine 24h-Pflege ist trotz Arbeitszeitgesetz ohne Schichtbetrieb möglich, denn das Gesetz kennt eine Ausnahme, wenn die Pflege innerhalb einer häuslichen Gemeinschaft stattfindet.

Pflegeagenturen kennen den Markt

Spezialisierte Pflegevermittler helfen nicht nur bei der Bedarfsanalyse, sondern suchen auch im Ausland nach zuverlässigen Dienstleistern. Die Agenturen sammeln Erfahrungsberichte ihrer Kunden und stellen auch selbst Recherchen an. Deshalb wissen sie, wer zuverlässig arbeitet, und stellen die Kontakte her. Verträge können in deutscher Sprache ausgehandelt werden, es gibt einen Ansprechpartner vor Ort, Gehaltszahlungen laufen über ein deutsches Konto. Die Vermittlung und Betreuung umfasst auch praktische Hilfestellungen wie Abholen der Pflegerin am Bahnhof oder Organisation einer Urlaubsvertretung.

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