24h Pflegekraft

Vollzeitpflege geht auch zuhause

Für 24h ist eine Pflegekraft aus Osteuropa zu Tagessätzen ab etwa 60 Euro einzustellen. Das macht häusliche Pflege erschwinglich, auch ohne dicke Rente, ein Vermögen auf der hohen Kante oder eine üppige private Zusatzversicherung. Das gängige Vertragsmodell beruht auf der Entsendung von Arbeitnehmern von einem Arbeitgeber in ihrer Heimat nach Deutschland. Es ist rechtssicher und bietet beiden Seiten faire Konditionen.

Ausländischer Pflegedienst als Arbeitgeber

Pflege zu Hause

Die Pflegehilfe ist in diesem Konzept in Deutschland als Arbeitnehmerin tätig, das heißt, sie arbeitet nicht selbstständig, sondern in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. So umgeht der Auftraggeber das Risiko einer möglichen Scheinselbstständigkeit seiner Hilfskraft, und die Pflegerin selbst genießt den umfassenden deutschen Arbeitnehmerschutz. Arbeitgeber ist aber nicht der deutsche Haushalt, sondern eine Pflegeagentur in ihrer Heimat, also zum Beispiel in Polen oder Rumänien. Das hat aus Sicht des Auftraggebers zwei Vorteile: Erstens wird er nicht mit den formalen Pflichten eines Arbeitgebers belastet, muss sich also nicht im Steuer-, Sozialversicherungs- und Arbeitsschutzrecht auskennen. Zweitens erfolgt die Anmeldung zur Sozialversicherung ebenfalls in der Heimat. Das reduziert die Lohnnebenkosten – gegenüber der direkten Anstellung lassen sich monatlich etwa 100 Euro sparen, man kommt dann auf Preise ab etwa 2.000 Euro für eine 24h-Pflegekraft einschließlich Unterbringung und Verpflegung. Über die korrekte Anmeldung erstellt der Arbeitgeber die sogenannte A1-Bescheinigung. Mit diesem Dokument ist der deutsche Auftraggeber auf der sicheren Seite, er selbst muss nichts mehr veranlassen.

24h-Pflegekraft
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Spezialisierte Vermittlungsdienste in Deutschland analysieren den Pflegebedarf, stellen Kontakte zu ausländischen Unternehmen her und erarbeiten gemeinsam den Vertragsinhalt in deutscher Sprache.

Die Pflegerin behält den Schutz des deutschen Rechts

Trotz der Beschäftigung bei einem ausländischen Arbeitgeber behält die Pflegehilfe alle Vorteile, die ihr der weitreichende gesetzliche Schutz in Deutschland bietet. Der Mindestlohn ist die Untergrenze für die Bezahlung. Das Arbeitszeitgesetz stellt kein wirkliches Problem dar, erfordert aber bei einer Vollzeitbetreuung etwas Organisation. Führen wir uns dazu vor Augen, was eine 24h-Pflegekraft wirklich leistet: Sie ist zwar mehr oder weniger ständig anwesend, weil sie im Haushalt des Pflegebedürftigen wohnt, aber die Arbeitszeiten sind eher punktuell, zum Beispiel auf die Morgentoilette oder das abendliche Zubettgehen abgestellt. Dazwischen gibt es auch Bereitschafts- und Ruhezeiten, etwa wenn Angehörige, medizinische Pflegedienste oder ehrenamtliche Seniorenbetreuer vor Ort sind. Auf diese Weise lässt sich eine Arbeitszeit von durchschnittlich acht und im Maximum zehn Stunden täglich ebenso einhalten wie die gesetzliche Ruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen – das passt zum Arbeitszeitgesetz.

Vermittlung durch Pflegeagenturen

Spezialisierte Vermittlungsdienste in Deutschland analysieren den Pflegebedarf, stellen Kontakte zu ausländischen Unternehmen her und erarbeiten gemeinsam den Vertragsinhalt in deutscher Sprache. Sie kennen sich aus mit dem Planen der Arbeitszeit und können aus ihrem Angebot für Urlaubsvertretung sorgen. Die Angehörigen gewinnen durch die Pflegehilfe wertvolle Zeit, die sie für die menschliche Nähe zu ihren Senioren sehr gut einsetzen können.

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