ärztliche Anordnung Pflege

Krankenpflegeordnung Krankenpflege

Medizinische Aufträge sind der Hauptbestandteil der häuslichen Gesundheitsversorgung. Lassen Sie mich kurz sein: Unter welchen Bedingungen kann ich eine ärztliche Anordnung im Krankenhaus ablehnen? Medizinische Anweisungen für die CPAP-Therapie in internen Kliniken, medizinische Anweisungen von Neuropsychologen nach. und die Dokumentation von Pflegetätigkeiten in komplexer handschriftlicher Form.

Das Delegieren von medizinischen Aufgabenstellungen muss immer in schriftlicher Form erfolgen!

Das Delegieren von medizinischen Aufgabenstellungen muss immer in schriftlicher Form erfolgen! Im Gesundheitswesen umfasst das Recht des Arbeitsgebers auf Führung oder Unterweisung auch die Übergabe von medizinischen Tätigkeiten an das Krankenpflegepersonal (z.B. Injektionsmaßnahmen). Eine Delegierung von medizinischen Tätigkeiten an das Krankenpflegepersonal (oder andere nichtmedizinische Mitarbeiter) ist nur unter gewissen Bedingungen erlaubt und hinsichtlich der sich hieraus möglicherweise ergebenen juristischen Gesichtspunkte, vor allem aufgrund des Haftungsrechts, des Strafrechts und der arbeitsrechtlichen Zuständigkeiten, seit vielen Jahren heftig kontrovers diskutiert worden.

Allerdings herrscht in einem Aspekt weitgehend Einigkeit: Die ärztliche Anordnung im Rahmen einer Delegierungsentscheidung sollte immer in schriftlicher Form erfolgen; für die schriftliche Fixation ist in erster Linie der entsendende Mediziner mitverantwortlich. Hinsichtlich des Schriftformerfordernisses des Bestellers müssen fernmündliche Delegationsbeschlüsse die Ausnahmen sein. Die bestellten Massnahmen sind in solchen Ausnahmefällen vom Pflegefachpersonal zu dokumentieren und dem Auftraggeber so schnell wie möglich zur Gegensignatur vorzulegen.

Für das Pflegepersonal ist auch die Anforderung eines Nachweises der Delegationsbeschlüsse des Koordinators von Bedeutung, da sie es ihm ermöglicht, (falls erforderlich) die Berechtigung zur Ausübung medizinischer Tätigkeiten nachzuweisen. Wenn man die Telefondelegation als problemlos und zu jeder Zeit möglich einstuft, muss die schriftliche Fixierungsforderung des Auftraggebers entfallen.

Ich selbst erinnere mich an einen schweren Vorfall, in dem eine Telefonbestellung durch den verantwortlichen Doktor angefochten wurde, nachdem ein Patient verletzt worden war und die aktiv werdende Pflegekraft am Ende "auf der schlechten Seite" stand. Der Krankenschwester war es nicht möglich, ihr Handeln zu begründen, weil der Doktor die Entscheidung der Delegation nicht aufgeschrieben hatte; sie wurde endlich freigelassen und hat sich damit abgefunden.

Auch die Krankenschwester hätte kaum ihre eigenen Notizen vor den Anschuldigungen retten können; der Doktor wies die Entscheidung der Delegation zurück. In der Fachzeitschrift "Die Schwester/Der Pfleger", 2/1997 (Seiten 149-152), haben sich die Verfasser Hans Böhme und Peter Jacobs nun mit dem Problem der "Rechtsfragen zu medizinischen Verordnungen" beschäftigt und argumentiert, dass die Anforderung, das Krankenpflegepersonal solle medizinische Verordnungen nur nach einer schriftlichen Fixation durchführen, nicht gerechtfertigt ist und letztendlich zum Erliegen unseres Gesundheitssystems führt.

Die Verfasser beraten dann, wie die Betreuer selbst die notwendigen Dokumentationsarbeiten durchführen sollen. Außerdem sind sie der Meinung, dass Verantwortungsfragen in erster Linie Sache der Verantwortlichen und nicht des Pflegepersonals sind. Weil die Präsentation zu Missverständnissen unter den Krankenpflegeberufen führen kann, möchte ich dazu noch folgende Anmerkungen machen:

Der Artikel weist zu Recht darauf hin, dass es keine gesetzlichen Bestimmungen gibt, die den Arzt verpflichten, seine Anweisungen immer an das Personal zu schreiben. Die " (model) "Berufsordnung für die deutsche Ärzte" (MBO) requires doctors to produce records (cf. das Deutsche Ärzteblatt vom 10.1.1994). Im entsprechenden 15 Abs. 1 MBO heißt es: Diese Vorschrift kann so ausgelegt werden, dass Delegierungsentscheidungen auch von einem Arzt erfasst werden müssen und daher in der Regel in schriftlicher Form zu treffen sind!

In ihrem Werk "Ärztliche Aufzeichnungen und Recht " (1. Ausgabe 1994; Stuttgarter Themaverlag) haben sich Alida und Dieter Koeve unter anderem mit dem erforderlichen medizinischen Akteninhalt beschäftigt und unter anderem die "Aufzeichnung der Therapie" erläutert: "Es muss klargestellt werden, welche Massnahmen vom behandelnden Arzt selbst durchgeführt wurden und welche auf Dritte, wie andere betreuende Ärztinnen und Ärzte oder Hilfspersonen, übergeleitet wurden.

"Ob ein Auftrag mündlich oder schriftlich/telefonisch erfolgt und wenn ja, ist immer von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Selbstverständlich kann im Ernstfall, in dem aufgrund der Dringlichkeit nur mündlich/telefonisch erforderliche Massnahmen vereinbart werden müssen, zunächst auf die notwendigen schriftlichen Angaben verzichtet werden. Berufsgenossenschaften und die Mehrheit der Berufsautoren sind der Ansicht, dass es in der Regel aus unterschiedlichen Motiven sinnvoll ist, Entscheidungen über die medizinische Delegation, z.B. über die Durchführung von Spritzen, vorab durch den jeweiligen Autor dokumentiert zu haben; z.B.

Erklärung der ÖTV von 1979: "...In Einzelfällen muss die ärztliche Anordnung vom zuständigen Facharzt in schriftlicher Form erteilt werden....". DKG-Erklärung von 1980: "...2. 5 Die ärztliche Anordnung muss in schriftlicher Form erfolgen...." Ausgabe 1981; Athenäum Verlag Königstein/Ts.):"...Ausreichend, aber auch notwendig, wenn aus den medizinischen Unterlagen ersichtlich ist, dass und wie die Delegation welcher Leistungen an welche Assistenten übergeben wurde....".

Erklärung der ADS und der Deutschen Gesellschaft für Medizin (DBfK) von 1989: "....Injektionen...Eine ärztliche Verfügung muss vorliegen...." Ausgabe 1991; Kohl-hammer Verlagshaus Stuttgart): "....Grundsätzlich müssen die Bestellungen in schriftlicher Form vorliegen...." Die ärztliche Anordnung muss immer in schriftlicher Form erteilt werden" (Böhme, H.: "Pflege auf dem Prüfstand", 1992).

Entspricht der Mediziner diesem Erfordernis im Umfang seiner Weisungsbefugnis nicht in schriftlicher Form, so hat er zu berücksichtigen, dass der leistende nichtmedizinische Angestellte ein Recht auf Leistungsverweigerung hat. "Brenner, G.: "Rechtskunde für das Krankenpflegepersonal" (5. Ausgabe 1992; FischerVerlag Stuttgart ): "...Die Weitergabe der Ausführung von Spritzen und Infusionen bedarf der schriftlichen Anordnung des Arztes...." (aus "Muster einer Dienstanweisung", S. 327).

Schneider, A.: "Rechts- und Berufs-Kunde für die fachärztlichen Berufe im Gesundheitswesen" (4. Ausgabe 1994, Springer-Verlag Berlin ): "....Grundsätzlich sollte die ärztliche Anordnung in schriftlicher Form erfasst und vom behandelnden Arzt unterschrieben werden...." (Seite 87). Juchli, L.: "Pflege". Ausgabe 1994; Stuttgarter Verlagshaus für den Bereich des öffentlichen Rechts (Thieme-Verlags): "Mit der Verabschiedung einer diesbezüglichen Verfügung, die klar und deutlich sein muss, hat die vollstreckende Partei die Kompetenz zu handeln" (Seite 1004).

Grosskopf, V.: "Misinjektionen" (in "Pflegezeitschrift", 10/1994): "Die Verlegung der medizinischen Tätigkeiten auf nichtmedizinisches Fachpersonal erfordert eine ärztliche Anordnung. Die Bestellung sollte in schriftlicher Form vorliegen.... Für das Pflegepersonal ist die medizinische Verordnung im Falle eines Streits von größter Bedeutung. Deshalb kann die Krankenschwester auf die schriftlichen Unterlagen bestehen...."

Die Bestellung muss immer für eine gewisse Personen in schriftlicher Form vorgenommen werden...." Die ärztliche Verschreibung muss in schriftlicher Form vorliegen...." "In Z. "Pflege aktuell", 6/1996: "Die Anforderung, dass der behandelnde Arzt nur Anweisungen in schriftlicher Form oder Gegenzeichnung in der Patientenakte gibt, trägt dazu bei, Hör- und Kommunikationsfehler zu verhindern und das Risiko der Haftung zu verringern....".

Höfert, R.: "Krankenschwestern mit Rechtssicherheit? "In Z. "Gesundheitsberufe"; 2/1997): "Es sollte darauf gedrungen werden, dass der Auftrag zur Umsetzung in schriftlicher Form mit allen detaillierten Anweisungen, z.B. Dosierung, Zeit und Art der Anwendung, ergeht. "Der ärztliche Auftrag für Spritzen, Entzündungen und Blutproben sollte so schnell wie möglich in schriftlicher Form erfasst und vom behandelnden Arzt unterfertigt werden.

Im Allgemeinen können Telefonrezepte keine Basis für die Erbringung medizinischer Leistungen bilden, es sei denn, es handelte sich um einen Notruf. Gleichzeitig ist mir bekannt, dass in einigen Leistungsbereichen die ihnen übertragene ärztliche Instruktion (vgl. 15 MBO) zunehmend auf das pflegerische Personal umgestellt wurde.

Uneingeschränkt fordern die Verfasser der Studie die Freiheit der Ärzte, schriftlich oder mündlich Anweisungen zu geben. Andererseits fordern sie das Personal auf, die Massnahmen sorgfältig und zeitnah zu dokumentieren. Ich glaube nicht, dass ein solches Verfahren angemessen ist; jedenfalls, wenn es um die Verlagerung medizinischer Aktivitäten (z.B. Injektionen) geht: Jede Fachgruppe sollte ihre eigenen Arbeiten ausführen; ich bin eindeutig dagegen, dass medizinische Arbeiten mehr und mehr in den Pflegebereich verlegt werden.

In § 10 MBO sind die Nachweispflichten nun wie folgt geregelt: 2 Der behandelnde Mediziner hat die notwendigen Unterlagen über die bei der Berufsausübung gewonnenen Erkenntnisse und ergriffenen Massnahmen zu führen. Sie sind nicht nur Gedächtnisstütze für den Mediziner, sondern auch für das Patienteninteresse an einer korrekten Dokumentierung.

Auf Verlangen des behandelnden Arztes muss er dem Pflegebedürftigen Zugang zu seinen Krankenakten einräumen. Die Krankenakten sind zehn Jahre nach Abschluss der Therapie zu führen, es sei denn, eine verlängerte Aufbewahrungsfrist ist gesetzlich vorgeschrieben.

Nach der Schließung der Arztpraxis hat der behandelnde Arzt seine medizinischen Unterlagen und Untersuchungsergebnisse gemäß Nummer 3 zu führen oder für deren ordnungsgemäße Pflege zu sorgen. Die Ärztin /der Arzt, der bzw. die bei Verlassen oder Übergabe der Arztpraxis in die Pflege des Kranken aufgenommen wird, muss diese Unterlagen unter Verschluss aufbewahren und darf sie nur mit Zustimmung des Kranken prüfen oder weiterleiten.

Die Aufzeichnung auf elektronische Datenträger oder andere Datenträger erfordert besondere Sicherheits- und Schutzmassnahmen, um deren Änderung, Zerstörung oder rechtswidrige Nutzung zu vermeiden. Die Ärztin /der Arzt muss den Anweisungen der Ärztlichen Vereinigung folgen.

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