Agentur für Freiberufliche Pflegekräfte

Pflegevermittler helfen

Mit einer Agentur für freiberufliche Pflegkräfte an ihrer Seite können Pflegebedürftige und deren Angehörige auch selbstständiges Pflegepersonal rechtssicher beschäftigen, ohne auf die zahlreichen juristischen Fußangeln dieser Vertragsform hereinzufallen. Sie erhalten damit Zugang zur billigsten Möglichkeit, private Pflege zuhause zu organisieren.

Kein Arbeitnehmerschutz für Selbstständige

Pflege zu Hause

Selbstständige werden nicht aufgrund eines Arbeits- sondern eines Dienstleistungsvertrags tätig. Damit greift auch kein Arbeitnehmerschutz. Es gibt weder Mindestlohn noch Mindesturlaub und auch keine gesetzlichen Höchstarbeitszeiten. Eine selbstständige Pflegerin kann mit ihrem Auftraggeber Arbeitsumfang und Entlohnung praktisch beliebig vereinbaren, bis an die Grenze der Sittenwidrigkeit. Im Ergebnis sind selbstständige Kräfte billiger als abhängig Beschäftigte. Für eine 24-Stunden-Pflege beginnen die Preise bei deutschen Auftragnehmerinnen bei etwa 2.700 Euro im Monat. Osteuropäische Pflegerinnen verlangen rund 1.000 Euro weniger, weil sich ihre Vergütungsansprüche am niedrigeren Preisniveau ihrer Heimat orientieren. Mit höherem Pflegeaufwand und besseren deutschen Sprachkenntnissen steigt auch der Preis.

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Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union ist die grenzüberschreitende freiberufliche Tätigkeit grundsätzlich legal möglich.

Scheinselbstständigkeit wird selbst von Juristen oft falsch verstanden

Aufgrund der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union ist die grenzüberschreitende freiberufliche Tätigkeit grundsätzlich legal möglich. Die Problematik liegt in der schwierigen Abgrenzung zwischen einer echten Selbstständigkeit und der sogenannten Scheinselbstständigkeit. Liegt diese vor, handelt es sich in Wahrheit um ein Arbeitsverhältnis. Dann müssen Arbeitslöhne, Steuern und Sozialabgaben nachentrichtet werden – im Extremfall bis zu dreißig Jahre rückwirkend. Auch eine Strafverfolgung wegen Betrugs der Sozialkassen ist möglich. Scheinselbstständigkeit wird häufig verwechselt mit der Tätigkeit für nur einen Auftraggeber. Letztere kann durchaus selbstständig erfolgen, löst aber eine Rentenversicherungspflicht des Selbstständigen aus. Scheinselbstständigkeit wird dagegen klarer an der Weisungsgebundenheit festgemacht. Wer wirklich selbstständig arbeitet, hat einen Auftrag laut Dienstleistungsvertrag zu erfüllen, aber die Art und Weise, wie er zum Ziel gelangt, bleibt ihm überlassen. Beim Frisör verlangen Sie beispielsweise einen Kurzhaarschnitt. Der Frisör schneidet dann mit seinen eigenen Werkzeugen und so, wie es nach seinen Fachkenntnissen richtig ist. Bei der selbstständigen Pflege ist das nicht anders – der Pflegebedürftige erteilt den Auftrag, den Rest bestimmt die selbstständige Pflegekraft und setzt dabei meist auch eigene Arbeitsmittel ein.

Pflegevermittler helfen bei der sicheren Vertragsgestaltung

Da kein direktes Weisungsrecht besteht, ohne die Selbstständigkeit der Pflegerin in Zweifel zu ziehen, ist eine genaue Formulierung der Vertragsinhalte wichtig. Die Agenturen für freiberufliche Pflegekräfte beherrschen genau diesen Punkt und übernehmen dabei Beratung über den erforderlichen Arbeitsumfang, Vermittlung des osteuropäischen Personals und Ausarbeitung des Vertragstextes gegebenenfalls in zwei Sprachen. Sie helfen auch bei der praktischen Durchführung bis hin zur Urlaubsvertretung. Für ihre Tätigkeit verlangen die Agenturen ein Vermittlungsentgelt, oft von beiden Vertragsparteien. Für den Auftraggeber wird es entweder bereits in den Tagessatz der Pflegerin einkalkuliert oder separat erhoben. Eine degressive Staffelung bei langer Vertragslaufzeit ist möglich.

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