Alte Menschen Pflegen

Pflege von Alten Menschen

Alte Menschen zu pflegen war im früheren Mehrgenerationenhaushalt eine Selbstverständlichkeit. Aber Häuser mit drei Generationen unter einem Dach gibt es in Deutschland so gut wie nicht mehr. Auch der Anteil von Wohngemeinschaften, in denen jüngere und ältere Menschen zusammenleben, schrumpft stetig auf mittlerweile unter 6 %. Dagegen führt die demografische Entwicklung zu immer mehr reinen Senioren-Haushalten. Der Arbeitsmarkt fordert örtliche und zeitliche Flexibilität.

Für die Pflege von alten Menschen bleibt weder die Zeit noch besteht überhaupt eine realistische Chance, wenn Kinder und Enkel weit entfernt wohnen. Droht im Pflegefall zwangsläufig die Unterbringung im Seniorenheim?

Pflege zuhause ist eine echte Alternative

Pflege zu Hause

Stationäre Betreuung ist eine teure Angelegenheit. Versicherungsleistungen und Rente reichen für eine Vollzeitpflege in aller Regel nicht aus. Sozialämter prüfen, inwieweit sie unterhaltspflichtige Kinder an den Kosten beteiligen dürfen. Ganz abgesehen vom finanziellen Aspekt kann man trotz hoher Heimkosten nicht sicher sein, ob die Pflege wirklich optimal läuft. Gerade wenn keine Verwandten in der Nähe wohnen, nach dem Rechten sehen und gegebenenfalls Druck ausüben können, werden im Nachhinein oft Versorgungsmängel festgestellt. Mit Unterstützung durch einen Pflegedienst sowie Pflegehilfen, die heute meist aus Osteuropa zu uns kommen, ist die Pflege alter Menschen in ihrer vertrauten Umgebung nicht nur zuverlässiger, sondern zumeist auch billiger. Die Leistungen aus der Pflegekasse fördern die Seniorenbetreuung im eigenen Zuhause durch Sachleistungen, ein Pflegegeld oder eine Kombination beider Leistungen.

Alte Menschen pflegen
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Alte Menschen zu pflegen war im früheren Mehrgenerationenhaushalt eine Selbstverständlichkeit.

EU-Recht ermöglicht die Tätigkeit ausländischer Hilfskräfte

Während die medizinische Behandlungspflege ausschließlich von examinierten Kräften erbracht werden darf, unterstützen Haushalts- und Pflegehilfen aus den östlichen Mitgliedsstaaten der EU Angehörige in der Haushaltsführung und in der Grundpflege. Dazu gehören zum Beispiel Mobilitätsunterstützung, Körperpflege, aber auch, wenn nötig, die Begleitung beim Toilettengang. Die Beschäftigung von Polinnen, Rumäninnen oder Frauen aus den baltischen Staaten in Deutschland ist völlig legal. Die sicherste Möglichkeit, die auch dem Arbeitnehmerschutz am besten gerecht wird, ist eine abhängige Beschäftigung. Entweder tritt der Haushalt, in dem alte Menschen zu pflegen sind, selbst als Arbeitgeber auf, oder die Anstellung erfolgt bei einem Pflegedienst in der osteuropäischen Heimat. Dieser Arbeitgeber entsendet die Pflegehilfe entsprechend der eingehenden Aufträge nach Deutschland.

Koordination durch Pflegeagenturen

Für eine Vollzeitpflege muss man bei diesem Modell rund 2.000 Euro einkalkulieren – hinzu kommen eventuell Nebenkosten für die Unterbringung der Pflegehilfe. Mitarbeiter mit guten deutschen Sprachkenntnissen erhalten meist eine bessere Bezahlung. Vermittlungsagenturen in Deutschland kümmern sich nicht nur um den Kontakt nach Osteuropa ohne Sprachbarrieren. Sie beraten auch über den Umfang der Pflegeleistungen und die sinnvolle Vertragsgestaltung. Nach der Unterschrift reicht die praktische Unterstützung vom Abholen der Pflegerin am Zug oder Bus bis zur Abwicklung der Zahlungen über eine deutsche Bankverbindung.

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