Altenbetreuer

Altenbetreuer geben Senioren Halt und Orientierung

Der Altenbetreuer hat einen Beruf mit Zukunft. Die demografische Entwicklung – Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung – ist für die nächsten Jahrzehnte bereits exakt berechenbar. Einmal abgesehen für die Probleme, die auf die gesetzliche Rentenversicherung zukommen, stellt die gewaltige Zahl von Hochaltrigen auch die Pflege vor größte Herausforderungen. Bis 2050 werden 13 % der Menschen in Deutschland über achtzig Jahre alt sein.

Angehörige sind selbst schon Senioren

Pflege zu Hause

Auch wenn das Lebensmodell der Großfamilie heute kaum noch existent ist, können Verwandte einen wesentlichen Teil der Seniorenbetreuung leisten. Ihre Domäne ist die menschliche Ansprache, das offene Ohr, Halt, Orientierung und Struktur im Alltag. Selbst wenn die Kinder nicht mehr in der Nähe wohnen, viele Senioren kommen bereits prima mit modernen Kommunikationsmitteln zurecht. Sie können nicht nur telefonieren, sondern auch ein Videogespräch über Skype führen. Überfordert sind Angehörige aber regelmäßig mit der Pflege bei körperlichen Einschränkungen und noch mehr bei geistigem Verfall und Demenz des Seniors. Das Leid eines nahestehenden Menschen zu ertragen, ist allein psychisch schon eine harte Nuss. Pflegerische Leistungen sind aber auch rein körperlich den Kindern, die ja selbst oft schon im Rentenalter sind, nicht zuzumuten. Soll die Umsiedlung in ein Pflegeheim vermieden werden, hilft nur ein Altenbetreuer im Haushalt des Pflegebedürftigen.

Altenbetreuer
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Der Altenbetreuer hat einen Beruf mit Zukunft.

Teure Kräfte mit staatlicher Anerkennung

Wer nach einem Altenbetreuer für sich oder einen Angehörigen sucht, findet häufig den Zusatz „nach §§ 43b, 53c SGB XI“ oder den Verweis auf den früheren § 87b desselben Gesetzes. Betreuungskräfte mit einer Anerkennung nach dem Elften Sozialgesetzbuch verfügen über die staatliche Anerkennung, in einer Betreuungseinrichtung zu arbeiten. Das ist aber nicht die Betreuung, die Sie für eine ambulante Pflege benötigen. Sie käme auch zu teuer, denn das Bruttogehalt eines Altenbetreuers mit entsprechender Qualifikation liegt je nach Arbeitgeber und Bundesland schon um die 2.000 Euro monatlich zuzüglich Lohnnebenkosten.

Pflegehilfskräfte aus Polen

Kann ein alter Mensch nicht mehr allein bleiben, sind Pflegehilfen aus Osteuropa eine sehr beliebte Lösung, denn hier gibt es eine liebevolle Betreuung zu einem für unsere Verhältnisse günstigen Preis. Die Pflegerin, häufig Frauen aus Polen, sind bei einem Arbeitgeber in ihrer Heimat angestellt und werden von dort nach Deutschland entsendet, wie der Fachbegriff des Arbeitsrechts lautet. Sie leben im Haushalt des Pflegebedürftigen und stellen dort einen funktionierenden Haushalt und die Grundpflege mit Körperhygiene, Essen und Bewegung in der Wohnung oder, soweit noch möglich, auch außerhalb sicher, zum Beispiel für Spaziergänge oder Arztbesuche. Nur die medizinischen Aufgaben übernimmt ein professioneller Pflegedienst. Selbst bei einer Vollzeitpflege funktioniert das ab Tagessätzen von rund 60 Euro. Dafür kann das Pflegegeld verwendet werden, das die Pflegekasse zur freien Verfügung zahlt. Bei der Suche nach geeignetem ausländischen Personal und der Organisation der Pflege helfen spezialisierte Vermittlungsagenturen vor Ort.

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