Altenheimbewohner

Altersheimbewohnerinnen

Der Nährstoffmangel in Altenheimen ist erschreckend. In der Nacht zum Freitag wurde ein älterer Mann aus Landshut, der seit Donnerstag vermisst wurde, sicher aufgefunden. In Thüringen erfroren vermisste ältere Menschen. Feuer im Altenheim: Bewohner in Sicherheit gebracht. Mutige Diebe stehlen Bewohner von Altersheimen in Tirol.

Pflegehilfe für Senioren

Expertenmeinung

Der Nährstoffmangel in Altersheimen ist beängstigend. Bei 27% der Einwohner besteht ein Nährstoffdefizit. Dies ist das Resultat einer kürzlich durchgeführten Umfrage der Universität Witten-Herdecke. Der Grund dafür ist die geringe Nahrungszufuhr der Senioren: 27% der in Altersheimen lebenden Menschen haben ein Nährstoffdefizit. Das beängstigende Resultat wurde in einer von Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik und Sven Reuther vom Institut für Pflegewissenschaften durchgeführten Arbeit der Universität Witten-Herdecke festgestellt.

Sie untersuchten 65 Altenpflegeheime mit 4779 älteren Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. "Wir haben herausgefunden ", sagt Sven Reuther, "dass es innerhalb Europas kaum Differenzen gibt." Auch wenn alle betroffenen Pflegeheime sich um ihre Einwohner sorgen - sie wägen die Älteren ab, bestimmen den Body-Mass-Index - gibt es einen Mangel an Nahrung an allen Orten.

Interdisziplinäre Arbeit ist erforderlich, um eine individuelle Betreuung älterer Menschen zu gewährleisten. Weiter geht es: Die Forschung zu Dekubitus, Blasenschwäche und Stürzen steht nun auf der Tagesordnung.

Einhunderttausend ältere Menschen sind depressiv: bedürftig, aber nicht aussichtslos.... - Wissen

Mit dem Einzug von Karl Kühn* in das Seniorenheim hat er aufgehört, in die Vergangenheit zu blicken. KÜHN ist einer von rund 100.000 Pflegeheimbewohnern in Deutschland, die an Depressionen leiden. Aber mit Melancholie sind Menschen wie Kuhn bisher allein geblieben. "Während Psychologinnen und -wissenschaftler in Kinder- und Jugendhäusern zum festen Mitarbeiterstamm gehören und es regelmäßig medizinische Besuche gibt, werden sie in Pflege- und Altenheimen vermisst", sagt die Diplom-Psychologin und Wissenschaftlerin Eva-Marie Keßler von der Uni Heidelberg.

Sie will mit einem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Vorhaben die Lage in der stationären Altenpflege in Deutschland weiter verschärfen. Kühn auch. Eine psychotherapeutische Behandlung ist ein wichtiger Baustein, um das Wohnen in Pflegeheimen bewohnbarer zu machen", sagt Meinolf Peters, Institutsleiter des IAPA. Sie wohnten natürlich nicht alle in einem Pflegeheim.

Ob der Einzug in ein Seniorenheim zu Depressionen führt oder ob ältere Menschen mit Depressionen eine ambulante Altenpflege in Anspruch nimmt, ist bisher ungewiss. "Depressionen schränken die Unabhängigkeit ein und erhöhen das Gesundheitsrisiko", sagt Kessler. Dies macht das eigene Zuhause schwierig.

"Auf der anderen Seite beschränkt das Haus die Intimsphäre und die Autonomie." So kann das hiesige Land auch depressiv werden." Was auch immer zuerst kam: Die Krankheit muss geheilt werden, denn ihre Auswirkungen sind im hohen Lebensalter massiv. Senioren werden durch die Wirtschaftskrise gefördert oder verschlimmert, die Rehabilitationswirkung reduziert und das Todesrisiko erhöht, auch wenn sich viele Betroffene das eigene Schicksal selbst überlassen, meint der Arzt Claus Wächtler in der "Zeitschrift für Altersfragen und Geriatrie".

Dies ist auch deshalb der Fall, weil Selbstmordversuche, die in jungen Jahren mild gewesen wären, bei einem physisch Schwächeren sogar zum Tode im hohen Lebensalter geführt haben. Dennoch: Die Seniorendepression wird oft noch vernachlässigt - vor allem in Altenheimen. Das wollen sie und ihre Mitarbeiter nicht akzeptieren. Ungefähr ein Quartal war depressiv und mental ausreichend für eine psychotherapeutische Behandlung.

Schliesslich haben 23 Einwohner zwischen 69 und 95 Jahren bei uns und fünf weitere Psychotherapeutinnen in Fortbildung begonnen. "Das waren wahrscheinlich die ersten Psychotherapiesitzungen in Deutschland, die von den Bewohnern eines Altenheims durchgeführt wurden", sagt er. Ein Teil der Therapien läuft noch, und das Ergebnis der Evaluierung wird in den kommenden Wochen vorliegen.

So wie Karl Kühn: Er hat sich am Anfang einkapselt.

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