Altenpflege im Ausland

Seniorenpflege im Ausland

Wie kann ich mich als Altenpfleger direkt aus dem Ausland bewerben? Wenn Sie eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester haben oder immer mehr Altenpfleger kommen aus dem Ausland. Die Rekrutierung im Ausland als Strategie gegen Fachkräftemangel. Doch ist Krankenpflege wirklich ein Massenphänomen im Ausland? In einer alternden Gesellschaft wächst der Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege weiter.

Altenpflege: Warum manche Großmütter ins Ausland gehen | Das erste - Panoramaprogramme

Pflegetourismus, Oma-Export, Zwangsentsorgung - wenn ältere Menschen ihre letzte Lebenszeit im Ausland verbracht haben, ist der Medienrummel meist groß. Auch die Politik wie der CDU-Gesundheitsexperte Jens ?pahn greift Angehörige an: "In 90-prozentigen Fällen handelt es sich um Nachlassprogramme.

Überraschenderweise geht es vielen Älteren weit weg von zu Hause gut.

Seniorenpflege im Ausland: Was bringt es, alte Menschen zu exportieren?

MÜNCHEN - Ein Altersheim in der Tschechischen Republik, vor allem für Bundesbürger - solche Anlagen wie dieses neue Wohnhaus in der oberpfälzischen Region werden immer mehr zur Norm. Aber ist die Betreuung im Ausland wirklich ein massenhaftes Phänomen? Im Ausland steigt die Anzahl der bezahlbaren Wohnungen, die für ältere Menschen attraktiv sind. Es sind bereits drei Seniorinnen zugezogen, bis Ende des Monats werden alle 22 Räume besetzt sein - mit Deutschland.

"â??Die Germanen senden ihre Alte und Kranke ins Auslandâ??, schreibt er. In seiner Gesprächsrunde fragte er: "Oma als Kostentreiber - wird die Krankenpflege unschätzbar? "Selbst die englische Tageszeitung The Guardian berichtet über die "unmenschliche Deportation", mit der die Bundesrepublik ihre " Krise der chronischen Krankenpflege " zu bewältigen versucht. Immer weniger Menschen können sich die häusliche Versorgung überhaupt finanzieren, und die Bezieher staatlicher "Hilfe zur Pflege" werden immer mehr.

Im Jahr 2000 waren es 324. 144, zehn Jahre später schon 411.025. Aber gibt es sie wirklich in großem Maßstab, den Ahnenexport? Der 55-jährige Künstler sagt: Nein. Der Bayern wohnt in einer slovakischen Kleinstadt in der Nähe von Pressburg. Dort arrangiert er für die Deutschen die osteuropäischen Betreuungsplätze. Auch in der Slovakei, in Ungarn und jetzt auch im neuen Wohnhaus an der tschechischen und oberpfälzischen Landesgrenze.

Er meint, es gibt eine Menge Falschdarstellungen, zu böse. Es ist nicht jede Frau, die ihre Mama mit ins Ausland nimmt, knickste - viele Ältere florierten buchstäblich im Ost. In den letzten Jahren ist er zu einer zentralen Kontaktstelle für deutschsprachige Gastfamilien geworden. Schon bald forderten die Bekannten die Verlegung einer Betreuerin nach Deuschland.

Er berechnet 1980 Euros pro Kunde - dafür wählt er das richtige Häuschen, macht den Schreibkram, besichtigt Anwohner und Häuser. Aber er sagt eines ganz klar: "Es gibt hier nicht tausend Menschen, die in Ost-Europa gepflegt werden können. Ältere Menschen, die ihre Kinder nicht belasten wollen und nach einer kostengünstigen Alternative Ausschau halten.

In der dritten Kategorie ist man mit der Betreuung in - meist bezahlbaren - Wohnungen in der Bundesrepublik nicht einverstanden. "Die Zeit drängt ", sagt er. Magen-Sonden, die viel Zeit bei der Behandlung einsparen und deshalb teilweise nur in der Bundesrepublik verschrieben werden, sind rar. Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, ob und von wem Demenzpatienten wahrgenommen werden.

Viele Ältere in der Bundesrepublik würden diese aus Zeitgründen nicht erhalten - in Ost-Europa schon. Aber es wäre absurd, wenn die Gemeinschaft ihre älteren Menschen ausgliedert. Für die Deutsche Alzheimergesellschaft gilt dies auch als " unmenschlich ". Eine Wohnung in einem von der Firma Arthur Franck eingerichteten Zimmer inklusive Pflegekosten, z.B. 1219,50 pro Jahr.

Für jeden gibt es einen Gewinn, ganz gleich, wie viel Aufwand in die Pflege investiert wird: "Hier wird das Haus nicht honoriert, wenn sich der Mieter schlecht fühlt", sagt er. Er schliesst nicht aus, dass zukünftige Nachkommen auf das verbliebene Gut blicken und somit ihre Erziehungsberechtigten im Ausland betreuen werden. Im ungarischen Altenpflegeheim Plattensee, das seit Anfang 2012 von 62 überwiegend Deutsch sprechenden Seniorinnen und Senioren bewohnt wird, wird mit gehobener Möblierung geworben - Fotos von weißen Couchgarnituren, Flachbildschirmen und Parkettfußböden im gemeinsamen Wohnraum.

In der Sporthalle, in freundlichem roten Anstrich, zieht eine kleine Krankenschwester an einem Gummiband, davor steht ein Gummi. "Hinter dem Plattensee steht die Armonea-Gruppe, der grösste Pflegeheimbetreiber in Deutschland. Laut Geschäftsleitung will die Firma bis 2020 allein in diesem Land 2000 neue Arbeitsplätze einrichten.

Bedeutende Zielgruppe: Deutschland, Österreich, Schweiz. Dennoch sieht der Praesident des Bundesverbandes der privaten Sozialdienstleister, Dr. med. Bernd Meier, die Betreuung der Bundesbürger im Ausland nicht als Massenerscheinung an. Es sind 7500 Institutionen, nur wenige sind im Ausland auf Expansionskurs - "aber um die Menschen dort zu betreuen", sagt er. Daß die einzelnen Älteren sich für den Rest ihres Lebens in der Entfernung aufhalten würden, sei in Ordnung, sagte er.

Anstatt sich darüber zu ärgern, wäre es besser, den Mangel an Fachkräften in der Bundesrepublik zu beheben - durch eine geregelte Einreise.

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