Altenpflege Polen

Betreuung durch eine Polin: Familienanschluss inklusive

Altenpflege aus Polen und anderen östlichen EU-Ländern ist zu einem Grundpfeiler der Seniorenbetreuung in Deutschland geworden. Mehrere Hunderttausend Haushalts- und Pflegehilfen sind hierzulande tätig und tragen zur Lösung eines immer größer werdenden gesellschaftlichen Problems bei. Demografie und medizinischer Fortschritt lassen den Anteil Hochaltriger in Deutschland in die Höhe schnellen. Der Mehrgenerationen-Haushalt wird dagegen zur exotischen Ausnahme, wenn der Arbeitsmarkt Mobilität fordert. Heimplätze gibt es nicht in ausreichender Zahl, und ganz abgesehen davon ist die Seniorenresidenz nicht für jeden alten Menschen das Traumziel, nach dem es sich anhört.

Pflege zu Hause

Betreuung in den eigenen vier Wänden wird zur echten Alternative

Altenpflege durch Polen
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Altenpflege aus Polen und anderen östlichen EU-Ländern ist zu einem Grundpfeiler der Seniorenbetreuung in Deutschland geworden.

Viele Wohnungen sind heute schon seniorengerecht, also beispielsweise mit einem Aufzug zu erreichen und mit Türen ausgestattet, die breit genug sind für einen Rollstuhl. Notwendige Umbaumaßnahmen, etwa im Bad, sind mit vertretbarem Aufwand möglich. Selbst bei Demenz können Kleinigkeiten wie Farben und Bodenbeläge die Orientierung erleichtern. Das sind zwar gute Voraussetzungen, Fakt ist aber, dass der Senior manche Verrichtungen im Haushalt oder bei der täglichen Hygiene nicht mehr ohne Hilfe erledigen kann, vielleicht sogar gar nicht über längere Zeit allein bleiben darf. Die Versorgung durch Angehörige scheidet aus den oben angerissenen Gründen aus, ein professioneller Pflegedienst wäre für einfache Arbeiten, die keine pflegerischen Fachkenntnisse erfordern, viel zu teuer. Hier kommt die Altenpflege aus Polen ins Spiel.

Pflegeagenturen haben die richtigen Kontakte

Die Beschäftigung ausländischer Haushalts- und Pflegehilfen über die Grenzen der EU-Staaten hinweg ist völlig legal und auch rechtlich unkompliziert. Pflegeagenturen in Deutschland beseitigen Sprachbarrieren und regeln einige Formalitäten. Sie haben die besten Kontakte in die Herkunftsländer des Pflegepersonals und beraten vor allem zuverlässig über eine sinnvolle Vertragsgestaltung. Am billigsten ist die Beschäftigung selbstständigen Pflegepersonals. Allerdings bewegt man sich als Auftraggeber in der rechtlichen Grauzone zur Scheinselbstständigkeit und muss sich zudem fragen, welche Vertragskonditionen unterhalb des gesetzlichen Arbeitnehmerschutzes moralisch vertretbar sind. Sicherer und fairer ist die abhängige Beschäftigung, entweder direkt im Haushalt des Seniors oder über einen zwischengeschalteten Pflegedienst im Ausland, der die Arbeitgeberrolle übernimmt. Mit rund 2.100 Euro im Monat für die direkte Anstellung bzw. 2.000 Euro beim Entsendungsmodell, jeweils bezogen auf eine 24-Stunden-Betreuung, ist das etwa 400 bzw. 300 Euro teurer als die Selbstständigkeit. Dafür gibt es aber auch keinen Zweifel über die Art des Vertragsverhältnisses und für die Pflegerin Mindestlohn, Höchstarbeitszeiten und Urlaubsanspruch.

Die Pflegehilfe lebt in der Familie

Um eine Vollzeitpflege mit deutschem Arbeitszeitrecht vereinbar zu machen, müssen sich Arbeits-, Bereitschafts- und Ruhezeiten abwechseln. Am einfachsten ist es, wenn die Pflegerin im Haushalt des Seniors wohnt. Der wichtigste Effekt neben der flexiblen Arbeitszeit ist der Familienanschluss, der aus der bloßen Tätigkeit in Haushalt und Pflege im besten Fall ein herzliches persönliches Verhältnis werden lässt.

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