Altenpflege Zuhause

Spürbare Entlastung für Angehörige

Altenpflege zuhause ist einerseits ein Segen, erhält sie doch dem Betroffenen ein Stück seiner Privatsphäre und des selbstbestimmten Lebens. Andererseits bedeutet die Betreuung durch Angehörige eine enorme Belastung auf beiden Seiten. Verwandte, oft selbst schon im fortgeschrittenen Alter, sind rein körperlich kaum in der Lage, auf Dauer eine Vollzeitpflege durchzuführen. Und auch psychisch ist die Situation belastend: Man sieht den fortschreitenden Verfall eines lieben Menschen, ohne viel dagegen tun zu können. Hinzu kommt der Druck durch die eigene Familie und den Beruf.

Der Gepflegte erkennt die mehrfache Belastung, muss sich aber mit seiner Hilfsbedürftigkeit abfinden. Das ist nicht einfach, vor allem dann nicht, wenn nahestehende Menschen notgedrungen in intime Situationen wie Körperpflege und Toilettengang eindringen müssen.

Hilfe von bezahlten Kräften lässt sich leichter annehmen

Pflege zu Hause

Pflegehilfen vornehmlich aus Osteuropa übernehmen die Altenpflege zuhause zu Tagessätzen ab etwa 60 Euro. Der Preis ist abhängig vom gewählten Vertragsmodell. Eine 24-Stunden-Betreuung durch eine Pflegerin, die bei einem Pflegedienst in ihrer Heimat angestellt ist und von dort nach Deutschland entsendet wird, ist für rund 2.000 Euro im Monat zu haben. Sie darf zwar keine medizinischen Aufgaben übernehmen, ist aber eine wertvolle Entlastung für die pflegenden Angehörigen bei der Versorgung des Haushalts und der täglichen Routine des Pflegebedürftigen. Frauen aus Polen, Ungarn, den baltischen Staaten und anderen osteuropäischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kommen meist für mehrere Monate nach Deutschland. Sie putzen, waschen, kaufen ein und kochen, während sie im Haushalt des Pflegebedürftigen leben. Je nach Pflegegrad reichen ihre Leistungen von bloßer Beaufsichtigung und Anleitung bis zur tatkräftigen Unterstützung bei Mobilität, Hygiene, Essen und Trinken. Dem Betroffenen fällt es in der Regel leichter, Hilfe von einer Fremden anzunehmen, die für ihre Arbeit bezahlt wird, als seine Angehörigen zu belasten in dem Bewusstsein, diese scheinbare Schuld nie mehr zurückzahlen zu können.

Altenpflege Zuhause
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Altenpflege zuhause ist einerseits ein Segen, erhält sie doch dem Betroffenen ein Stück seiner Privatsphäre und des selbstbestimmten Lebens.

Faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen

Mit einer legal beschäftigten Haushalts- und Pflegehilfe muss sich niemand den Vorwurf der Ausbeutung billiger Arbeitskräfte machen. Sind die Hilfskräfte als Arbeitnehmerinnen tätig, gelten für die Altenpflege zuhause alle Vorschriften des Arbeitnehmerschutzes in Deutschland. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Haushalt selbst als Arbeitgeber auftritt oder ein Pflegedienst in der Heimat der Pflegekraft zwischengeschaltet wird. Die Frauen erhalten den gesetzlichen Mindestlohn als Untergrenze. Höhere Pflegegrade und bessere deutsche Sprachkenntnisse erhöhen die Kosten. Die Pflegekräfte haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub, und das Arbeitszeitgesetz muss bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden. Ein wenig anders ist die Situation bei selbstständigen Pflegerinnen. Sie sind nicht aufgrund eines Arbeitsvertrages tätig, sondern es wird ein Dienstleistungsvertrag geschlossen. Damit gilt der Arbeitnehmerschutz nicht. Die monatlichen Kosten beginnen deshalb für eine Pflege rund um die Uhr bei etwa 1.700 Euro. Allerdings bewegt sich ein solcher Vertrag in der rechtlichen Grauzone zur Scheinselbstständigkeit. Pflegevermittler in Deutschland beraten bei der Auswahl des besten Vertragsmodells und unterstützen die praktische Organisation der Altenpflege zuhause.

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