Alzheimer Pflege

Die Alzheimer Pflege

Wir beraten Sie rund um das Thema Demenz und Pflege. In der Pflege stellt sich jedoch die Frage: Wer kümmert sich um mich? Prinzipien im Umgang mit Alzheimer-Patienten. Ratlosigkeit, Verzweiflung und Angst können Menschen aggressiv machen - pflegende Angehörige ebenso wie kranke Menschen. Eine kurze, aber eindrucksvolle Dokumentation über Demenz / Alzheimer.


24 Stunden Pflege

Alzheimerkrankheit

Bei Alzheimer handelt es sich um eine Diagnostik, die den Menschen neben ihrer Würde das wohl Wichtigste für jeden von uns vorenthält: ernst zu nehmen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, die oft ohne nähere Prüfung mit einer Demenzdiagnostik versehen sind und dem Pflege- und Betreuungssystem unterworfen sind. Unter den derzeit rund 2,8 Mio. Menschen in Deutschland (2015), die als Pflegebedürftige gelten, haben gut 1,6 Mio. eine Demenzerkrankung.

Demenzerscheinungen sind die mit großem Abstand häufigsten Ursachen für die langfristige Pflegebedürftigkeit. Nichtsdestotrotz werden im Verlauf der Alzheimer-Krankheit eine Vielzahl von Medikamenten eingesetzt, nicht nur bewährte Alzheimer-Medikamente und psychotrope Arzneimittel, bei denen ein Arzneimittel die Nebenwirkung des anderen umkehren soll und am Ende kein Mediziner mehr erkennen kann, welche Erkrankung dadurch verursacht wird.

Viele Krankenschwestern und Ärzte wissen, dass die Drogen die Dinge nur noch schlimmer machen und die Sache in eine Tragödie verwandeln. Angesichts der gespannten Personalsituation in Spitälern und Altenheimen oder eines fürsorglichen Familienmitglieds, das am Rande des Nervenzusammenbruchs steht, weil der Patient ihn an den Rande der Hoffnungslosigkeit führt, sieht er jedoch keine andere Ausweg.

Schaut man genauer hin und weiß, was man einnimmt, kann man gar erkennen, welche Arzneimittel man einnimmt: die Reaktion des Patienten, den Ausdruck im Gesicht, seine Bewegung oder die Gleichgültigkeit, mit der er sich alles gefallen läss. Ein Großteil des Auftretens dieser Patienten, wie es 100.000 Mal in Altenheimen oder in der Heimpflege zu beobachten ist, ist nicht in erster Linie auf die Erkrankung zurückzuführen, sondern wäre als Konsequenz der gewohnten medikamentösen Behandlung zu erachten.

Weil nahezu jeder Patient einmal zum Hausarzt geht und dann mit mehr oder weniger Medikamenten versorgt wird, sind heute nur noch wenige Patientinnen und Patienten mit einem medikamentenfreien Verlauf der Erkrankung zu finden. Sie existieren, die wenigen Fälle, sowie Pflegeinstitutionen, die einen anderen Weg aufzeigen: viel lockerer, viel fröhlicher und wärmer, wenn man seine Haltung gegenüber dieser Erkrankung und den Erkrankten verändert und entsprechend damit umht.

In ihren biografischen Forschungen und Prüfungen von rund 100 Alzheimer-Patienten haben beide immer wieder herausgefunden, dass sowohl gewisse Persönlichkeitseigenschaften als auch psychosoziale Lasten bereits vor den ersten Zeichen der Alzheimer-Krankheit existierten, also nicht nur als Folge der Erkrankung, wie nach der herrschenden Lehre vermutet wird. Die Ergebnisse dieser Forschung stimmen mit zahlreichen biografischen Befragungen und Forschungen von Krankenschwestern und Krankenpflegern überein.

Mit neurowissenschaftlichen Untersuchungen, die einen Bezug zwischen traumatischem und anhaltendem psychischem Stress und dem Zerfall gewisser Synergien im Hirn aufweisen, geht er noch einen weiteren Weg. Demzufolge wirft diese Erkrankung ein ganz anderes Bild auf, das die Theorie der reinen organischen Ursache erschüttern sollte, insbesondere da trotz der jahrzehntelangen, weltweit milliardenschweren Gehirnforschung bisher kein Auslöser für eine organische Erkrankung festgestellt wurde.

Sind diese noch nicht aufgenommen oder zumindest genauer betrachtet worden und gibt es keinen allgemeinen Hurrapatriotismus über diese Erkenntnis, so ist dies im Wesentlichen mit dem oben genannten Wirkmechanismus verbunden. Obwohl die psychosomatischen Verbindungen auch bei vielen anderen Krankheiten bekannt sind, in einigen Fällen auch von der Schulmedizin erkannt, ist die Idee, dass die Alzheimer-Krankheit auch in diese Gruppe gehört, derzeit noch sehr widerstandsfähig.

Weil der Schwerpunkt der Medizin nahezu ausschliesslich auf der Hirnsubstanz lag/liegt, erwarten die Betreffenden eine Erlösungsbotschaft aus einem der vielen Alzheimer-Forschungslabors, genau wie die Allgemeinheit: Das zuständige Erbgut oder ein anderes biologisches Überbleibsel wurde aufgedeckt. Zudem haben die meisten Patienten und Angehörigen lieber eine biologische als eine psychische Erkrankung.

Deshalb ignorieren Alzheimer-Forschungen die psychosozialen Bindungen. So nachvollziehbar diese Verteidigungshaltung auch ist, sie bringt niemandem etwas, am allerwenigsten den Erkrankten und ihren Familien. In Anbetracht des unsäglichen Leidens, das diesen Menschen buchstäblich zugefügt wird, weil die Alzheimer-Forschung von den Belangen der pharmazeutischen Industrie auf dem Holzweg bleibt, ist dies der wahre Schock.

Mehr zum Thema