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beim Pflegedienst Klingen/Leithäuser GmbH in Düsseldorf!

Düsseldorf: 230 Pflegeleistungen unter Verdacht des Betrugs

Im großen Maßstab sollen vor allem die russischen ambulanten Pflegeleistungen die Krankenkassen verrechnet und damit umgerechnet haben. Der Betrug ist ebenso raffiniert wie effektiv: Mit Falschbeweisen sollen Pflegeleistungen die Sozialversicherungen für nie geleistete Dienste in Rechnung gestellt haben. Das Bundeskriminalamt und das Landkriminalamt (LKA) NRW haben nun im Rahmen der Bekämpfung der organisierten Verbrechen in der Krankenpflege einen Schlussbericht erstellt, der unter anderem der "Welt" zur Verfügung steht.

Dem Bericht zufolge sollen 230 Pflegeeinrichtungen mit russisch-urasischem Migrationshintergrund ein landesweites Netz geschaffen haben, an dem auch Patientinnen und Ärzte mitwirken. Dem Untersuchungsbericht zufolge soll auch das Betrugsgeschäft in der Krankenpflege florieren, weil es innerhalb der verschlossenen Migrantengruppe der in Eurasien geborenen Menschen betrieben wird. Auch für Ludger Reisse, den Vorsitzenden des nordrhein-westfälischen Pflegeverbandes, ist der Vorgang ein Image-Gau, weil er eine ganze Industrie ungerechtfertigt in Misskredit bringt.

"Wir haben vor allem leistungsfähige Pflegeleistungen, die unter nicht sehr günstigen Voraussetzungen vorbildlich sind. Eine genauere Überprüfung der Leistungserbringer als bisher, etwa durch den ärztlichen Service der Kassen, halte er für wenig aussagekräftig. Und auch Anke Willers-Kaul, stellv. Geschäftsführende Direktorin des Verbandes der Freien Ambulanten Pflege Nordrhein-Westfalen, erkennt die Notwendigkeit einer stärkeren Überwachung der Pflegeleistungen nicht.

"Sie zeichneten sich nicht dadurch aus, dass sie schlecht arbeiteten oder Unterlagen nicht reinhielten, sondern weil sie große Summen bewegten", sagt er. Im Pflegesystem lief alles von aussen rein und war daher für die Kontrollstellen schwierig zu beschweren. Willers-Kaul: "Um diese kriminellen Gangs zu fangen, muss man anderswo anfangen.

Die Regierungen von Land und Land würden es "zu einfach für die organisierte Pflegekriminalität" machen. Grundsätzlich rät Ludger Rissa, sich die Anbieter genauer anzuschauen. Auch Willers-Kaul rät, sich die Unternehmensbewertungen anzuschauen und wie lange das Unternehmen schon am Aktienmarkt ist. "Die Mundpropaganda im Besonderen ist oft sehr informativ", sagt er. Willers-Kaul: "Die Wahl eines Pflegedienstes ist Vertrauenssache."

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