Ambulante Pflege zu Hause

Bei der häuslichen Pflege braucht es viele helfende Hände

Ambulante Pflege zu Hause ist für die große Mehrheit der Senioren, Kranken oder Behinderten in Deutschland angenehme Realität. Bei rund drei Millionen Pflegebedürftigen gibt es bei Weitem nicht genug Heimplätze für alle. Durch das Zusammenspiel vieler Kräfte genießen drei Viertel der Pflegefälle eine Versorgung im vertrauten Zuhause. Schon diese Statistik zeigt, dass die Betreuung in den eigenen vier Wänden nicht nur wohlhabenden Senioren offensteht.

Fachpersonal für die medizinische Behandlungspflege

Pflege zu Hause

Mobile Dienste kümmern sich mit examinierten Fachkräften um die ambulante Pflege zu Hause, soweit es Tätigkeiten aus dem Bereich der medizinischen Behandlungspflege sind. Zur Sicherheit der Klienten dürfen Arbeiten wie Wundversorgung, Injektionen und Infusionen sowie das Messen von Blutwerten nur von qualifiziertem Personal ausgeführt werden. Zudem muss eine ausreichende Verständigungsmöglichkeit gegeben sein. Ausländische Pflegekräfte erfüllen diese Voraussetzungen oft nicht. Selbst wenn sie einen Abschluss in einem Pflegeberuf nachweisen können, wird dieser in Deutschland wegen der fehlenden Sprachkenntnisse nicht anerkannt. Fachkräfte sind also rar und entsprechend teuer. Die Pflegedienste kommen deshalb nur für kurze Zeitspannen ins Haus, vielleicht nicht einmal jeden Tag. Die Abrechnungsvereinbarungen mit den Pflegekassen sehen kurze Richtzeiten für die jeweiligen Leistungen vor – Pflege erfolgt also im Minutentakt nach der Stoppuhr.

Ambulante Pflege zu Hause
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Mobile Dienste kümmern sich mit examinierten Fachkräften um die ambulante Pflege zu Hause, soweit es Tätigkeiten aus dem Bereich der medizinischen Behandlungspflege sind.

Faire Entlohnung je nach Tätigkeit

Die Versorgung des Haushalts und die allgemeine Betreuung des Seniors können ambulante Pflegedienste nicht leisten. Fachkräfte wären nicht nur überqualifiziert, sondern auch schlicht viel zu teuer. Angehörige springen in die Bresche, sind aber durch räumliche Distanz, Beruf und Familie nicht in der Lage, eine notwendige Vollzeitbetreuung sicherzustellen. Ehrenamtliche Seniorenbegleiter sind wichtige und verlässliche Ansprechpartner, wenn es um Tagesstruktur und angenehm verbrachte Freizeit geht. Sie sind aber nicht dafür da, die Wohnung zu putzen oder regelmäßig bei der Körperhygiene zu helfen. Die Lücke in der häuslichen Pflege füllen Haushalts- und Pflegehilfen aus Osteuropa. Ihre Beschäftigung über Ländergrenzen hinweg ist innerhalb der EU unbürokratisch und legal. Das unterschiedliche Lohnniveau führt zu einem gut funktionierenden Arbeitsmarkt. Für unsere Verhältnisse arbeiten die Frauen aus Polen, Tschechien, Rumänien usw. trotz des gesetzlichen Mindestlohns für wenig Geld, aus ihrer Sicht sind die Arbeitsbedingungen in Deutschland gut und die Bezahlung hat in der Heimat eine hohe Kaufkraft.

Pflegeagenturen haben das nötige Know-how

Pflegevermittler vor Ort können dank ihrer Kontakte in die Heimatländer der Pflegerinnen nicht nur passende Personalvorschläge machen. Sie beraten auch im Vorfeld über die zu beauftragenden Leistungen, formulieren die Verträge und kümmern sich um Details wie Abholung der Pflegehilfe vom Bahnhof, Unterbringung möglichst im Haushalt des Gepflegten, Lohnabrechnung und Urlaubsvertretung. In die Tagessätze ab etwa 60 Euro für eine Betreuung rund um die Uhr ist die Vermittlungsgebühr meist bereits eingerechnet.

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