Angehörige Demenzkranke

Verwandte Demenzkranke

Deshalb brauchen nicht nur Menschen mit Demenz, sondern auch ihre Angehörigen Unterstützung und Hilfe. Unterkünfte, in denen Angehörige und Menschen mit Demenz willkommen sind. Dies gilt für Patienten und Angehörige. Das Angebot für Menschen mit Demenz und Fürsorge. Tips für Angehörige von Demenzkranken.


24 Stunden Pflege

Landesschutzprogramm Demenzdienst Nordrhein-Westfalen

Manche Menschen würden gerne mit ihren demenzkranken Verwandten in den Ferien fahren, wollen aber in dieser Zeit kompetent unterstützt und begleitet werden. Nachfolgend sind die Anschriften von Betrieben aufgeführt, die Ferien für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige bereitstellen. Mittlerweile gibt es auch Kliniken, die sich auf die Therapie von Menschen mit Demenzerkrankungen spezialisieren.

Im Regelfall wird die Zulassung von einem Verwandten begleitet. Zur Behandlung gehören sowohl Einzelbehandlungen für den Patienten als auch für seine Familienangehörigen. Es besteht die Möglichkeit der Kostendeckung durch die Krankenkasse; die Kurbetriebe informieren Sie hierüber. Der Überblick beruht auf Untersuchungen des Demenz-Service-Centers Düsseldorf (www.alzheimerinfo.de) und des Informations- und Koordinationszentrums.

Familienmitglieder möchten Wohngemeinschaften für Demenzkranke haben

In Deutschland gibt es zurzeit rund 1,6 Mio. Menschen mit Altersdemenz - in 30 Jahren könnte es das Doppelte sein. Mit der Gesundheitsreform hat sich die Versorgung von Demenzpatienten verbessert. Eine Befragung ergab jedoch, dass sich viele Angehörige weiterhin mit Sorgfalt überhäuft sehen. Verwandte sind oft mit der Fürsorge wahnsinniger Familienangehöriger ausgelastet.

Zu diesem Ergebnis kommt der neue Pflegebericht der DAK-Gesundheit. Sieben von zehn Teilnehmern stehen am Ende ihrer Zeit. Von zehn Verwandten verlangen neun mehr Hilfe - vor allem in finanzieller Hinsicht. 60 Prozent erwarten mehr Selbsthilfe für sich und ihre verrückten Familienangehörigen, 42 Prozent mehr Informationsangebot. Einer von drei Betreuern erhofft sich mehr Hilfe von Freiwilligen und erschwingliche Wege, um Hilfe von Privatpersonen zu erhalten.

Doch mehr als 80 % aller Teilnehmer möchten auch mehr Wertschätzung für Angehörige und mehr Selbstachtung. Der Sturm fordert, dass die Erkrankung als gesellschaftliche Gegebenheit akzeptiert wird und dass man lernt, die Betroffenen und ihre Persönlichkeiten zu respektieren: Fast jeder vierte Bundesbürger hat bereits Angehörige mit demenziellen Erkrankungen mitgenommen. Laut Umfrage lebten gut zwei Drittel der Demenzkranken in ihren eigenen vier Wänden.

Ein gutes Drittel der Demenzkranken hält den familiären Hausstand für den besten Platz für Menschen mit demenzkrankheiten. Die Grenze zwischen Ambulanz, Altenpflege und Pflegeheim wird durchbrochen. Vor allem in städtischen und ländlich geprägten Gebieten könnte dies die Krankenpflege stärken. Davon profitieren sowohl der Patient als auch seine Verwandten. Aber auch die Bewertung der Patientenzahlen im DAK-Bericht zeigt Handlungsbedarf: Nahezu alle Demenzkranken (95 Prozent) werden zumindest einmal im Vierteljahr nach der Diagnosestellung von einem Arzt versorgt.

Dreiviertel von vier müssen ein Jahr nach der Diagnosestellung ins Spital - bemerkenswert oft aufgrund von Flüssigkeitsdefiziten, Oberschenkelbrüchen oder Depressionen. Die Studienautorin Klie sieht darin einen Anhaltspunkt dafür, dass die Betreuung von Demenzkranken nicht ideal ist. Laut Klie werden knapp zwei Dritteln der anfänglichen Demenzdiagnose nicht auf der Grundlage angemessener Richtlinien durchgeführt. Der Pflegebericht befasst sich neben der Relevanz für die Betroffenen und ihre Angehörigen auch mit dem Einfluß von Demenzen auf das Gesundheitssystem:

Der Studie zufolge werden sich die Ausgaben für einen Kranken- und Pflegeversicherten nach einer Demenzerkrankung um 89% erhöhen. Nach Angaben der DAK liegt der Durchschnitt im Jahr vor der Diagnosestellung bei 12.800 und im Jahr danach bei 24.100 EUR.

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