Ausländische Altenpfleger

Fremdsprachige AltenpflegerInnen

Bei der Suche nach ausländischer Pflege gab es für Sie sogar mehr als doppelt so viele Altenpflegerinnen wie der ZAV. Die ausländischen Zeugnisse müssen von der jeweiligen Schulaufsichtsbehörde anerkannt werden. Ziel ist es, Krankenschwestern und Altenpfleger aus dem Balkan, Nordafrika und den Philippinen anzusprechen. In Deutschland wird dies als Modell für die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte dienen. Zeugniskopien (für ausländische Zertifikate.

Verzweifelte Suche nach ausländischem Pflegepersonal

Die Lücke kann noch mit ausländischem Pflegepersonal geschlossen werden, aber Vertreter des Vereins mahnen vor Täuschungen. In Deutschland gibt es nach ersten Angaben des Bundesgesundheitsministeriums rund 3,3 Mio. Menschen, die pflegebedürftig sind. Aber die Betreuer dafür fehlt - schon heute. Nach Angaben der Agentur für Arbeit gingen im Monat März 2017 nur 3.000 registrierte arbeitslose Altenpflegekräfte aus 14.600 freien Fachkräften hervor.

In den nächsten acht Jahren erwartet die Deutschen Patientenschutzstiftung, dass 200.000 hauptamtliche Mitarbeiter in der Krankenpflege ausfallen werden. Laut einer vom Institut für Arbeitsmarkt- und Sozialforschung herausgegebenen Untersuchung verdienen Vollzeit-Fachkräfte in der Seniorenpflege durchschnittlich 16% weniger als der Durchschnittswert aller Mitarbeiter mit 2.621 EUR Bruttomonat.

Schlimmer noch ist die Situation für Altenpflegerinnen und Altenpfleger, die keine 3-jährige Berufsausbildung absolviert haben: Im Deutschlandfunk spricht die Sozialforscherin Cornelia Heinze von einem "Pflexit", von einer "Abwanderung aus der Betreuung derer, die hier geschult wurden, ins Ausland, wo die Bezahlung besser ist, wo das Personal besser ist, vor allem nach Österreich, in die Schweiz, aber auch in die nordischen Staaten.

"Als Reaktion auf den Arbeitskräftemangel suchen Pflegeinstitutionen in Deutschland zunehmend junge Menschen in jenen Staaten, in denen die Einnahmen im Pflegesektor wesentlich niedriger sind als in Deutschland oder wo die Arbeitslosenquote hoch ist, in Mittelosteuropa, Osteuropa und auf dem Balkan, aber auch auf den Philippinen. In der Industrie gehen die Auffassungen über ausländisches Pflegepersonal auseinander.

Der Vorstandsmitglied des Spitzenverbands der Krankenkassen, Gernot Kiefer, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" im Jänner, er sieht "großes Potenzial, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einzubeziehen", beschränkte sich aber: "Ich denke, wer meint, dass die Probleme des Betreuungsbedarfs in Deutschland im Grunde durch den Einsatz von Arbeitskraft gelöst werden können, ist einfältig.

"Auch Franz Wagner, Vorsitzender des Pflegeausschusses, hält nur eine leichte Befreiung von Ausländern für möglich. Andererseits sagt die Pflegeheimleitung, dass es keinen Weg ohne ausländische Mitarbeiter für die nächste Generation gibt. Das Altenpflegesystem wäre ohne Krankenschwestern aus Osteuropa längst zerbrochen. Ausserdem hat er die Frage in einen parteipolitischen Kontext gestellt, als er sagte, dass die Pflegebedürftigkeit auch von Seiten, die immer wieder gegen ausländische Personen hetzen, im Auge behalten werden sollte.

Nun will die Große Koalition im Falle ihrer Entstehung in einem Notprogramm 8.000 neue Arbeitsplätze in der Krankenpflege entstehen lassen. Auch im Deutschlandfunk sagte er: "Wir wissen, dass es schwer sein wird, diese 8000 Positionen zu vergeben, weil wir die Menschen zuerst haben müssen. "Die zukünftige Regierungskoalition will aber etwas dagegen tun: "Indem sie die Arbeiter besser entlohnt, Stress und Schichtarbeit verringert, wird es auch für diese Jobs Anträge gibt.

"Weder kurz- noch langfristig sollte dies ohne zusätzliches Pflegepersonal aus dem In- und Ausland denkbar sein. Besonders bei älteren, teils verrückten, teils verlassenen Menschen ist die Verständigung besonders gefragt. Zudem werden ausländische Diplome in Deutschland nicht immer erkannt oder sind für eine Beschäftigung nicht ausreichend. Der Verhandlungsführer der EU in den Koalitionsgesprächen, Karl-Josef Laumann, engagiert sich besonders für die Akzeptanz von ausländischen Abschlüssen in diesem Gebiet, da er sich des Personalmangels bewusst ist und die Frage der Betreuung für beide Partner der Koalition von Bedeutung ist.

Bei Defiziten in der Qualifizierung von ausländischen Krankenschwestern und Krankenpflegern soll dies jedoch durch ein Modellprojekt in Dortmund ausgeglichen werden. Die Katholische Hochschule für Gesundheit und Krankenpflege führt seit April 2017 in Absprache mit dem Ministerium für Gesundheit ein Nachqualifizierungsprojekt für ausländisches Pflegepersonal durch. Es gibt auch einen Sprachkurs mit Fachvokabular für Krankenpflege.

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