Ausländische Pflegekräfte Legal

Pflegekräfte aus dem Ausland legal beschäftigen

Ausländische Pflegekräfte sind legal in Deutschland zu beschäftigen – und dank der offenen Grenzen für Dienstleistungen und Arbeitnehmer ist das innerhalb der EU-Staaten sogar sehr einfach und ohne bürokratische Hürden möglich. Niemand ist auf Schwarzarbeit angewiesen, wenn er eine Polin, Rumänin oder andere ausländische Pflegerinnen einstellen muss, um eine Einweisung ins Heim zu vermeiden.

Arbeiten im EU-Ausland ist so einfach wie zuhause

Pflege zu Hause

Theoretisch können Menschen beliebiger Nationalität in Deutschland arbeiten. International spricht man bereits von Migrant Care Workers, also von Pflegekräften mit Migrationshintergrund, die den Pflegenotstand in den alternden Bevölkerungen der westlichen Industrienationen lindern. Migration bedeutet aber, dass für eine Übersiedlung nach Deutschland ein Aufenthaltstitel und eine Arbeitserlaubnis erforderlich sind. Solche Umstände braucht es innerhalb der EU nicht, denn es gelten Dienstleistungsfreiheit, Arbeitnehmer-Freizügigkeit und die Möglichkeit zur Entsendung von Arbeitnehmern an einen Arbeitsplatz im Ausland.

Sind ausländische Pflegekräfte legal?
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Die europäische Dienstleistungsfreiheit erlaubt selbstständigen Pflegekräften aus dem Ausland, legal ihre Dienste in Deutschland anzubieten.

Selbstständige Tätigkeit mit Kostenvorteilen und rechtlichen Risiken

Die europäische Dienstleistungsfreiheit erlaubt selbstständigen Pflegekräften aus dem Ausland, legal ihre Dienste in Deutschland anzubieten. Sie sind dann keine Arbeitnehmer, sondern üben ihre Tätigkeit auf Basis eines Dienstleistungsvertrages aus. Die Gestaltung eines solchen Vertrags ist bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit frei. Es gelten keine Mindestlöhne und keine Höchstarbeitszeiten, es gibt keinen Arbeitgeber, der für Steuern oder Sozialversicherung zuständig wäre. So erklärt sich, dass die selbstständige Pflegerin den günstigsten Preis anbieten kann – mit rund 1.700 Euro im Monat muss man für eine Vollzeitpflege rechnen. Selbstständige ausländische Pflegekräfte sind legal, allerdings nutzen sie eine rechtliche Grauzone. Wo es keinen Arbeitgeber gibt, gibt es auch niemanden, der ihnen gegenüber weisungsbefugt wäre. Arbeiten sie dennoch nach Weisung, liegt Scheinselbstständigkeit vor. Da es sich in Wahrheit um ein Arbeitsverhältnis handelt, drohen dem Auftraggeber böse Konsequenzen: Nachzahlung von Lohn und Sozialabgaben, schlimmstenfalls sogar eine Strafverfolgung.

Arbeitnehmer-Entsendung wird beiden Seiten gerecht

Rechtlich sicherer, aber auch etwas teurer ist die Beschäftigung von Pflegekräften aus dem Ausland legal als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer. Sie genießen dann den kompletten deutschen Arbeitnehmerschutz wie inländische Kräfte. Entweder werden sie vom Haushalt des Pflegebedürftigen direkt angestellt, das ist ab etwa 2.100 Euro im Monat möglich. Oder es wird ein Pflegedienst in der Heimat der Pflegerin zwischengeschaltet, das spart wegen der geringeren Lohnnebenkosten rund 100 Euro. Dieses Entsendungsmodell wird nicht nur wegen der niedrigeren Kosten gern gewählt. Es entlastet den Auftraggeber nämlich außerdem von den Pflichten eines Arbeitgebers wie Abführung von Steuern und Sozialabgaben und der Dokumentation von Arbeitszeiten als Nachweis für den Mindestlohn und die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. Die Einschaltung einer Vermittlungsagentur kostet zwar extra, bringt aber weitere Vereinfachungen wie die Auswahl seriöser Vertragspartner und die Abwicklung mit einem deutschsprachigen Kontakt vor Ort.

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