Betreuer für Senioren

Faire Preise für Seniorenbetreuung

Betreuer für Senioren arbeiten häufig ehrenamtlich. Oft sind sie selbst Menschen im Rentenalter, die nach einer sinnvollen Aufgabe suchen, dadurch fit bleiben und unter Leute kommen. Sie sind zur Stelle, wenn keine Angehörigen existieren oder diese weit entfernt wohnen. Ein Seniorenbetreuer gibt dem Alltag Struktur, und selbst wenn er nur für eine Stunde am Tag kommt, ist das ein Ankerpunkt, auf den sich der Betreute verlassen und Vorfreude empfinden kann. Mit Pflege hat das aber nichts zu tun.

Pflegeleistungen sind harte Arbeit, physisch und psychisch, die angemessen bezahlt werden muss. Dennoch ist eine Unterstützung für pflegende Angehörige auch für Normalverdiener erschwinglich, und eine stationäre Heimunterbringung lässt sich vermeiden.

Abgrenzung zwischen Behandlungspflege und Grundpflege

Pflege zu Hause

Ist eine medizinisch geprägte Behandlung des Pflegebedürftigen erforderlich, beispielsweise Wundversorgung, Verbandswechsel, Messen von Blutwerten, muss dafür ein Pflegedienst das Personal stellen. Es verfügt über die entsprechende Qualifikation und darf deshalb solche Tätigkeiten übernehmen. Pflegehilfskräften, die häufig aus Osteuropa nach Deutschland kommen, fehlen entweder die Berufsabschlüsse oder die Sprachkenntnisse. Sie dürfen deshalb nur Tätigkeiten der Grundpflege übernehmen, also zum Beispiel Körperhygiene, Ankleiden und Mobilitätsunterstützung. Das Arbeitsgebiet wird im Normalfall auch um Aufgaben in der Haushaltsführung ergänzt, also Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen und dergleichen. Je nach Vertragsmodell ist eine solche Unterstützung bei Vollzeitpflege ab etwa 1.700 Euro im Monat zu haben.

Betreuer für Senioren
1/1

Betreuer für Senioren arbeiten häufig ehrenamtlich.

Arbeitszeitmodell rechtskonform planen

Bei einer Beschäftigung von Pflegehilfen als Arbeitnehmerinnen in Deutschland gelten deutsche Arbeitsgesetze. Das verhindert ein einseitiges Ausbeuten billiger Arbeitskräfte. Egal welcher Nationalität, es wird als Untergrenze der gesetzliche Mindestlohn gezahlt. Das ist nicht weiter problematisch. Zu beachten ist aber eine passende Gestaltung der Arbeitszeit. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt im Ausnahmefall zehn Stunden täglich, aber nicht mehr als 48 Stunden in einer Sechs-Tage-Woche. Außerdem ist eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen dem Arbeitsende und dem Beginn am nächsten Tag vorgeschrieben.

Die Betreuer wechseln sich ab

Eine Vollzeitpflege lässt sich trotzdem ohne komplizierten und teuren Schichtplan aufrechterhalten. Hier kommen medizinisches Pflegepersonal, Betreuer für Senioren und Angehörige ins Spiel. Sind sie im Einsatz, hat die Pflegehilfe Pause. Ein praktisches Beispiel: Einen gemeinsamen Spaziergang kann auch der Betreuer mit dem Senior unternehmen – hier reichen eine Beaufsichtigung und eine Eingriffsmöglichkeit im Notfall. Während der Nachtruhe gibt es Bereitschaftszeiten, vielleicht sogar Rufbereitschaft, für die im Übrigen auch kein Mindestlohn fällig ist. Da die Pflegehilfe üblicherweise im Haushalt des Gepflegten wohnt, fällt die Organisation von Arbeits- und Ruhezeiten nicht schwer. Bei der konkreten Ausgestaltung helfen auch Pflegeagenturen, die viel Erfahrung mit verschiedenen Arbeitszeitmodellen in Abhängigkeit vom Pflegegrad und der Verfügbarkeit von Angehörigen besitzen.

Mehr zum Thema