Betreuerin aus Polen

Das Pflegeheim kann warten

Mit einer Betreuerin aus Polen lässt sich der Ruhestand auch bei körperlichen Einschränkungen oder verminderter geistiger Leistungsfähigkeit problemlos zu Hause genießen – das Pflegeheim kann warten. Dafür muss man kein Vermögen auf der hohen Kante oder eine fette private Zusatzrente haben. Polinnen und Frauen aus anderen osteuropäischen Ländern sind bekannt für liebevolle und zuverlässige Pflege zu einem sehr fairen Preis.

Deutlich längerer Rentenbezug

Pflege zu Hause

Auch wenn die Altersrente für die Jahrgänge ab 1964 regulär erst mit 67 Jahren beginnt, profitieren viele Senioren von einem deutlich längeren Ruhestand. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Bezugsdauer für die Altersrente um durchschnittlich vier Jahre verlängert. In der Zukunft ist mit weiter steigender Lebenserwartung zu rechnen. Die Kehrseite: Nicht jeder Senior genießt seinen dritten Lebensabschnitt bei guter Gesundheit. Drei Millionen Pflegebedürftige gibt es heute schon in Deutschland – Tendenz steigend.

Betreuerin aus Polen
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Vor allem Demenz-Erkrankungen sind auf dem Vormarsch.

Pflegereform unterstützt Demenz-Patienten

Vor allem Demenz-Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Trotz guter körperlicher Verfassung benötigen Senioren Aufsicht und Anleitung. Ihre Alltagskompetenz ist durch geistige Beeinträchtigungen und kognitive Defizite eingeschränkt. Die Anfang 2017 in Kraft getretene zweite Stufe der Pflegereform berücksichtigt diese Entwicklung. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. Bei der Umstufung werden Demenzkranke automatisch um einen Pflegegrad höher eingestuft, und auch bei neuen Fällen bedeuten eingeschränkte soziale Kontakte und Kommunikationsmöglichkeiten einen höheren Pflegegrad. Dadurch steht Demenz-Patienten mehr Geld für die Pflege zur Verfügung.

Pflegegeld und Sachleistungen sinnvoll kombinieren

Wird ein Senior zu Hause gepflegt, gibt es bei anerkanntem Pflegegrad Leistungen der Pflegekasse. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Sachleistungen, die ein ambulanter Pflegedienst abrechnen darf, und Pflegegeld zur freien Verfügung. Die beiden Leistungsarten schließen sich nicht aus, sondern können sachgerecht kombiniert werden. Benötigt ein Pflegedienst beispielsweise für kleinere Arbeiten der medizinischen Behandlungspflege nur 20 % des Sachleistungs-Budgets, besteht weiterhin ein Anspruch auf 80 % des Pflegegeldes. Angehörige können es nehmen und wegen der Pflege ihre Arbeitszeit im Hauptberuf reduzieren. Wirtschaftlich mehr Sinn macht es aber, eine Betreuerin aus Polen anzustellen, die dieselbe Arbeit für wesentlich weniger Geld verrichtet als der Einkommensausfall der Verwandten. Von einer Ausbeutung ausländischer Arbeitnehmerinnen kann dennoch keine Rede sein. Sind sie angestellt – egal ob im deutschen Haushalt oder über einen Pflegedienst in ihrer Heimat – gilt für sie der deutsche Arbeitnehmerschutz, also zum Beispiel Mindestlohn und Mindesturlaub. Bei den Arbeitszeiten ist das Arbeitszeitgesetz zu beachten. Es sieht zwar grundsätzlich Höchstarbeitszeiten pro Tag und Woche, Pausen und längere Ruhephasen vor. Jedoch besteht für die Pflege in häuslicher Gemeinschaft eine Ausnahme. Meist wohnt die Pflegerin deshalb in der Familie ihres Klienten. Das schafft nicht nur Nähe und Vertrautheit, sondern macht die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften durch den fließenden Übergang zwischen Pflege, Bereitschaft und Ruhezeit einfacher.

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