Betreutes Wohnen in Familien

Familienunterstütztes Wohnen

Sind Sie offen für Menschen mit geistiger Behinderung? Das Betreute Wohnen in der Familie ist eine individuelle, ambulante Pflege- und Lebensform. Das Betreute Wohnen in Familien (BWF) ist eine Pflichtleistung im Rahmen des Programms. In der Vergangenheit wurde das betreute Wohnen in Familien auch als psychiatrische Familienpflege bezeichnet. NEU: Die Arkade bietet seit kurzem betreutes Wohnen für Familien (BWF) in Friedrichshafen an.

Betreute Wohnen in Familien

Unter Betreutem Wohnen in Familien (BWF) versteht man die Zulassung und langfristige Pflege einer geistig Behinderung in einer Gastgeberfamilie oder bei einer Person. Ein erfahrener Pädagoge steht der ganzen Gruppe als Kontaktperson für alle anfallenden Probleme und Fragestellungen zur Seite. Die Gastgeberfamilie bekommt eine feste monatliche Vergütung für Pflege und Unterstüzung.

Betreutes Wohnen in der Gastfamilie stellt im Bereich der Eingliederung von Menschen mit Behinderungen ein "Alleinstellungsmerkmal" dar: In keinem anderen Förderangebot gibt es einen Eingliederungsprozess in der Gemeinschaft ähnlich wie in einer Aufnahmefamilie. Die Eingliederung in eine solche Gruppe ermöglicht auch Menschen mit Behinderungen den Kontakt zu Angehörigen, Bekannten, Nachbarn und Kollegen.

Das Hauptproblem der Pflege liegt bei den Bürgern, die keine Spezialkenntnisse und eine entsprechend "professionelle Einstellung" haben. Die Tatsache, dass die Auseinandersetzungen nicht wie in einer Einrichtung artifiziell erzeugt werden, sondern die "normalen" Alltagsprobleme zusammen bewältigt werden, ist die normierende Wirkung des assistierten Wohnens in Familien, die die ideale Form der Milieutherapie ist.

Der wesentliche Unterscheid zwischen BWF und anderen Betreuungsangeboten besteht in der Einmaligkeit der betreffenden Gastgeberfamilie und der Nichtaustauschbarkeit der Familien. Die Lebensatmosphäre, der Alltag, die Lebensgewohnheiten und die Ansprüche der Familienmitglieder sind unterschiedlich. Um so besser ein Team von Fachleuten die Fähigkeit versteht, eine genaue Beurteilung der Person alität, der Manieren, der Offenheit und der verborgenen Erwartungshaltung der geplanten Partnerschaft zu geben, umso leichter ist es, für Menschen mit einer Behinderung individuelle geeignete Lebensräume zu entdecken.

Durch das Sozialisierungspotential von Familien kann BWF ein Weg für so genannte "junge Wilde" zu einem völlig selbst bestimmten Wohnen und Wohnen sein, das eine angemessene Zuflucht gibt. Vor dem Hintergrund der vorgesehenen rechtlichen Veränderungen, vor allem im Hinblick auf das Bundesbeteiligungsgesetz, sollte die BWF die einzig personenorientierte und selbstbestimmende Hilfen zur Teilnahme am sozialen Zusammenleben für einige schwerstbehinderte Geisteskranke sein.

Der Schwerpunkt liegt zwar verstärkt auf Aufnahmefamilien in der Akutmedizin, doch wird BWF noch vergleichsweise wenig für die Rehabilitierung junger Menschen mit chronischen Geisteskrankheiten eingesetzt. In Ravensburg zeigt sich, dass die Betreuung junger Kunden durch eine Gastfamilie, vor allem bei der Diagnose von psychischen Erkrankungen zu Kindheits- und Jugendbeginn sowie von Borderline-Persönlichkeitsstörungen, als Möglichkeit der sozialen Integration sinnvoll ist.

Es sollte daher Teil der standardmäßigen Bereitstellung von gemeindepsychiatrischen Netzwerksystemen sein und könnte das grundlegende Funktionsmodell der gemeindepsychiatrischen Betreuung durch universellen Einsatz bereichern. Im Geiste des Pioniers Gustav Kolb: "Familienpflege ist der richtige Weg, um einen neuen Spirit in ein veraltetes Unternehmen zu bringen. Konrad, M. (2013): Familienpsychiatrie - Historie und Grundlagen.

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