Betreuung zu Hause Kosten

Sinnvolle Arbeitsteilung ist der Schlüssel

Im Pflegefall ist für eine Betreuung zu Hause mit Kosten zu rechnen, die meist unter denen einer stationären Unterbringung liegen. Selbst wenn man unterschiedliche Leistungen der Pflegekasse berücksichtigt, bleibt in der Regel ein Vorteil für die häusliche Pflege. Ganz abgesehen von finanziellen Aspekten dürften auch die meisten Senioren und pflegebedürftig Kranken an einem Verbleib in der vertrauten Umgebung interessiert sein, wenn es denn medizinisch möglich ist. Die Verwandten haben die Qualität der Pflege sehr viel besser unter Kontrolle als in Heimen, in denen selbst die Prüfer von TÜV und Krankenkassen immer wieder schwere Pflegemängel feststellen müssen.

Sinnvolle Arbeitsteilung ist der Schlüssel

Pflege zu Hause

Kaum ein Angehöriger kann häusliche Pflege allein leisten. Verpflichtungen im Beruf und gegenüber der Familie stehen entgegen, oft verhindern räumliche Distanzen die Betreuung in der Familie. Körperliche und auch psychische Belastungen pflegender Angehöriger sind nicht zu unterschätzen. Immerhin sind Kinder meist auch schon im Alter 50+, wenn ihre Eltern Betreuung benötigen. Ambulante Pflegedienste übernehmen, soweit erforderlich, medizinische Aufgaben auch in häuslicher Umgebung. Sind Verwandte und Freunde nicht ausreichend verfügbar, bringen ehrenamtliche Seniorenbegleiter Abwechslung in den Alltag, machen Spaziergänge und besuchen mit dem Betreuten vielleicht sogar kulturelle Veranstaltungen. Es spricht nichts dagegen, dass die Ehrenamtler auch den einen oder anderen Einkauf erledigen. Eine komplette Haushaltsführung mit Putzen, Waschen und Kochen gehört aber ebenso wenig zu ihren Aufgaben wie die Grundpflege, also zum Beispiel Assistenz bei Körperpflege und Nahrungsaufnahme.

Betreuung zu Hause: Die Kosten
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Kaum ein Angehöriger kann häusliche Pflege allein leisten.

Haushaltsführung und Grundpflege sind die Domäne der Pflegehilfen

In den genannten Aufgabenbereichen sind Hilfskräfte aus Osteuropa für viele deutsche Haushalte erste Wahl. Die Betreuung zu Hause ist bei Kosten ab etwa 1.700 Euro monatlich für eine selbstständige Pflegerin durchaus erschwinglich. Zum Vergleich: Bei einem Heim-Aufenthalt sind unabhängig vom Pflegegrad rund 1.600 Euro monatlich als Zuzahlung für nicht pflegebedingte Kosten fällig, also hauptsächlich für Unterbringung und Verpflegung. Der genannte Betrag gilt allerdings nur für Freiberufler – sie sind für ihre Sozialversicherung selbst verantwortlich, und es gilt keinerlei Arbeitnehmerschutz. Zudem besteht die Gefahr, dass das Dienstverhältnis rückwirkend als scheinselbstständig eingestuft wird und damit nachträglich erhebliche Kosten und juristischer Ärger entstehen. Wer auf Nummer Sicher gehen und gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen für seine Pflegekraft beispielsweise aus Polen, Ungarn oder Rumänien garantieren will, wählt eine abhängige Beschäftigung mit vollem Arbeitnehmerschutz. Das geht ab etwa 2.000 Euro pro Monat.

Pflegeagenturen machen konkrete Personalvorschläge

Der Kontakt zu osteuropäischen Pflegediensten wird durch deutsche Vermittlungsagenturen hergestellt. Seriöse Agenturen machen erste Personalvorschläge kostenlos und unverbindlich. Die Pflegehilfen bleiben meist zwei bis drei Monate in Deutschland. Die Agentur sorgt dafür, dass sich möglichst vertraute Gesichter abwechseln und der Pflegebedürftige nicht mit ständig neuen Betreuern konfrontiert wird. Teil der Beratung sind auch Finanzierung der Pflege über Pflegegeld oder private Vorsorge, Kündigungsfristen sowie das Ruhen der Pflege während einer möglichen teil- oder vollstationären Versorgung.

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