Betreuungskonzept Demenz

Demenzpflegekonzept

Pflegekonzept für Heimbewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Soziale Betreuungsangebote erfüllen die spezifischen Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen (z.B. Bewohner mit Demenz). Sehr viel Pflege - Menschen mit Demenz brauchen spezielle Pflegekonzepte.


24 Stunden Pflege

Die ASB-Einrichtung in Karben sah sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die Zahl der demenzkranken Bewohner zunimmt.

Pflegekonzept für Demenzpatienten - Info-Portal

"Es ist unser Anliegen, vor allem für Menschen mit Demenz unterschiedliche Lebensumgebungen zu schaffen. Dazu gehören sowohl das Betreuungskonzept und die Personalstruktur als auch die Gestaltung von Räumen, Farben und Licht im entsprechenden Wohnumfeld. "Die zentrale Fragestellung für uns lautet: Was benötigen Menschen mit Demenz in ihrer Lebenssituation? Und wie können wir Menschen, die nur im Liegen am besten mitmachen können, am besten untermauern?

Menschen mit und ohne Demenz werden gemeinsam in unterschiedlichen Lebensbereichen betreut. Lediglich in einem einzigen Wohngebiet, der Ark, gibt es bereits Demenzen. Eine Demenz beeinflusst die psychische Leistung. Demenzerkrankte Menschen sind daher immer weniger in der Lage, ihr eigenes Schicksal zu gestalten, bis sie vollständig auf externe Unterstützung angewiesen sind. Rund zwei Drittel der Demenzkranken werden von Verwandten zu Hause betreut.

Das ist keine optimale Problemlösung - sowohl für die Anwohner als auch für das Pflegepersonal. Die eine der an Demenz erkrankten Frauen nahm ihren Zahnersatz aus dem Maul und legte ihn auf den Esstisch. "Im Alltagsleben brauchen Menschen mit Demenz eine andere Betreuung und mehr Aufmerksamkeit." Krankenschwestern, die nicht besonders im Bereich des Umgangs mit Menschen mit Demenz ausgebildet sind, sind oft zu stark belastet.

"Wir erkannten einmal, dass dies nicht mehr möglich war und wir uns ganz anders auf die wachsende Anzahl von Menschen mit Demenz und deren Bedürfnissen einzustellen hatten", sagt Pflegerin Aleksandra Bach. 2. Er vermutet, dass sich das Leben von Menschen mit Demenz ständig ändert. Zunehmende Apathie und Rückzug aus gesellschaftlichen Beziehungen in der 1. und in der 1.

In dieser ersten Zeit zum Beispiel verliert der Mensch oft den Gesprächsführer, es fehlt ihm an den richtigen Worten, er kann den Inhalt eines Gespräches nicht mehr begreifen oder einen sinnvollen Bezug zu ihm herstellen. Die" Life World 2" bezeichnet er als eine kognitive ziellose Erlebniswelt, in der Menschen bereits einen Großteil ihrer Alltagskompetenzen eingebüßt haben und kaum noch in der Lage sind, zu abstrahieren und zu agieren.

Bei vielen Demenzkranken zeigt sich in diesem Umfeld ein so genanntes Migrationsverhalten: Denn Menschen mit Demenz betreten die dritte Dimension, die kognitive Abwehrlosigkeit. Die Kommunikation ist nicht mehr möglich und Gesten und Gesichtsausdrücke können nur von geschultem Fachpersonal wiedergegeben werden. Menschen in der dritten Lebensphase sind völlig auf die Unterstützung des Pflegepersonals angewiesen. 2.

Nach dem 3-Welt-Prinzip wird es 3 verschiedene Lebensräume für Menschen mit Demenz geben: Menschen mit beginnender Demenz wohnen in der schönen Holzer Heide in Wohngemeinschaften zusammen. Life World 2 richtet sich an Menschen, deren Demenz bereits weiter entwickelt ist und die ein Migrationsverhalten aufweisen, d.h. rastlos umherlaufen oder auswandern. Das Pflegepersonal ist besonders darauf trainiert, mit Menschen mit Demenz zu sprechen und ihre Angst und Befürchtungen trotz der sehr begrenzten Möglichkeiten des mündlichen Ausdrucks zu mildern.

Entspricht Life World 3, werden in der Sonneallee kleine Oasen der Fürsorge geschaffen, in denen Menschen, die nur im Liegen am Alltag teilhaben können, den Tag und die ganze Nacht miteinander verbracht werden können. Hier ist die Betreuungsintensität am höchsten, da die Menschen völlig auf Unterstützung angewiesen sind. Es ist jedoch noch ein weiter Weg, bis die Wohnräume, einschließlich der organisatorischen Struktur, wirklich an die Wohnwelten angepasst sind.

"Vor sechs Jahren haben wir unsere ersten Gedanken in einer Ideenschmiede entwickelt", sagt Pflegedienstleiter Thomas Becker. Allerdings wird das Projekt erst Ende des Jahres fertiggestellt sein. Eine so große Änderung kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir alle daran arbeiten - und wenn alle dahinter stehen", sagt Facility Manager Dr. Becker. Deshalb werden bereits jetzt mit den Mitarbeitern GesprÃ?che gefÃ?hrt, um sie je nach Qualifikation und WÃ?nschen in ihr zukÃ?nftiges Umfeld einzuordnen und bei Bedarf auszustatten.

Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern wird von Anfang an darauf geachtet, welche Bedürfnisse in welchem Umfeld später bestehen - und wer für sie in Frage kommt. "So will oder kann nicht jeder mit Menschen mit schwerer Demenz zusammenarbeiten, sondern arbeitet gerne im Umfeld der schönen Holzer Heide und hilft den Menschen, ihren Lebensalltag zu meistern", sagt der Leiter der Wohnanlage, Herr Dr. med. Marco Hammann.

Die Konzeption wird aus der Perspektive der Anwohner und nicht mehr, wie viele der klassischen pflegerischen Konzepte, aus der Perspektive der Außenwelt verfasst. Laut Innenarchitekt Martin Müller wird die Umsetzung in die Wohnwelten zu mehr Freude für alle Beteiligten beitragen. "Das Wichtigste für uns ist, dass wir Menschen mit Demenz bestmöglich betreuen und so persönlich wie möglich auf ihre Wünsche reagieren können", sagt er.

Das Wohnkonzept wird nach Einschätzung von Herrn Müller in etwa 3 bis 4 Jahren umsetzbar sein.

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