Betreuungsrecht bei Demenz

Recht auf Pflege bei Demenz

Einer der Gründe dafür ist ihre Demenz oder ihre Diabetes und Herzkrankheit. Die Frage, wer die Entscheidungen trifft, wenn es nicht mehr möglich ist, eigenverantwortlich zu handeln, beantwortet das Fördergesetz. Demenz ist neben Depressionen eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. psychische (z.B.


24 Stunden Pflege

dauerhafte psychische Beeinträchtigungen durch psychische Erkrankungen, Alzheimer-Demenz) Behinderungen.

Aufsichtsrecht - wenn Pflichtbehandlung erlaubt ist

Eine medikamentöse Therapie kann prinzipiell nur dann erfolgen, wenn der Patient damit einverstanden ist. Auch hat jeder das Recht, eine medikamentöse Therapie abzulehnen - auch wenn sie ihm das Leben rettet. Ausnahmsweise sind aber auch Therapien gegen den Wunsch des Kunden zulaessig. Erfolgt die Therapie gegen den Wunsch des betreffenden Pflegebedürftigen, wird sie als "Zwangsbehandlung" bezeichnet.

Weil dies das Selbstbestimmungsrecht weitgehend beeinträchtigt, müssen die Rechtsvorschriften präzise definiert und auf wenige Ausnahmefälle beschränkt werden. Eine Gesetzeslücke hat der Gesetzgeber Anfang 2013 gefüllt und das Pflegegesetz geändert: Im § 1906 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wurden Vorschriften für die obligatorische Behandlung von gesetzlich beaufsichtigten Menschen eingeführt.

Kubat hat eine Nierenkrankheit, die in Zukunft eine regelmässige Nierendialyse erfordert. Aufgrund von Demenz hat er bereits einen gesetzlichen Vormund, zu dessen Pflichten auch die Gesundheitsversorgung gehört. Kubat kennt die komplexen Beziehungen zwischen Krankheit und Nierenversagen nicht mehr im Detail. Eine solche Therapie verweigert er. Die Frage ist, ob die lebensnotwendige Blutwäsche noch möglich ist.

Wäre Kubat vor seiner Demenz seinen Behandlungswillen bestimmt gewesen, wäre dies eine Priorität für den Rechtsberater gewesen. Im Prinzip muss der Wunsch von Kubat trotz seiner Demenz berücksichtigt werden. Die bloße Anwesenheit von Demenz heißt nicht zwangsläufig, dass er der ärztlichen Versorgung nicht zustimmen kann.

Beachten Sie auch hier die zu erwartenden Vorteile der Therapie überwiegen die Nachteile. Zudem muss die Zustimmung des Rechtsberaters zur obligatorischen Therapie immer vom Beratungsgericht bestätigt werden. Herr Kubat hat die Bedingungen erfüllt und die Möglichkeit einer reinen medizinischen Therapie ist ausgeschöpft.

Sollte die Blutwäsche nicht bald beginnen, ist mit einem schweren Herzinfarkt zu rechnen. 3. Allerdings gibt es eine Therapie, die Kubat über viele Jahre hinweg mit seiner Nierenkrankheit zurechtkommt. Es ist jedoch fraglich, dass die Gesetzeslage eine obligatorische Therapie nur unter den Bedingungen der simultanen Krankenhausbehandlung nach 1906 Abs. 1 und 3 BGB zulässt und nicht in der Ambulanz.

Für die Durchführung der Behandlung von Herrn Kubat muss überprüft werden, ob die ebenso hohen Anforderungen an die Unterkunft erfüllt sind. Im Bedarfsfall kann es notwendig sein, das Gesetz erneut zu ändern, so dass die obligatorische Behandlung auch auf ambulanter Basis erfolgen kann.

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