Demenz Erkrankt

Krankheitsbedingte Demenz

Selbst wenn jemand an Demenz leidet, bleiben seine Gefühle bestehen. In Privathaushalten leidet die Hälfte aller pflegebedürftigen Menschen an Demenz. Sie als Angehöriger einer Person (geistig oder demenzkrank) wünschen sich wahrscheinlich oft Hilfe. In der Regel sind jüngere Menschen mitten im Berufsleben von der Krankheit betroffen. Zahl der Menschen mit Demenz (Prävalenz).


24 Stunden Pflege

Wenn das Hirn krank wird....

Die" Demenzwoche" beginnt am Freitag, den 19. August, und dauert vom 17. bis 23. Oktober. In der dieswöchigen Ausgabe konzentriert sich die Alliance for People with Dementia auf ein für uns alle wichtiges Anliegen. Weil eine Demenzkrankheit jeden erkranken kann. Wird das Vergessen zur Erkrankung, sind es nicht nur die Erkrankten. Demenz stellt auch das Familien- und Sozialumfeld in Frage:

Was für eine Unterstützung wollen Menschen mit Demenz? Solche Fragestellungen nehmen viele Menschen in Anspruch, wenn ein ihnen nahestehender Mensch krank wird. Obwohl in Deutschland nach Schätzungen 1,6 Mio. Menschen an Demenz erkranken, erhält dieses Problem an vielen Stellen nicht genügend Auftrieb. Das will die "Woche der Demenz", die heute am heutigen Tag, dem sogenannten Tag der Demenz,,,,, die sich geändert hat.

Es wurde von der Alliance for People with Dementia ins Leben gerufen, um das Bewusstsein zu schärfen und das Verstehen und die Hilfe für die Menschen und ihre Betreuer zu verbessern. Als Designpartner der im Rahmen der demographischen Strategie der deutschen Regierung agierenden Gesellschaft für Menschen mit Demenz ist das BMBF beteiligt.

Die Erforschung der Demenz wird vom BMBF in vielen Feldern gefördert - von der Erforschung der Mechanismen von Krankheiten über die Erarbeitung diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten bis hin zur verbesserten Versorgung der Patienten. Einen Forschungsschwerpunkt des DZNE bildet die Erforschung der Demenz. Das BMBF hat dafür im Jahr 2016 78,3 Mio. EUR bereitgestellt.

Das BMBF beteiligt sich darüber hinaus verstärkt an Projekten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das BMBF unterstützt auch Forschungsvorhaben zum Thema Demenz nicht nur im Kontext der gesundheitlichen Forschung, sondern zum Beispiel auch im Förderschwerpunkt "Mensch-Technik-Interaktionen im Demografiewandel".

Demenzkrankheit

Demenz ist eine chronisch progressive Hirnerkrankung, bei der Erinnerung, Denkvermögen, Orientierung, Wahrnehmung, Arithmetik, Lernvermögen, Sprach- und Urteilsfähigkeit beeinträchtigt sind. Sie tritt meist im hohen Lebensalter auf, ist aber kein normales Zeichen des Alters. Mehr als 130.000 Menschen leiden in Österreich an Demenz.

Die Krankheitsbilder sind unterschiedlich, die Beschwerden sind vergleichbar, aber die Behandlungsoptionen sind unterschiedlich. Bei der Demenzdiagnose handelt es sich um unterschiedliche Prüfverfahren (z.B. Uhrentest). Die Demenz ist mit über 40% der Hauptgrund für die Aufnahme in ein Altersheim. Durch die steigende Lebensdauer wird auch die Anzahl der Demenzfälle weiter anwachsen.

Bei den 60- bis 70-Jährigen ist etwa jeder Hundertste an Demenz erkrankt. Die Demenz ist ein Oberbegriff für viele Krankheitsbilder. Mit der Erkrankung gehen die geistigen Kräfte verloren. Es gibt heute etwa 50 bekannte Demenzerkrankungen. Hierzu zählen unter anderem Alzheimerkrankheit, Parkinson, Morbus Creutzfeldt-Jakob, Epilepsie, Multiple Sklerose, Gefäßkrankheiten des Hirns oder Hirntumore.

Demenzursachen sind nicht bekannt, aber einige Risiken sind bekannt: Eine Depression tritt oft zu Krankheitsbeginn auf. Alleinlebende und Menschen mit geringem sozialem Kontakt werden öfter krank. Man unterscheidet zwischen primärer und sekundärer Demenz. Primärformen werden durch Schädigungen des Gehirngewebes verursacht, Sekundärformen durch Ereignisse und Erkrankungen, die nicht in erster Linie im Hirn zu finden sind.

Die meisten Krankheiten sind auf die primären Demenzkrankheiten zurückzuführen. Mit 6 bis 8 von 10 Patienten ist sie die am weitesten verbreitete Erkrankung. 1 bis 3 Fälle sind Gefäßdemenz oder Demenz mit Lewy-Körpern. Bei weniger als 1 von 10 Patienten wird eine fronto-temporale Demenz festgestellt. In 60 bis 80% der Fälle ist die Alzheimer-Krankheit oft die Erkrankung.

In der Regel tritt die Alzheimer-Krankheit nach dem Alter von mindestens sechsundsechzig Jahren auf. Noch sind die Krankheitsursachen nicht erforscht. Gefäßdemenz ist oft durch einen abrupten Ausbruch und eine allmähliche Verschlimmerung charakterisiert. Im Gegensatz zu den meisten Alzheimer-Erkrankungen sind bei dieser Art von Demenz mehr Menschen betroffen als sie selbst. Lewy Body steht für Proteinablagerungen im Hirn.

Auch sie können Demenz verursachen und sind typisch für die Parkinson-Krankheit. Lewy-Körperchen können in wenigen FÃ?llen auch ohne Parkinson-Krankheit auftauchen. Rund 20% der Patienten mit Demenz leidet an dieser Krankheit. Frontotemporale Demenz tritt auf, wenn zuerst im Stirn- und Tempeltrakt, dem fronto-temporalen Lappen, Nervenzelle aufgebrochen werden.

Emotionen und Sozialverhalten werden in diesem Gehirnbereich gesteuert, weshalb Persönlichkeitsänderungen zu Krankheitsbeginn auftreten. Agressivität, Feingefühl, übermäßiges Fressen und Apathie sind die ersten Zeichen einer Demenz. Demenz kann auch eine Folge einer anderen Krankheit sein. Dies wird als sekundäre Demenz bezeichnet.

Eine zu späte Diagnosestellung ist jedoch nicht mehr möglich. Arzneimittel wie z. B. Depressiva, Angst- und Entspannungsmittel, Blutdrucksenker oder Herzrhythmusstörungen können eine Sekundärdemenz hervorrufen. Bei einer Tumorbehandlung verschwindet in der Regel auch die Demenzerscheinung. Stoffwechselkrankheiten wie Hypothyreose, Nieren- oder Leberinsuffizienz, Unterzucker und Unterzucker können zu einer sekundären Demenz führen.

Entzündungen durch Bakterium, Virus oder Pilz, die sich auf das Hirn übertragen und die Ursache der Demenz sind. Schädelverletzungen, z.B. durch einen Unfall oder Sturz, können später zu Demenz kommen. Demenz manifestiert sich auf unterschiedlichen Stufen. Die Demenz verläuft in 3 Phasen: Milde Demenz: Der Erkrankte ist im Alltagsleben leicht gestört, kann aber dennoch allein damit umgehen und ein eigenständiges und weitestgehend selbständiges Zusammenleben führen.

Der Patient kann sich besser an vergangene Zeiten errinern. Mittelgroße Demenz: Ein eigenständiger Lebensstil wird immer schwerer. Psychologische Beschwerden wie Ängste, Wahnvorstellungen, Unruhe und andere Verhaltensauffälligkeiten kommen vor, die Betroffenen werden in ihrer Ausrichtung beeinträchtigt, wandern planlos umher und sind nervös. Wenn man den Betroffenen zu beheben sucht, wird er oft irritiert und agressiv.

Starke Demenz: Eine selbständige Lebensweise ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Der Patient wird ins Bett gefesselt und vergisst oft zu speisen. Progressive Sprechstörungen erschweren die Verständigung mit dem Kranken. Besonders im Anfangsstadium ist die Diagnostik der Demenz problematisch. Oft werden erste Zeichen von den Erkrankten und ihren Verwandten nicht bemerkt oder unterdrückt.

Deshalb wird die Diagnosestellung oft erst dann durchgeführt, wenn es bereits zu einer Beeinträchtigung im täglichen Leben kommt. Nicht nur mit dem Betroffenen selbst, sondern auch mit Verwandten oder anderen nahen Person. Für die Demenz- Diagnostik ist es sehr wichtig, den Erkenntnisabbau zu ermitteln, z.B. mit dem Mini- oder dem Uhrentest.

Die Demenz kann umso besser therapiert werden, je früher sie entdeckt wird. Eine Demenzbehandlung ist für jeden einzelnen Betroffenen selbstständig. Auch für Menschen mit eingeschränkter geistiger und kognitiver Leistungsfähigkeit ist die Bewegungstherapie gut durchführbar. Zum Beispiel werden dem Patient bekannte Songs vorgelesen.

Auf diese Weise wird dem Erinnerungsvermögen geholfen, der Patient erinnert sich gelegentlich an eine mit dem Song verbundene Sondersituation. Der Patient wirkt beweglicher und orientiert. Das Gedächtnistraining bei Demenz hat zum Zweck, die mentale Leistung zu halten und zu schulen. Anfragen zu Tagesereignissen können den Betroffenen unter Stress setzen.

Sie sollen Spass machen und dem Patienten ein Erfolgserlebnis sein. Die Beschäftigungstherapie zielt darauf ab, die Menschen in den Bereichen Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit und Freizeitaktivitäten zu fördern und die Lebens- und Geistesqualität der Patienten zu verbessern. Bei Demenzverdacht sollte so schnell wie möglich ein Hausarzt aufsuchen. Früherkennung und Therapie können den Krankheitsverlauf aufhalten.

Untersuchungen haben ergeben, dass Demenz bei Menschen, die regelmässig Sport treiben und ein reges mentales und gesellschaftliches Umfeld haben, weniger verbreitet ist. Herz-Kreislauferkrankungen oder Zuckerkrankheit vergrößern das Krankheitsrisiko. Eine gesunde Lebensweise kann auch das Risiko einer Demenz verringern. Hierzu gehören unter anderem das zunehmende Lebensalter, das zunehmende Gender, aber auch die Demenz in der Gastfamilie.

Die geistige Aktivität kann nicht nur den Krankheitsverlauf bremsen, sondern auch das Krankheitsrisiko verringern. Wenn ein Familienangehöriger an Demenz leidet, sind auch die Verwandten betroffen. Eine demenzkranke Person braucht viel Zeit, Stärke und Durchhaltevermögen, deshalb ist es notwendig, frühzeitig Hilfe zu bekommen. Verwandte sollten bedenken, dass die Verhaltensänderung der betreffenden Person nicht absichtlich erfolgt.

Validierung ist ein hilfreicher Begriff im Umgang mit Menschen mit Demenz. Ziel ist es nicht, das Patientenverhalten zu bemängeln oder zu berichtigen, sondern es für richtig zu halten und zu akzeptieren, d.h. zu bestätigen. Die Routine ist für die Betroffenen nützlich, täglich gleiche Abläufe sind für die Betroffenen von Vorteil.

Der Patient sollte nicht überwältigt werden, aber zugleich die Möglichkeit haben, so viele Sachen wie möglich selbst zu tun.

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