Demenz Lebenserwartung

Lebenserwartung der Demenz

Die Tatsache, dass mehr Frauen als Männer an Demenz leiden, ist vor allem auf die höhere Lebenserwartung von Frauen zurückzuführen. Klassifizierung und Symptome von Demenz / Alzheimer, vaskulärer Demenz und anderen Formen der Demenz. Unter Demenz versteht man eine Gruppe verschiedener Erkrankungen, bei denen das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen. Denn die Lebenserwartung ist dort viel geringer.


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Frequenz und Kurs

Die Demenz ist der allmähliche Abbau der psychischen Leistungsfähigkeit im hohen Lebensalter. Mit der Demenz nehmen die mentalen Kapazitäten drastisch ab und werden schließlich komplett reduziert. Menschen, die nicht an Demenz leiden, können sich mit fortschreitendem Lebensalter schlecht an Details gewöhnen, während Menschen, die an Demenz leiden, die jüngsten Geschehnisse völlig ausklammern. Es wird unterschieden zwischen primären Demenzsyndromen, d.h. ohne Grunderkrankung, und Sekundärdemenzen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen.

Demenz ist nach der depressiven Verstimmung die am zweithäufigsten auftretende Geisteskrankheit im Alter. Laut der Alterstudie von Berlin (1996) nimmt die Anzahl der Menschen mit Demenz wie folgt zu: Zweidrittel der Erkrankten sind an Alzheimer-Demenz erkrankt, etwa 20 % an Gefäßdemenz (Durchblutungsstörungen im Gehirn) und etwa 15 % an Mischerkrankungen.

Seltener auftretende Formen der Demenz im hohen Lebensalter sind Lewy-Körperdemenz, Demenz bei M. P. S. M. S. M. P. und Frontotemporaldemenz (Pick's disease). Von der Gefäßdemenz sind zwar mehr Menschen als Menschen betroffen, doch leiden mehr Menschen als Menschen an der Alzheimer-Krankheit. Die Demenz ist dadurch charakterisiert, dass sich die Symptome mit der Zeit verschlechtern und nach einer bestimmten Zeit zum Tode führen.

Die Lebenserwartung der 65- bis 80-Jährigen, die an Alzheimer-Demenz leiden, liegt bei fünf bis sieben Jahren, während die über 80-Jährigen im Schnitt noch drei bis vier Jahre mit der Krankheit zurechtkommen. Die Lebenserwartung von Patientinnen und Patienten mit Gefäßdemenz ist noch verkürzt. In allen Formen der Demenz kommt es infolge von Krankheitsprozessen zu einem zunehmenden Gedächtnisverlust und anderen Erkenntnisfähigkeiten wie Konzentrations-, Sprech-, Gedanken- und Urteilsfähigkeiten im Hirn.

Gemäß dem weltweit anerkannten Klassifizierungsschema ICD-10 Statistische Klassifikation von Krankheiten (ICD-10) müssen die Beschwerden für einen Zeitraum von wenigstens sechs Monaten nachweisbar sein. Sie können den Beginn einer Demenz anzeigen, müssen es aber nicht: Etwa die HÃ?lfte der Erkrankten entwickeln innerhalb von drei bis vier Jahren eine Demenz - in der anderen HÃ?lfte hingegen bleibt die Symptomatik Ã?ber einen lÃ?ngeren Zeitraum gröÃ?tenteils unverÃ?ndert.

So ermittelte die Langzeituntersuchung Leipzig (1997 - 2005) in der älteren Bevölkerung (LEILA75+) mit etwa jedem fünften Menschen (19,3 Prozent) ab 75 Jahren ohne Demenz einen großen Teil der Menschen mit leichten geistigen Behinderungen nach den MCI-Kriterien in der älteren Bevölkerung. Die Hauptursache für Demenz sind pathologische Änderungen im Gehirn, die mit dem Alter ansteigen.

Depressionen gelten heute auch als Risikofaktoren für Demenz, da sie oft vor der Demenz auftreten. Die vaskuläre Demenz führt zu einer Veränderung der Hirngefäße, was zu vielen kleinen und manchmal sogar großen Infarkte führt. Oft schwankt der Krankheitsverlauf, wodurch die Beschwerden oft eine Weile lang anhalten und sich dann schlagartig verschlimmern.

Andere Demenzarten, Lewy-Körperdemenz, Demenz bei der Parkinsonschen Krankheit und frontotemporale Demenz (Morbus Pick) basieren ebenfalls auf Krankheitsprozessen in den Gehirnzellen. Zu den oben erwähnten Demenzarten kommen so genannte Sekundärdemenzen hinzu, bei denen die Beschwerden auf andere Ursachen zurückgeführt werden können - zum Beispiel auf eine innere, neuro- oder seelische Krankheit oder die Aufnahme eines Medikation.

Die Demenz kann in diesen FÃ?llen vollstÃ?ndig zurÃ?ckgehen, wenn die grÃ?ndliche Erkrankung gut therapiert wird. Zur Überprüfung, ob eine Demenz vorhanden ist, wird zunächst die Krankheitsgeschichte des Pflegebedürftigen detailliert nachvollzogen. Oftmals ist es erforderlich, nicht nur mit dem Kranken, sondern auch mit seinen Verwandten zu reden. Weil einige physische Krankheiten das Demenzrisiko steigern, ist die Therapie dieser Krankheiten eine bedeutende Prävention.

Depression, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Zuckerkrankheit sollten so früh wie möglich therapiert werden, da sie das Demenzrisiko steigern. Massnahmen, die die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Krankheiten reduzieren, können mittelbar das Demenzrisiko senken. Bei Demenz ist eine "Heilung", d.h. eine vollständige Reduktion der Beschwerden, nicht möglich. Antidemenzien werden bei mittleren und starken Demenzerkrankungen - sowohl vom Alzheimertyp als auch bei der vaskulären Demenz - eingenommen.

Unterschiedliche Patientinnen und Patienten reagieren jedoch anders auf die Arzneimittel, und die Auswirkungen sind bei vielen Patientinnen und Patienten vergleichsweise mager. Allerdings ist dieses Üben nur in der Frühphase der Demenz effektiv und wirkt nur so lange, wie die Übung nicht abreißt. Darüber hinaus wird oft das Reality Orientation Trainings (ROT) verwendet, bei dem die Patientinnen und Patienten viele Hinweise zur Verbesserung ihrer Orts-, Zeit- und Personenorientierung bekommen.

Mit ausgeprägteren Demenzerscheinungen werden oft Sinnesübungen (z.B. Seh-, Hör-, Tast-, Geruchs-, Geschmacks- und Wahrnehmungsübungen) ausgeführt, um die sensorische Wahrnehmung von Patientinnen und Patienten mit einfacher Aufgabe zu schulen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl psychologischer Unterstützungsangebote, die sowohl den Betroffenen als auch ihren Familienangehörigen bei der Bewältigung der oft problematischen Lage und der damit einhergehenden seelischen Belastung zuarbeiten.

Bei wahnsinnigen Patientinnen wird oft die von der Gerontologin Anna Féil entwickelte Validierungsmethode angewendet. Ziel ist es, das Wohlergehen und die Qualität des Lebens von Demenzkranken zu steigern. Der Pflegende nimmt eine anerkennende Einstellung gegenüber dem Betroffenen ein, die sich auf seine oft sehr veränderten Erfahrungen und Verhaltensweisen konzentriert und diese als "gültig für ihn" anerkennt.

Deshalb ist es in der Diagnose von Bedeutung, Depressionen von Demenz zu unterscheiden. Das Krankheitsbild der Depressionen ist dann gegeben, wenn bereits in der Vergangenheit Depressionen stattgefunden haben und eine starke Depressionsstimmung, selbstzerstörerische Gefühle und Schuldkomplexe bestehen. Es zeigt auch Depressionen an, wenn es keine ernsthaften Wahrnehmungsstörungen wie Sprach-, Orientierungs- oder Bewegungsstörungen gibt.

Ein weiteres Merkmal von Depressionen ist, dass der Betreffende viel über Gedächtnisstörungen klage. Demenzkranke hingegen tendieren dazu, die Verluste zu verharmlosen und zu übertreiben. Verbessern sich neben der depressiven Stimmungslage auch die Erkennungssymptome signifikant, ist dies ein deutliches Indiz für eine depressive Verstimmung.

Es gibt aber auch solche mit gleichzeitiger Demenz. Es ist auch möglich, dass Depressionen vor der Demenz oder als Antwort auf die Demenzsymptome auftreten können.

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