Demenz Pflege zu Hause

Versorgung zu Hause trotz Demenz

Mit beginnender oder fortgeschrittener Demenz ist eine Pflege zu Hause vielleicht noch wichtiger, als wenn es nur um altersbedingte körperliche Einschränkungen geht. Die vertraute Umgebung wirkt sich positiv auf die Psyche des Betroffenen aus, kann eventuell sogar das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Den Angehörigen verlangt Demenz-Pflege einiges ab. Externe Unterstützung ist deshalb nötig.

Expertenrat zur Optimierung der Wohnung

Pflege zu Hause

Demenz kommt nicht von heute auf morgen. Anders als bei Pflegebedürftigkeit zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Sturz bleibt Zeit, sich vorzubereiten. Der Besuch in einem der großen Demenz-Zentren oder das Studium einschlägiger Internet-Seiten bringt interessante Erkenntnisse. Farben spielen eine große Rolle bei der Gestaltung der Wohnung. Sie erzeugen Aufmerksamkeit, weisen Wege, lösen aber auch unerwünschte Emotionen aus. Die Wahl von Bodenbelägen, die Wandgestaltung und Möbelfarben können die spätere Pflege sehr erleichtern. Auch die Kennzeichnung von Schubladen und Schränken lässt sich so weit verbessern, dass dem Kranken trotz Demenz noch ein weitgehend selbstbestimmtes Lebens möglich ist. Kleine Fotos statt Beschriftungen haben sich beispielsweise bewährt. Demenz ist auch noch lange kein Grund, künftig aus Plastikschüsseln essen zu müssen. Sanitätshäuser bieten spezielles Geschirr aus Porzellan – da schmeckt es gleich besser. Herd und Bügeleisen lassen sich zur Verbesserung der Sicherheit überwachen.

Demenz-Pflege zu Hause
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Trotz aller Vorbereitung und der Anpassung des Wohnumfelds kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem ein Demenzkranker einfach nicht mehr allein gelassen werden kann.

Neues Pflegerecht berücksichtigt Demenz stärker

Trotz aller Vorbereitung und der Anpassung des Wohnumfelds kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem ein Demenzkranker einfach nicht mehr allein gelassen werden kann. Demenz-Pflege zu Hause besteht zu einem großen Teil aus Aufsicht und Anleitung. Körperliche Beeinträchtigungen sind oft gar nicht so ausgeprägt. Legt man beispielsweise Kleidung bereit, kann der Betroffene sich durchaus selbst ankleiden. Bei der Feststellung des Pflegegrades wird dieser Tatsache seit 2017 sehr viel stärker Rechnung getragen. Das Zweite Pflegestärkungsgesetz sieht eine Beurteilung des Pflegegrades nach der Alltagskompetenz vor. Und dazu zählen eben nicht nur physische Kriterien, sondern auch kognitive Fähigkeiten, soziale Kontakte und dergleichen. Bei der Umstufung von den bisherigen Pflegestufen auf die neuen Pflegegrade bedeutet Demenz gleich zwei statt nur einem Grad mehr. Für Demenz-Patienten heißt das: mehr Geld.

Pflegehilfen aus Osteuropa übernehmen die Haushaltsführung

In aller Regel sind Angehörige von Demenzkranken mit der Pflege überfordert – nicht nur zeitlich, sondern vor allem psychisch, wenn sie den geistigen Verfall miterleben. Das Pflegegeld kann sinnvoll für die Unterstützung durch eine Pflegehilfe aus Osteuropa eingesetzt werden. Innerhalb der EU ist das völlig legal und auch unbürokratisch. Freiberufliche Pflegekräfte verlangen rund 1.700 Euro im Monat, abhängig Beschäftigte kosten ab 2.000 Euro aufwärts. Die Preise beziehen sich wohlgemerkt auf eine 24-Stunden-Pflege, bei der sich Arbeit, Bereitschaft und Ruhezeiten flexibel abwechseln. Pflegeagenturen beraten über die beste Ausgestaltung der Demenz-Pflege zu Hause.

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