Demenz Verhalten

Verhalten bei Demenz

Umgang mit Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten. Wer sich nicht mehr orientieren kann, findet viele Situationen beängstigend. DEMO UND HERAUSFORDERNDES VERHALTEN. Und wie können wir herausforderndes Verhalten minimieren? angemessenes Verhalten auch in der Öffentlichkeit.

Tips für eine verbesserte Verständigung

Herausforderndes Verhalten, Agressivität, Sprachstörung und Persönlichkeitsveränderungen gehören zu den schwersten Beschwerden, mit denen Verwandte zurechtkommen. Die wichtigste Devise - viel, viel einfacher gesagt, als gemacht - ist: Bitte - was auch immer geschieht - das Verhalten NICHT persönlich mitnehmen! Beleidigungen, Hiebe und Ärger sind gegen Sie als physische Personen gerichtet, nicht aber gegen Ihre selbst.

Ein allgemeingültiger Tipp: sich in die emotionale Welt des Patienten hineinversetzen und seine Wünsche nachvollziehen. Seien Sie dankbar für die betreffende Persönlichkeit und vermeiden Sie Streitereien und Schreie - sie führt zu nichts und erhöht den Stresspegel.

Reaktionen auf typisches Verhalten von Demenzkranken

Familienangehörige und Berufsbetreuer haben es oft mit auffälligen, hemmungslosen, zum Teil verbalen und gar körperlichen Belastungen zu tun. Dieses Verhalten irritiert, ärgert, verletzt und überlastet die Pflegekräfte. Demenzpatienten können nicht mehr ausreichend zum Ausdruck bringen, was ihnen Sorgen macht, was sie belasten, welche Bedürfnisse sie haben, warum sie sich überwältigt und missverstanden sehen.

Auffälliges Verhalten ist ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die Betreuer sollten eine besondere Sensibilität für den Zustand des Patienten aufbauen und dessen Kommunikationsfähigkeit erlernen. Sicherlich nicht alle, aber viele schwierige Fälle können vermieden werden. Besonders schwierig sind Fälle, in denen demente Patienten zu aggressiven Neigungen neigen. Sinnvoller ist es, emotionale Distanz zu gewinnen, den Saal bei Bedarf kurz zu verlässt und zu erwarten, bis der Stresslevel etwas abgenommen hat.

Eine Gesamtstrategie für den Einsatz bei der Behandlung von Patienten mit aggressiver Demenz gibt es nicht. Im Prinzip können Ruhe, Ausdauer und das Wissen, dass Aussagen und Taten nicht für sich genommen sind, die Situation entspannen. Bei vielen Demenzpatienten besteht ein ausgeprägter Bewegungs- und Lauftrieb. Wie die anderen Beschwerden hat auch die Motorik in der Regel eine tiefe Deutung.

Oft sucht der Betroffene den Weg zu seinem angestammten Wohnort, zu einer gewissen Persönlichkeit, zu einem Objekt aus der Geschichte, oder er flüchtet wortwörtlich vor seiner unangenehmen Erkrankung. Mit diesem Verhalten umzugehen ist sehr schwer. Demenzpatienten, die einen übermäßigen Bewegungsmangel haben, lassen ihre Häuser oft unbeachtet und wandern unangemessen angezogen, konfus und desorientiert herum.

Sie können keine persönlichen oder städtischen Informationen zur Verfügung stellen. Verwandte und Heimarbeiter merken in der Regel schnell, dass der an Demenz erkrankte Mensch verschollen ist und werden durchsucht. Unglücklicherweise wiederholt sich diese Situation oft bei Menschen mit einer entsprechenden Vorliebe. In vielen Fällen von motorischen Unruhen kann die Motorik durch natürliche Massnahmen wiederhergestellt werden.

Die Fixierung, Einschränkung oder Ruhigstellung des Patienten mit geeigneten Medikamenten sollte immer der letzte Ausweg sein. Bei diesen so genannten Freiheitsentzugmaßnahmen ist die Zustimmung des Pflegegerichts für nicht zustimmungsfähige Menschen, wie z.B. Demenzpatienten, erforderlich. Erst wenn der Betroffene sich selbst oder andere in Gefahr bringt, ist es erlaubt, die Zustimmung des Pflegegerichts zu erwirken.

Andernfalls: Keine Personen dürfen in ihrer Freizügigkeit durch Dritte gegen ihren eigenen Willen beschränkt werden. Bei der Sperrung einer Personen in einem Zimmer wird in der Rechtssprechung zwischen häuslichen und vollstationären Bereichen unterschieden. Verwandte, die ihre Betroffenen zu Hause einbeziehen, um z.B. einkaufen zu können, bedürfen nicht der Zustimmung des Pflegegerichts; der Privathaushalt ist nicht genehmigungspflichtig.

Die Zustimmung des Pflegegerichts ist jedoch erforderlich, wenn der demente Patient von einem (professionellen) Betreuungsdienst in die Wohnung aufgenommen wird.

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