Demenzkranke Pflegen

Pflege von Demenzkranken

Ein Bericht über die Betreuung von Demenzkranken. Über das Thema. Auf die Toilette gehen und alles, was dazu gehört, ist das Thema der aktuellen Ausgabe von pflegen: Wie liebevoll sich viele Partner und Kinder um ihre kranken Angehörigen kümmern, das ist Demenz mit dem Schwerpunkt "Ausscheidungen". Wie kaum eine andere Pflegemaßnahme zeigt die Pflege der Haut von Demenzkranken die Qualität der Beziehung.


24 Stunden Pflege

Demenzpatienten: Überfordernde Versorgung

Demenzkranke Menschen sind oft ein Geduldstest für ihre Familien. Schwere Wörter werden gesprochen, der Patient wird sanft ins Bett geworfen - gelegentlich kommt es zu Wutausbrüchen mit Hieben oder Bällen. Wenn Verwandte bemerken, dass sie sich von der Fürsorge überwältigt sehen, müssen sie sich helfen lassen. "Gewalttätigkeit gegen Menschen in Pflegebedürftigkeit muss kein Schlag ins Gesicht oder ein Schubs sein", sagt Wilhelm Schneider, Ordinarius für familien- und gemeindeorientierte Versorgung an der Uni Witten/Herdecke.

"Dies beginnt, wenn die Betroffenen oft eingesperrt oder ausgepeitscht werden." "Gewalttätigkeit en gegen unterhaltsberechtigte Personen könnte in zwei Kategorien eingeteilt werden." "Gewalttätigkeit gehört in manchen Fällen zum alltäglichen Leben in gegenseitiger Zusammenarbeit - und das gilt auch für die Betreuungssituation. "Allerdings ist häusliche Gewalttätigkeit in der Hauspflege oft ein Anzeichen dafür, dass Verwandte erdrückt werden."

"Untersuchungen belegen, dass die Agressivität mit der Last der Pflegekräfte zunimmt." "Die Professur für Sozialgerontologie an der Berliner Fachhochschule für Sozialarbeit, sagt dazu, dass die Betreuung oft besonders schwierig ist, wenn die Beziehungen schon vor der Krankheit gespannt waren. "Besonders bei Kindern, die ein schweres Verhaeltnis zu ihren Erziehungsberechtigten hatten, werden sie oft betreut, weil sie eine spaete Aufwartung haben.

"Auch Menschen mit begrenzten Finanzmitteln, die sich keine zusätzlichen Mittel erlauben können, sind laut Frau Prof. Dr. med. Dr. Susanne Sank, Prof essur für Rehabilitationsgerontologie an der Uni in Köln, einem größeren Risiko ausgesetzt. "Ein erstes Zeichen von Überarbeitung ist, wenn Patienten angeschrieen werden." Im Jahr 2004 gaben 88% der Teilnehmer an, den Patienten in den vergangenen zwei Monaten gehört zu haben.

"Dies kann immer noch gerechtfertigt sein", sagt er. "Wenn der Betreuer jedoch das Gefühl hat, dass er oder sie dem Familienmitglied gegenüber offensiv wird, sollte er oder sie die Lage nach Möglichkeit lösen. "Wenn ein Demenzkranke zum Beispiel keine Hilfe beim Putzen seiner Zähne haben will, ist es am besten, den Saal für ein paar Augenblicke zu verlassen", rät sie.

"Um sich zu beruhigen, ist es ratsam, einige Augenblicke lang zu atmen, rät uns Herr Dr. med. Wilfried Schnellpp. "Die Krankenschwester muss Quellen der Kraft finden, die ihm die Spannung nehmen." "Verwandte müssen aufpassen, dass sie sich nicht selbst vernachlässigen", sagt er. Manche würden sich für diese Empfindungen beschämen und noch irritierter auf unbewußte Provokation des Patienten antworten.

"Wenn der Betreuer merkt, dass er den Patienten immer wieder beleidigt, ihn ins Haus zu bringen oder stärker anzupacken droht, sollte er diese Warnsignale nicht außer Acht lassen. Im Jahr 2004 gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, ihre pflegenden Verwandten ungefähr berührt zu haben. Selbst wer den Patienten vernachlässigt, ihn zum Beispiel nicht mehr regelmässig wäscht oder oft in den Raum sperrt, muss zugeben, dass er mit Vorsicht erdrückt wird.

"Krankenpflege wird oft als Familiensache angesehen, und viele Menschen zögern, fremde Hilfestellungen anzunehmen", sagt er. Die Betroffenen werden von lokalen Pflegezentren und den kommunalen Sozialdiensten unterstützt. "Da kann man sich darüber informieren, welche zusätzliche Hilfestellung man durch die Krankenpflegeversicherung in Anspruch nimmt, um einen Teil der Last von den Schultern zu nehmen", sagt er. In Gesprächen mit dem Ambulatorischen Krankenpflegedienst können die Verwandten dadurch Fehlentscheidungen unterlaufen.

Außerdem rät sie, den Umgang mit anderen Menschen zu pflegen. "Dies sei in Selbsthilfe-Gruppen oder in geführten Gruppendiskussionen möglich, wie sie in regionalen Büros der Alzheimer-Gesellschaft, Erinnerungsambulanzen oder Gerontopsychiatrien stattfinden, so Dr. med. Zank. Wenn sich die Versorgungskonflikte des dementen Patienten nicht lösen ließen, kann die Heimüberweisung die beste Lösung sein.

"Dann gibt es keinen Dauerstress mehr und ich kann meine Verwandten oft besuchen", sagt er.

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