Ehrenamtliche Pflegeperson

Freiwilliger Betreuer

Zur Förderung der häuslichen Pflegebereitschaft und des hohen Engagements des Pflegepersonals. In diesem Fall spricht man von einer "Ehrenpflege". Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass der Betreuer die Pflege auf freiwilliger Basis übernommen hat. Sie ersetzt dann die Sachleistung und wird monatlich im Voraus ausgezahlt. Auch die Pflegeversicherung wurde von Anfang an für die häusliche Pflege konzipiert.

45 Krankenpflegekurse für Verwandte und Freiwillige

Die Pflegekasse bietet kostenlose Schulungen für Verwandte und andere an freiwilliger Krankenpflege Beteiligte an, um das soziale Engangement im Pflegebereich zu unterstützen und zu verstärken, die Krankenpflege zu vereinfachen und zu vervollkommnen sowie die durch die Krankenpflege verursachte physische und psychische Belastung zu verringern und zu verhindern.

2 Die Lehrveranstaltungen dienen der Vermittlung von Fähigkeiten zur selbständigen Krankenpflege. 3 Auf Verlangen des Betreuers und der zu betreuenden Personen erfolgt das Training auch im heimischen Umfeld des Patienten. Der Pflegeversicherungsträger kann die Lehrveranstaltungen entweder selbst oder zusammen mit anderen Pflegeversicherungsträgern durchfÃ?

Die Regionalverbände der Pflegeversicherung können mit den Institutionen der Träger der Pflegelehrgänge Rahmenverträge über die konzerneinheitliche Umsetzung und den Inhalt der Lehrveranstaltungen abschließen.

SGBXI §45 Betreuungskurse für Verwandte und Ehrenamtliche | Persönliches Büro Prämie | Persönlich

45 ist am 1. April 1995 durch das Pflegeversicherungsgesetz (PflegeVG) vom 26. Mai 1994 (BGBl. Nr. 1 S. 1014) in Kraft getreten. Durch das Gesetz zur Qualitätssicherung in der Krankenpflege (PQsG) vom 9.9.2001 (BGBl. 1 S. 2320) wurde 1 S. 3 zum 1.1.2002 in eine Zielvorschrift umgewandelt. Das Zweite Gesetz zur Verstärkung der Krankenpflege und zur Novellierung der weiteren Bestimmungen (Zweites Gesetz zur Verstärkung der Krankenpflege - kurz PKG II) vom 21.12.2015 (BGBl. Nr. 1 S. 2424) sieht vor, dass die Krankenkassen ab dem 1.1.2016 Krankenpflegekurse anbieten müssen.

Sie ist Teil des Grundgedankens der gesetzlichen Krankenpflegeversicherung, dass die Krankenpflege in erster Linie zu Hause abläuft. Gemäß 3 S. 1 soll die Krankenpflegeversicherung mit ihren Sozialleistungen in erster Linie die hauswirtschaftliche Versorgung und die Betreuungsbereitschaft von Verwandten und Nachbarinnen fördern, damit Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihrem Wohnumfeld zurechtkommen.

Wie aus § 28 Abs. 1 Nr. 11 hervorgeht, zählen Pflegeschulungen für Verwandte und Freiwillige zu den Leistungsangeboten der Pflegestudenten. Oftmals ist die Beteiligung an einem solchen Betreuungskurs das Resultat einer Betreuungsberatung, die nach Maßgabe von Paragraph 7 a Absatz 2 S. 1 auf Verlangen unter Einschaltung Dritter, namentlich Angehöriger und Lebenspartner, durchgeführt werden muss.

45 - wie auch 3 - wurde als Zielvorgabe bis zum 31.12.2015 konzipiert - ab 1.1.2016 sind die Pflegeversicherungsträger zur Durchführung von Pflegekursen verpflichteter. Sie richten sich an Verwandte und andere an freiwilliger Pflegeinteressenten. Daraus ergibt sich, dass die Teilnehmer nicht bereits Betreuer im Sinne des § 19 sein müssen.

Interessierte müssen nicht beweisen, dass sie kurz vor der Aufnahme der Krankenpflege sind. Ist die Pflegeperspektive für eine Person, die pflegebedürftig ist, für die an einem Studiengang Interessierten greifbar oder wurde sie bereits praktiziert, ist es nicht notwendig, dass die Person, die pflegebedürftig ist, eine soziale Langzeitpflegeversicherung hat. Dies können Einführungskurse sein, die grundlegende Themen behandeln und potenziellen Betreuern eine Vorstellung davon vermitteln, vor welchen Problemen sie sich stellen würden, wenn sie sich um sich selbst kümmern würden.

Dabei können vor allem die physischen und psychischen Voraussetzungen, denen ein Betreuer regelmässig unterworfen ist, beschrieben, die psychologischen Aufgaben des Patienten und des Betreuers besprochen, die Wohnmöglichkeiten behindertengerecht dargelegt und Finanzfragen und Fragen des Versicherungsschutzes nach Buch Nr. 1 des Sozialgesetzbuches diskutiert werden. Kernbereiche der Lehrveranstaltungen nach 45 sind jedoch Lehrveranstaltungen, die pflegerisches Grundwissen vermittelt.

Hierzu zählen beispielsweise Anweisungen zur allgemeinen Pflege, zum Anheben und Aufbewahren, zum Schutz des Rückens, Hygienestandards, geeignete und pflegeleichte Kleidung für den Patienten, Inkontinenzpflege, Nahrung, Einsatz von Helfern, Schutz vor (weiteren) Gesundheitsrisiken (Druckstellen, Lungenentzündungen, Verspannungen und Thrombosen), Reduzierung von Umständen, die eine Pflege erschweren und Hilfe bei speziellen krankheitsbedingten oder therapeutischen Erfordernissen.

Die Schulungen sollen die Entwicklung von körperlicher und seelischer Belastung der Betreuerinnen und Betreuer verhindern. Auf Verlangen der Pflegeperson oder der betreuungsbedürftigen Personen erfolgt diese Unterweisung auch im heimischen Umfeld des Patienten gemäß Abs. 1 S. 3. Die Konsultation findet in einem durch Artikel 13 des Grundgesetzes gesicherten Gebiet statt, weshalb die Zustimmung des Patienten vonnöten ist.

Alle Lehrveranstaltungen haben zum Zweck, das soziale und pflegerische Handeln zu unterstützen und zu verstärken, die pflegerische und pflegerische Arbeit zu vereinfachen und zu optimieren sowie physische und psychische Belastung durch die Krankenpflege zu reduzieren (Abs. 1 S. 1) und Fähigkeiten zur selbständigen Umsetzung der Krankenpflege zu erwerben (Abs. 1 S. 2).

Gemäß Abs. 2 haben die Pflegeversicherungen drei unterschiedliche Möglichkeiten, Kurse für die Pflege durchzuführen. Die jeweilige Pflegeversicherung übernimmt den Lehrgang selbst oder bei einer oder mehreren anderen Krankenkassen.

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