Epilepsie im Alter

Altersbedingte Epilepsie

Fast ein Prozent der Bevölkerung in der Schweiz leidet irgendwann in ihrem Leben an Epilepsie. Behandeln Sie Epilepsie im Alter richtig. Eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im Alter ist die Epilepsie. Tiere können auch an Epilepsie leiden. Neben Demenz und Schlaganfall gehören Epilepsien zu den häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Alter.

Altersepilepsie im Alter| Wissen & Geduld

Durch den demografischen Wandel werden sich auch die Fälle von Altersbeschwerden verstärken. Menschen, die etwa 80 Jahre jung sind und ihren ersten Krampfanfall haben, fallen oft durch die Ritzen. Altersepilepsie wird oft nicht wiedererkannt. Erstens: Bei älteren Patientinnen und Patienten treten Krampfanfälle signifikant seltener auf als bei jünger. Andererseits sind die Krampfanfälle den "normalen" Zeichen des Alterns ähnlich.

"Senioren müssen nicht zwangsläufig krampfen und zucken", erläutert Dr. Stephan Arnold, Oberarzt für Epilepsie an der Klinik Vogtareuth. "Alters-Epilepsie ist viel schwieriger zu diagnostizieren als andere Arten von Epilepsie." Doch mit dem passenden Medikament kann die Erkrankung - wenn sie entdeckt wird - gut behandelt werden. Dementsprechend kann die mentale Leistungsfähigkeit älterer Menschen wiederhergestellt werden.

Deshalb ist es wichtig, an Epilepsie zu glauben, wie immer das Gespenst der Alzheimer-Krankheit.... Anzeichen von Alterung oder Epilepsie? Plötzlich auftretende Hirnleere - solche mentalen Störungen werden bei älteren Menschen als " normales Zeichen des Alters " abgewiesen oder als Ausbruch einer Demenz angesehen. "Epilepsie muss bei Pflegebedürftigen, die in Altersheimen wohnen, wenig Kontakte haben und noch an einer neurologischen Krankheit leiden", sagt Epilepsie-Spezialist Dr. Stephan Arnold.

Die Älteren und ihre Umgebung tendieren dazu, die festgestellten Ausfallenden zu banalisieren. "Viele alte Patientinnen können nicht mehr so klare Informationen über sich selbst geben." Darüber hinaus sind oft mit neurodegenerativen Krankheiten und Alters-Epilepsie verbunden. Bei vielen Betroffenen ist nicht einmal eine Diskontinuität festzustellen, weil die Epilepsie ins klinische Bild passt.

Ein Gehirntumor oder ein Schädeltrauma ist gelegentlich der Auslöseimpuls. In der Tat gehen die typischen altersbedingten Krankheiten und Epilepsie oft einher. Das Älterwerden der Menschen und die zunehmende Zahl degenerativer Krankheiten führen zu einer Erhöhung der Zahl der Epilepsien im Alter. Die Statistiken zeigen, dass eine Person, die an Epilepsie leidet, sehr wahrscheinlich sehr alt oder sehr alt ist.

Epilepsie tritt am meisten bei Ein- bis Drei-Jährigen und über 70-Jährigen auf. "Die eine hat viel mit den meistens ungefährlichen neugeborenen Anfällen zu tun, die andere leiden an Epilepsieformen, die relativ mild und einfacher zu therapieren sind", sagt Dr. Arnold. Ältere Menschen sind leicht mit den richtigen Medikamenten zu therapieren.

Wenn eine kongenitale Missbildung die Epilepsie verursacht, ist die Behandlung der Epilepsie oft sehr schwierig. In den meisten FÃ?llen, die erst im Alter entstehen, erklÃ?rt Dr. Arnold: â??Wenn einige tausend Nervenzelle als Teil einer Neurodegeneration skrankheit eine Funktionsstörung hervorbringen, ist es einfacher, die Störung mit Medikamenten in den Griff zu bekommen, als wenn man eine DeformitÃ?t heilen muss.

Ältere Menschen brauchen bei manchen Arzneimitteln nur die halbe Dosierung, um permanent ohne Anfälle zurechtzukommen. Zugleich muss den Arzneimittelwechselwirkungen und Co-Morbiditäten in der medikamentösen Behandlung von älteren Menschen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Steigert ein Epilepsie-Medikament das Risiko einer Osteoporose oder hat es negative Interaktionen mit dem Herz-Kreislauf-Erreger, kann dies negative Auswirkungen haben.

Manche Zubereitungen, die von jungen Menschen oft gut toleriert werden, verschlechtern die mentale Performance bei über 80-Jährigen. Die Behandlung mit Epilepsie kann die Kognition wieder aufwerten. Nach der Diagnose der Epilepsie und dem Finden des "richtigen" (gut wirksamen und gut verträglichen) Medikaments verbessert sich bei vielen Patientinnen und Patienten erneut die Erkenntnisleistung: Wenn die Krampfanfälle und damit auch die Störungen in der Erinnerungsbildung nicht auftreten, dann wird auch das Gedächtnis vieler Patientinnen und Patienten aufleben.

Lücken im Gedächtnis sind bisweilen kein Zeichen des Alters. Oberarzt im Fachzentrum für Nervenheilkunde der Klinik Vogtareuth. Medizinischer Direktor der Epilepsieabteilung für erwachsene Kinder. Spezialist für Epilepsie bei Kindern.

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