Ergotherapie Demenz

Beschäftigungstherapie Demenz

Wie kann Ergotherapie helfen und was ist Demenz? Praktische Praxis für Ergotherapie und tiergestützte Therapie. Ab wann ist Ergotherapie in der Geriatrie sinnvoll? Sie finden hier Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten und Aufgaben der Ergotherapie bei Demenz. Wie kann Ergotherapie für Demenzkranke und ihre Angehörigen funktionieren?

Pflegehilfe für Senioren

Ergotherapeutische Behandlung von Demenz gelungen

Köln - Ergotherapie hat bei mittleren und schweren Demenzen einen positiven Effekt. Es verbessert Lebensqualität und Gemütszustand von Demenzkranken, die im Health Technology Assessment Report (HTA-Bericht) des Bundesinstituts für Ärztliche Dokumentationen und Informationen (DIMDI). Die Ergotherapie kann neben der Entlassung der Betroffenen und ihrer Angehörigen in alltäg dazu beitragen, dass demenzkranke Personen bis zu eineinhalb Jahre lang in das Zuhause kommen.

Dabei können laut HTA-Bericht bei Bedarf Einsparungen erzielt werden, da die ergonomischen Maßnahmen den medizinischen pflegerischen Aufwand mindern. Je nach Behandlungsablauf variieren die Effekte: Die Wirkungen der kognitiven Stimulierung verzögern den mentalen Zusammenbruch bei leichten bis mittelschweren Demenzerkrankungen und mindern Verhaltensauffälligkeiten Bei allen drei Phasen der Demenz helfen die Sinnesreize für und Aktivitäten.

Zusammen mit anderen Prozeduren kann das Funktions- und Geschicklichkeitstraining Lebensqualität die Laune und die Gesundheit wiederherstellen.

Demenzkrankheit

Entartung: Der Ausdruck Entartung wird in der medizinischen Fachsprache für Veränderungen in Gestalt, Aufbau und Funktionsweise verwendet. Eine dieser Krankheiten ist auch die Arthritis. Der Bereich der psychiatrischen Versorgung beinhaltet die Prävention, Diagnostik und Therapie aller Geisteskrankheiten. Die psychiatrischen Abteilungen sind deshalb so strukturiert, dass Menschen jeden Altersspektrums an einer Vielzahl von Geisteskrankheiten erkranken.

Beschäftigungstherapie bei Demenz (Alzheimer) - Claudia Naumann

Für die Erkrankten sind das Gedächtnis, die Denkfähigkeit, die Sprach- und Motorikfähigkeiten besonders schwer. Das tägliche Handeln (Haushaltsführung, Körperpflege) geht mehr und mehr unter. Beeinträchtigungen (Störungen der Gefühlswelt), Persönlichkeitsänderungen und Verhaltensauffälligkeiten können auftauchen. Besonders in der Anfangsphase der Demenz kommt die Therapie den Patientinnen zugute, da das Krankheitsgeschehen sich verzögern kann.

Inhalt der arbeitstherapeutischen Therapie kann sein: Gehirnleistungstraining (trainiert und pflegt Denkprozesse), Biographiearbeit (Erhaltung des Langzeiterinnerns, ADL-Training (Training von Alltagshandlungen, z.B. Essen) und Basalstimulation (fördert die Wahrnehmung und das Wohlergehen des Körpers).

Beschäftigungstherapie gegen Demenz

Die pharmazeutische Industrie ist schon lange ohne großen Fortschritt auf der Suche nach Arzneimitteln gegen Demenz. Ein unbemerktes Therapieverfahren, Ergotherapie, hat aber eine bemerkenswerte Wirkung. Es unterstützt Patienten und ihre Verwandten mehr als jedes andere Medikament und ist damit ungewollt ein Zeichen für mehr Humanität im Handeln mit den Patienten. Ergotherapie: Ein Heilmittel, das die Notwendigkeit der Pflege erspart?

Oft treffen die Diagnosen ins Schwarze: Demenz, in welcher Ausprägung auch immer, ist ein Symbol für schleichende geistige Verwirrung und Verfremdung von sich selbst und dem anderen. Laut einer Hand voll Untersuchungen können Ergotherapeutinnen und -therapeuten Menschen mit Demenz im täglichen Leben mehr Hilfe leisten als Medikamente. Bereits die ersten Therapeuten machen Werbung für das Potenzial der Ergotherapie, die Pflege zu verzögern.

"Künftig werden wir allen Menschen mit Demenz eine ganzheitliche und gezielte Ergotherapie anbieten", sagt Michael Hüll vom Klinikum für Alters- und Altersfragen der Universitätsklinik Freiburg. In der Ergotherapie werden alltägliche Tätigkeiten wie Ankleiden oder Wäschewaschen erleichtert und in einer vereinfachten Weise geschult, so dass sie trotz Leistungseinbußen bewältigt werden können.

Nach unausgesprochenem Glauben können Menschen mit Demenz jedoch nicht mehr erlernen. Mit dieser Idee hat sich die Gesundheitswissenschaftlerin und Beschäftigungstherapeutin Maud Graff von der Radboud Universität Nijmegen auseinandergesetzt, als sie 135 Patientinnen mit einer beginnenden Demenz bewies, dass sie innerhalb von fünf Monaten signifikant von 10 Stunden Ergotherapie profitiert haben. Sogar drei Monaten später schafften sie ihr tägliches Leben viel besser als die Peer Group, die nur Drogen eingenommen hatte.

Graf zog Bilanz: "Die Menschen haben mehr Eigeninitiative, mehr Selbständigkeit und Spaß an der täglichen Arbeit. "Die Ergoderm-Studie an den Krankenhäusern in Dresden, Leipzig und Günzburg konnte an diesen Erfolgen anknüpfen: Sechs Monate nach der ergotherapeutischen Ausbildung hatten die Patienten noch mehr Alltagskompetenz als ihre Kollegen. Die Ergotherapie kann daher auch nicht abheilen.

"Die Ausbildung ermöglicht es den Betreffenden jedoch, die vor einem halben Jahr verlorenen Fertigkeiten wie z. B. Telephonieren oder Anziehen wieder zu erlangen", betont Hüll. Allerdings können Ergotherapeutinnen und -therapeuten nicht allein aus sicherheitstechnischen Gründen komplizierte und gefahrbringende Tätigkeiten wie z.B. das Fahren organisieren. In der Ergotherapie ist die Bedeutung der Verwandten von Bedeutung.

Trotz des Kompetenzverlustes lernt er, seinen Partnern seine vorhandenen Kompetenzen anzuvertrauen. Ergotherapeutinnen und -therapeuten nutzen überwiegend gerontologische und ambiente Assistenzsysteme. Sie können das Erinnerungsvermögen von Patienten mit Demenz auf den Sprüngen verbessern. Die Ergotherapie hat jedoch noch nicht einmal die routinemäßige Versorgung erreicht. Der Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Therapeuten beschwert sich, dass höchstens 2% der Erkrankten gezielt behandelt werden.

Grundsätzlich müssen GKV-Patienten zusätzlich 10 Prozent zahlen, auch wenn ihnen eine Ergotherapie verschrieben wird.

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