Gedächtnistraining für Demenzerkrankte

Memorytraining für Demenzkranke

Anlässlich des Geraer Rehabilitations- und Selbsthilfe-Tages erläuterte die SRH Hochschule für Gesundheit Gera das Konzept des Brain Gym. Gedächtnistraining für Demenzkranke: Kognitive Fähigkeiten werden von Anfang an durch Demenz beeinträchtigt. Betreuung, Gedächtnistraining, Gedächtnispflege für Senioren mit und ohne Demenz: Der Demenzkranke soll den Spaß am Gedächtnistraining nicht verlieren. Gedächtnistraining für Senioren und Demenzkranke.

Pflegehilfe für Senioren

Aktive trotz Demenz: Anleitung zur Freischaltung und Pflege von.... - Mit der Frau Johanna Radenbach

Demenzkranke Menschen aktiv machen - aber wie? Welches Spiel, welche Tätigkeiten, welche Übungen sind für diesen Kreis von Menschen tatsächlich sinnvoll? Eine Schatzkammer für die Freischaltung und Pflege von Demenzkranken. Sie bieten professionelle Krankenschwestern und -pflegerinnen und -pfleger Fachkenntnisse und viele Anregungen für eine einfache, kreative und sinnvolle Auslösung. Da die meisten Tätigkeiten zeitflexibel sind, können auch kurzfristige Betätigungen durchgeführt werden.

Außerdem sind detaillierte Stofflisten enthalten, so dass jede Freischaltung rasch erstellt und durchgeführt werden kann.

SimA Publikationen (Auswahl) - Website von Prof. W. D. Oswald

Mit dem Präventionsprogramm SimA-50+ wird erstmals ein Programm zur Unterstützung der Motorik und der Kognition im hohen Lebensalter auf wissenschaftlicher Basis durchgeführt. Die zugrundeliegende Vorgehensweise wurde im Zuge der 1991 initiierten und vom Bundesfamilienministerium finanzierten Interventions- und Längsschnittuntersuchung "Bedingungen zur Sicherung und Stärkung der Selbständigkeit im hohen Altersalter - SimA" an der Uni Erlangen-Nürnberg erforscht.

Dabei stellte sich heraus, dass regelmässig geführte Trainingseinheiten in Verbindung mit kognitivem und psychomotorischem Inhalt die Gedächtnisleistung, den Gesundheitszustand und die Selbständigkeit der TeilnehmerInnen verbessern oder über mehrere Jahre stabilisieren. Zugleich wurden die Teilnehmenden dieser Gruppe deutlich weniger häufig an demenzkrank.

Yogatraining und Gedächtnistraining als Wunderwaffe

Demenzen sind eine ebenso vielseitige wie weit verbreitet. Heute umfasst der Ausdruck Altersdemenz rund 50 unterschiedliche Krankheitsbilder und die Anzahl der Demenzkranken nimmt von Jahr zu Jahr zu. Um von einer Form der Entartung zu reden, müssen unterschiedliche Beschwerden zusammenkommen. Doch eines der häufigste Anzeichen ist der Gedächtnisschwund, der die meisten Menschen mit Demenzerkrankungen betrifft.

Besonders bei Älteren tritt sie meist in Gestalt von akuten und degenerativen Gedächtnisschwund auf. So unterschiedlich wie das klinische Bild sind auch die Behandlungsmöglichkeiten bei Demenzerkrankungen. Zusätzlich zu unterschiedlichen Medikamentenansätzen und Erkenntnistherapien können Patienten auch selbst etwas gegen den Gedächtnisschwund tun. Obwohl die Krankheit nicht auf diese Art und Weise geheilt werden kann, kann ihr Verlauf durch gezielte Trainingsmaßnahmen deutlich gebremst werden.

Besonders nützlich sind Yoga und Gedächtnistraining. Vielfältige ärztliche Untersuchungen beweisen heute die dauerhaften Ergebnisse, die ein konsequenter Trainingsverlauf nachweisen kann. Zielgerichtetes Gedächtnistraining verstärkt das KurzzeitgedächtnisIn den meisten Demenzformen ist das Kurzzeitgedächtnis besonders betroffen. Menschen mit Demenz haben es immer schwerer, sich an etwas zu erinnern.

Deshalb empfiehlt die Alzheimergesellschaft vor allem ein Gedächtnistraining, das auf sinnlichen Wahrnehmungen und Gedächtnissen aus dem eigenen Umfeld basiert. Gerade im Alltagsleben können spezielle Gedächtnis-Übungen Demenz-Patienten dabei behilflich sein, aufgetretene Defizite zu beheben. Beim Gedächtnistraining "Geistig ins höhere Lebensalter passen" können zum Beispiel bestimmte Hirnfunktionen ohne großen Aufwand zielgerichtet adressiert und im Alltagsleben erlernt werden.

Demenzkranke können ihr in der Regel noch besser erhaltenes Langzeiterinnerungsgerät dazu verwenden, ihr kurzzeitiges Gedächtnis zu festigen und ihre Unabhängigkeit im täglichen Leben nicht zu sehr zu verlieren. Seit Jahren wird Yoga als eine Gesundheitsquelle für Menschen jeden Alters angesehen. Nun hat eine nordamerikanische Untersuchung ergeben, dass Yoga auch als Behandlung gegen Demenzerkrankungen gute Ergebnisse zeitigen kann.

In einer Kurzzeit-Studie untersuchte ein Neurowissenschaftlerteam in den USA mit wenigen Testpersonen die Auswirkungen von Yoga auf den demenzbezogenen Gedächtnisschwund. Bei der Befragung wurden 25 Personen mit Gedächtnisstörungen im Rahmen der Demenzerkrankung befragt. Die Testpersonen absolvierten zwölfwöchige Yoga- und Meditationskurse.

Dies ist eine besondere Betrachtung, bei der das Raum- und Bildgedächtnis durch Singen, fliessende Handgriffe und lichtgestützte Visualisationsübungen angeregt wird. Zum Ende der 12-wöchigen Ausbildungsphase konnten die meisten Testpersonen eine Steigerung ihres Raum- und Sehvermögens feststellen. Diese Hirnfunktion ist z.B. dafür verantwortlich, dass sich Menschen im täglichen Leben besser an bestimmte Stellen erinnert und sich mit Hilfe von Sehreizen besser zurechtfindet.

Vor allem für Demenzkranke kann dies die Qualität des Alltagslebens deutlich verbessern, da die Selbstständigkeit durch gezielte Trainingsmaßnahmen aufrechterhalten wird. Die Forscher schlagen auch vor, dass Yoga als vorbeugende Maßnahme im Zusammenhang mit Demenzen und der Alzheimer-Krankheit angewendet werden kann. Wer regelmässig Yoga macht, geht zum Beispiel oft besser mit Stress um.

Inhaltlich Verantwortlicher ist Markus Müller.

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