Genesung nach Schlaganfall

Erholung nach Schlaganfall

Schlaganfallpatienten benötigen in der Regel eine intensive medizinische Nachsorge. Bei einem Schlaganfall kann schon bald ein kleiner invasiver Eingriff ausreichen. Der Schlaganfall kann jeden akut und ohne Vorboten treffen. Viele Menschen haben nach einem Schlaganfall Schwierigkeiten beim Sehen, Hören und Fühlen. "Dies trägt zu einer schnelleren Genesung der Patienten bei.


24 Stunden Pflege

Besteht eine Chance auf Genesung nach einem Schlaganfall?

Die Schlaganfallkur weiß zunächst ein wichtiges Prinzip, das, wenn es befolgt wird, die Überlebens- und Rehabilitationschancen der betreffenden Patientinnen und Patienten signifikant steigert. Je früher mit der Therapie angefangen wird, desto größer ist die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls. Bei der Aufnahme ins Spital nach einem Schlaganfall geht es den betreuenden Ärzten zunächst darum, die Beatmung des Pflegebedürftigen sicherzustellen, die oft durch Inkubationen erreicht wird.

Danach müssen auch die kardiovaskulären Funktionen des Pflegebedürftigen wiederhergestellt werden. Wenn sowohl der Flüssigkeitsausgleich als auch die Versorgung eines eventuellen Gehirn-Ödems erfolgt ist und der Betroffene so weit wie möglich gefestigt ist, kann eine medikamentöse Versorgung in Betracht gezogen werden. Nach einem Schlaganfall werden die meisten Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Rehabilitation geheilt.

Die Hemiplegie ist eine der häufigsten Schädigungen nach einem Schlaganfall, weshalb sich die Behandlung oft auf diesen Teil des Körpers beschränkt. Wichtig bei der Behandlung sind die nicht mehr therapierbaren Gehirnareale, die durch den Schlaganfall geschädigt wurden. Das Ausmaß der Behandlung und die Durchführung muss von Ärzten und Heilpraktikern in Abhängigkeit vom Patienten und der Stärke des Schadens neu festgelegt werden.

Am ersten Tag sollte eine zunächst bewusstlose Behandlung des betreffenden Pflegebedürftigen begonnen werden. Alle Aktivitäten, die der Pflegebedürftige vom Krankenbett aus aus ausführt, konzentrieren sich auf seine lähmende Körperseite. Dort werden die Speisen, Drinks, Zeitschriften etc. plaziert, so dass die Behandlung unmittelbar beginnen kann.

Die Selbsthilfe des Gehirns nach einem Schlaganfall

Je nach geschädigter Hirnregion können die Konsequenzen eines solchen Schlaganfalles das eigene Verhalten stark verändern: Sprech- und Wahrnehmungsstörungen, Lähmungserscheinungen, Sinnes- und Schluckbeschwerden. Mehr als 200.000 Hübe werden in jedem Jahr in der Bundesrepublik berichtet. Allerdings hat die ärztliche Versorgung zur Reduktion der Schlaganfallhäufigkeit beizutragen. Beispielsweise kann heute schon früh ein hoher Blutdruck, der grösste Gefahrenfaktor für einen Schlaganfall, aufgedeckt werden.

Dennoch versterben 20 bis 30 Prozent der Patientinnen und Patienten in den ersten vier Schwangerschaftswochen nach einem Schlaganfall und ein Drittel der Betroffenen ist nach der Therapie weiterhin betreuungsbedürftig. Am 15. Oktober 2004 diskutieren Herz-Kreislauf-Forscher, Hirnforscher und Mediziner auf dem international eminent wichtigen Kolloquium "Cardiovascular and Neuronal Basic of Stroke" am Max-Delbrück-Centrum für Molekularmedizin (MDC) in Berlin-Buch über die möglichen Therapien und Moleküle des Schlaganfalles.

Damit würdigt das Ministerium die Arbeiten des MDC-Gründungsdirektors Professor Dr. med. Detlev W. A. D. A. D. und des derzeitigen Vorsitzenden des Vorstandes der Berliner Universitätsklinikum. "Von 1991 bis 2004 leitete er das Max-Planck-Institut mit großem Einsatz und Energie", betonen seine beiden Erben Professor Dr. med. Walter Burchmeier und Dr. med. Stefan Schwartze als Verwaltungsdirektor des Max-Planck-Instituts.

"Bislang war die einzige effektive Behandlung die Verabreichung eines Medikamentes binnen drei Stunden nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome. Bei vielen Betroffenen kommt diese Unterstützung jedoch zu spät", sagt Professor Dr. med. Ulrich Dirnagl über die Arbeit der Kommission. Er und sein Team suchen daher nach Behandlungsoptionen, die in einem späten Stadium der Erkrankung effektiv sind.

Auch im peripheren Bereich des Schlaganfalles versterben die gesunden Nervenzelle. Eines der Ziele von Professor Dirnagls Arbeiten ist es daher, den Tod von gesunden Nervenzelle nach einem Schlaganfall aufzufangen. Auf diese Weise helfen die Wissenschaftler dem Hirn, sich selbst zu helfen, seine Nervenzelle vor dem Tod zu bewahren.

Sie wird nicht nur von Blutkörperchen, sondern auch von Gehirnzellen gebildet und ist " gegen die Zellteilung der Nervenzelle ", wie Professor Dr. med. Dirnagl ausführt. Bereits jetzt zeigt sich, dass die exakte Zustandsbestimmung des Hirns mit Hilfe bildgebender Methoden wie der funktionalen Kernspintomographie für die Schlaganfallbehandlung von Bedeutung ist.

"Wir wissen seit langem", sagt Professor Dr. med. Cornelius Weißer (Neurologische Universitätsklinik des Universitätsklinikums in Eppendorf ( "UKE"), "dass sich der Patient von einem Schlaganfall erholt, obwohl die Hirnverletzung nicht verändert wurde. "Er verwies darauf, dass bei Patientinnen und Patienten, die erneut reden oder eine Lähmung bewältigen, die gesunden Hirnareale die Funktion der zerstörten Gebiete einnehmen.

"Mit der Wiedererlangung der bei einem Schlaganfall verloren gegangenen Funktion, wie z.B. dem Sprechen, hat sich das Hirn umso mehr umorganisiert. Wir können sie durch Ausbildung, Rehabilitierung oder den Gebrauch von Drogen unterstützen", berichtet er. Mit bildgebenden Techniken ist es den Wissenschaftlern möglich, das Hirn bei dieser Aufgabe zu beobachten.

Nach einem Schlaganfall erholte sich das Hirn in drei Stadien. Obwohl sich die Funktionsstörungen nach einem Schlaganfall einige Tage lang kaum bessern, ist das Hirn in der zweiten Stufe in den übrigen Hirnarealen am Rande der beschädigten Stelle und in der anderen, gesünderen Hälfte des Gehirns außergewöhnlich stark ausgelastet.

Nun merkt der Kranke, dass sich sein Hirn regeneriert, weil er allmählich seine Fähigkeit zu sprechen oder sich zu bewegen wiedererlangt. Schon nach drei bis vier Monaten kehrt die Tätigkeit der Nervenzelle wieder zur Normalität zurück. Die Kenntnis der Hirnregionen, in denen nach einem Schlaganfall besonders aktive Nervenzelle vorhanden sind, soll dazu beitragen, die Therapie auf den jeweiligen Betroffenen und seine Erkrankungsphase abzustimmen.

"Aber die weitere Entwicklung der Behandlung ist nur ein Aspekt", so Professor Dr. med. Weiller weiter. "Wenn wir den Betroffenen am Monitor aufzeigen, wie wichtig Physiotherapie oder Logopädie für sie ist, können wir sie dazu anregen. Eine Patientin, die vor 17 Jahren einen Schlaganfall hatte, hat gezeigt, dass das Zurückgewinnen von Rede oder Beweglichkeit keine Zeitfrage ist.

Schon nach zweiwöchiger Physiotherapie hatte sich seine Beweglichkeit verbessert."

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