Häusliche Betreuung Senioren

Häusliche Seniorenbetreuung

Die häusliche Betreuung von Senioren ist oftmals der übereinstimmende Wunsch der Betroffenen selbst und ihrer Angehörigen. Während alte Menschen ihren Lebensabend in stationärer Pflege wegen Personalknappheit und fehlender Mittel oft wirklich nur noch als ein Pflegefall unter vielen verbringen, ist eine persönliche Betreuung zuhause individuell, warmherzig und persönlich möglich. Um es mit dem bekannten Goethe-Zitat aus dem Osterspaziergang im „Faust“ zu sagen: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“ Ein unbezahlbarer Luxus, nur für superreiche Promis? Keineswegs.

Pflegeagenturen leisten wertvolle Beratung

Pflege zu Hause

Natürlich ist die häusliche Seniorenbetreuung personalintensiv und entsprechend teuer. Aber nicht für jede Tätigkeit benötigt man Spezialisten. Wie genau ein Betreuungsplan aussehen kann, ist höchst verschieden je nach Art der Beeinträchtigung und der verbliebenen Alltagskompetenz. Braucht der Senior nur ein wenig Aufsicht und Anleitung, zum Beispiel wegen einer beginnenden Demenz? Wünschen sich die Eltern Erleichterungen in der Haushaltsführung und etwas Abwechslung im Alltag? Oder liegen gravierende körperliche Defizite vor, die Hilfe oder komplette Übernahme alltäglicher Verrichtungen erfordern? Experten zum Beispiel von den bundesweit vertretenen Caritas-Stationen oder private Pflegevermittler helfen Angehörigen, die durch einen plötzlichen Pflegefall überrascht, vielleicht sogar verzweifelt sind. Sie erklären, wie das Zusammenspiel von ambulanten Pflegediensten, Pflegehilfen, ehrenamtlichen Seniorenbetreuern und Angehörigen am besten funktioniert, welche Kosten entstehen und wie die Pflegekasse bei der Finanzierung hilft.

Häusliche Betreuung für Senioren
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Selbst wenn Verwandte in räumlicher Nähe leben, ist die häusliche Betreuung der Senioren oft einfach zeitlich nicht machbar.

Haushalts- und Pflegehilfen kommen meist aus Osteuropa

Selbst wenn Verwandte in räumlicher Nähe leben, ist die häusliche Betreuung der Senioren oft einfach zeitlich nicht machbar. Zumindest ist keine Aufsicht über 24 Stunden zu gewährleisten, ohne die eigene Gesundheit massiv zu gefährden. Geht es nur um ein wenig Tagesstruktur, springen Ehrenamtler aus den Pfarrgemeinden ein, begleiten Spaziergänge, lesen vor oder organisieren Gesellschaftsspiele. Auch wenn sie mal eine kleine Besorgung übernehmen, führen sie aber keinen Haushalt und übernehmen keine pflegerischen Arbeiten. Diese teilen sich Fachkräfte der ambulanten Pflegedienste und Haushaltshilfen. Letztere dürfen zwar keine medizinische Behandlungspflege ausführen, sind aber in der Grundpflege ausgesprochen versiert und bei ihren Klienten beliebt. Sie unterstützen Körperpflege, Essen, Trinken und Bewegung vom Aufstehen über den Arztbesuch bis zum Zubettgehen. Meist Frauen, aber auch Männer aus östlichen EU-Ländern kommen gern und völlig legal für einige Monate nach Deutschland, weil sie hier attraktive Arbeitsbedingungen vorfinden. Für unsere Verhältnisse ist das Lohnniveau dennoch günstig.

Arbeitnehmerrechte gelten auch bei ausländischem Arbeitgeber

Niemand, der eine Osteuropäerin beschäftigt, muss sich Sorgen wegen Ausbeutung billiger Arbeitskräfte machen. Der komplette Arbeitnehmerschutz wie Mindestlohn und Urlaub gilt uneingeschränkt. Aus Gründen der Praktikabilität gibt es lediglich eine Ausnahme bei den Höchstarbeitszeiten – sie gelten nicht bei einer Pflege in häuslicher Gemeinschaft. Pflegeagenturen vermitteln eine häusliche Seniorenbetreuung bereits zu Tagessätzen ab 60 Euro.

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