Häusliche Pflege Kosten

Kosten für die Häusliche Pflege

Kann ein Mensch wegen Krankheit oder altersbedingter Einschränkungen nicht mehr allein bleiben, stellt sich für ihn und seine Angehörigen die Frage nach stationärer oder häuslicher Pflege. Die Kosten werden bei der häuslichen Krankenpflege nach ärztlicher Verordnung von der Krankenkasse getragen. Bei dauernder Pflegebedürftigkeit, also wenn eine Pflegestufe oder nach neuem Recht ein Pflegegrad zuerkannt ist, zahlt die Pflegekasse für die Sachleistungen eines ambulanten Pflegedienstes. Dieser rechnet üblicherweise direkt mit der Pflegekasse ab, es ist also keine Vorleistung des Versicherten erforderlich. Für eine 24-Stunden-Betreuung reichen die gesetzlichen Leistungen aber keinesfalls aus, und auch privat versicherte Leistungen sind in aller Regel nicht hoch genug, um Kosten der häuslichen Pflege von 10.

000 Euro und mehr im Monat zu decken. Es geht aber deutlich billiger, denn nicht alle Tätigkeiten müssen von professionellen Pflegekräften verrichtet werden. Die richtige Kombination aus Pflegedienst, Leistungen der Angehörigen und einer Haushaltshilfe machen die Pflege in den eigenen vier Wänden bezahlbar.

Erstattungsfähige Leistungen auch im hauswirtschaftlichen Bereich

Pflege zu Hause

Das Elfte Sozialgesetzbuch, in dem die Pflegeversicherung geregelt ist, sieht eine Reihe von Leistungen ambulanter Pflegedienste vor, die zwar erstattungsfähig sind, aber nicht in den Bereich der Behandlungspflege gehören. Man spricht hier von Grundpflege, insbesondere in den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität, sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung, also zum Beispiel das Einkaufen, Kochen, Spülen, Putzen und Waschen. Nun stellt sich die berechtigte Frage, ob hierfür wirklich professionelle Pfleger erforderlich sind, die in der häuslichen Pflege Kosten verursachen für Tätigkeiten, die von weniger spezialisierten Kräften weit günstiger erbracht werden.

Häusliche Pflege: Die Kosten
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Zwar kann die Arbeit der Hilfskräfte nicht als Sachleistung abgerechnet werden, aber das Pflegegeld wird zur freien Verfügung gezahlt.

Ein großer Markt für osteuropäische Pflegekräfte

Die Europäische Union, von vielen wegen ihrer teuren Bürokratie gescholten, bietet durch Dienstleistungsfreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Entsendung von Arbeitskräften ins Ausland drei interessante und völlig legale Vertragsmodelle, um Pflegehilfskräfte aus dem Ausland zu geringen Kosten zu beschäftigen. Gut 200.000 deutsche Haushalte machen von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch. Dienstleistungsfreiheit ermöglicht es, selbstständiges Pflegepersonal zu beauftragen. Das ist günstig, weil Sozialstandards wie Mindestlohn und Höchstarbeitszeit bei Dienstleistungsverträgen nicht gelten. Allerdings besteht ein hohes Risiko, dass das Arbeitsverhältnis als scheinselbstständig eingestuft wird. Sicherer ist es, Haushaltshilfen als Arbeitnehmer anzustellen. Dabei wird der Haushalt entweder selbst zum Arbeitgeber, oder ein ausländischer Arbeitgeber entsendet das Personal. Die Entsendung ist wegen der geringeren Sozialabgaben im Heimatland billiger und gleichzeitig einfacher für den Pflegebedürftigen, da er keine Verpflichtungen als Arbeitgeber übernimmt. Dennoch gelten für den Arbeitsplatz in Deutschland alle Arbeitsschutzvorschriften. Eine sozial ungerechte Ausbeutung wird dadurch verhindert, und dennoch sinken die Kosten der häuslichen Pflege auf rund 2.000 Euro monatlich.

Finanzierung mit Pflegegeld

Zwar kann die Arbeit der Hilfskräfte nicht als Sachleistung abgerechnet werden, aber das Pflegegeld wird zur freien Verfügung gezahlt. Voraussetzung ist lediglich eine regelmäßige Beratung durch eine professionelle Pflegekraft oder einen Pflegedienst, je nach Pflegegrad halbjährlich oder vierteljährlich.

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