Haushaltshilfe 24

24-Stunden-Haushaltshilfe

Übernimmt eine osteuropäische Pflege- und Haushaltshilfe die 24-Stunden-Betreuung pflegebedürftiger Senioren, bedeutet das nicht nur für den Betroffenen den Verbleib in der vertrauten Umgebung, sondern auch eine erhebliche Entlastung der Angehörigen. Europäisches Recht erlaubt grenzüberschreitendes Arbeiten Trotz Angleichung von Sozialstandards in Europa besteht immer noch ein erhebliches Lohngefälle zwischen westlichen Industrienationen und Osteuropa. Dennoch ist die Beschäftigung von Osteuropäerinnen in deutschen Haushalten keine Ausbeutung billiger Arbeitskräfte. Im Gegenteil, das unterschiedliche Preisniveau bedeutet Vorteile für beide Seiten. Die Dienstleistung kann für unsere Verhältnisse billig eingekauft werden.

Da die Haushalts- und Pflegehilfen aber nur für einige Monate nach Deutschland kommen, hier kaum Geld ausgeben müssen und den Lohn in ihre Heimat mitnehmen, profitieren sie dort von der bedeutend höheren Kaufkraft. Von einer Ausbeutung kann allein deshalb schon keine Rede sein, weil bei einer abhängigen Beschäftigung der deutsche Arbeitnehmerschutz uneingeschränkt gilt – egal welcher Nationalität die Pflegerinnen sind und wo ihr Arbeitgeber seinen Sitz hat. Selbstverständlich sind die Arbeitsverhältnisse über Grenzen hinweg völlig legal. Eine besondere Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die zum Beispiel Hilfskräfte aus der Ukraine oder Kasachstan benötigen würden, sind für EU-Bürger nicht erforderlich.

Der Arbeitgeber im Ausland regelt die Formalitäten

Pflege zu Hause

Das wichtigste Papier ist die sogenannte A1-Bescheinigung. Sie ist erforderlich, wenn die Haushalts- und Pflegehilfe nach dem beliebten Entsende-Modell angestellt ist. Ihr Arbeitgeber sitzt dann im jeweiligen Heimatland, also zum Beispiel in Polen, Ungarn, Rumänien oder Lettland. Dort werden die Angestellten zur Sozialversicherung angemeldet. Gibt es einen Auftrag aus Deutschland, wird die Arbeitnehmerin dorthin entsendet. Die zweisprachige A1-Bescheinigung beweist, dass die Anmeldung ordnungsgemäß erfolgt ist und sich der deutsche Haushalt darum nicht mehr kümmern muss.

Haushaltshilfe 24
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Osteuropäerinnen sind vor allem dann gefragt, wenn es um Vollzeitbetreuung geht, ein Senior also nicht mehr allein bleiben kann.

Arbeitszeitgesetz beachten

Osteuropäerinnen sind vor allem dann gefragt, wenn es um Vollzeitbetreuung geht, ein Senior also nicht mehr allein bleiben kann. Natürlich kann keine Pflegerin oder Haushaltshilfe 24 Stunden am Tag arbeiten. Das wäre nach dem Arbeitszeitgesetz auch gar nicht zulässig. Grundsätzlich darf die tägliche Höchstarbeitszeit zehn Stunden nicht überschreiten, im Durchschnitt einer Sechs-Tage-Woche sind acht Stunden das Maximum. Zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn am nächsten Tag müssen zudem mindestens elf Stunden Ruhezeit liegen. Das klingt bei einer Betreuung rund um die Uhr kompliziert. An der Pflege sind aber nicht nur die Hilfskräfte, sondern auch Angehörige, ambulante Pflegedienste für medizinische Behandlungen und vielleicht auch ehrenamtliche Seniorenbetreuer beteiligt. So lassen sich Arbeit, Bereitschaft und Ruhezeit der Pflegehilfen gut abwechseln. Eine Ausnahmevorschrift besagt zudem, dass die Begrenzungen des Arbeitszeitgesetzes auf Pflege in häuslicher Gemeinschaft nicht anwendbar sind. Osteuropäische Haushaltshilfen wohnen deshalb bei einer 24-Stunden-Pflege häufig in der Familie des Gepflegten. Damit ist nicht nur dem Gesetz genügt, sondern es entsteht auch eine angenehme Bindung und ein besonderes Vertrauensverhältnis.

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