Herzinfarkt Behandlung

Herzanfallbehandlung

zur Behandlung des Myokardinfarkts. Und so verhält man sich, wenn man einen Herzinfarkt vermutet. Im Falle eines Herzinfarkts zählt jede Sekunde, weshalb schnelles Handeln gefragt ist. Wenn Sie einen Herzinfarkt vermuten, müssen Sie sofort einen Notarzt rufen. Der Herzinfarkt, kurz HI, beschreibt die regionale Zerstörung von Herzmuskelgewebe (Myokard) durch eine lokale Durchblutungsstörung.


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Herzanfall | Ursache, Vorzeichen und Massnahmen

Ein akuter Herzinfarkt ist die am häufigsten auftretende Herz-Kreislauf-Erkrankung nach einem Schlaganfall. Rund 400.000 Menschen in ganz Europa leiden jedes Jahr an einem Herzinfarkt. Obwohl die meisten Herzanfälle bei Älteren (> 65 Jahre) vorkommen, sind besonders bei Männern teilweise schon im frühen Lebensalter (> 35 Jahre) Risiken vorhanden. Etwa 40 % der Bundesbürger sterben an einem Herzinfarkt binnen 28 Tagen.

Der Hauptgrund für diese beängstigende Anzahl ist, dass zu viel Zeit vergeht, bevor der Herzinfarkt behandelt wird. Sofortige lebenserhaltende Massnahmen müssen bei Herzinfarktverdacht aufrechterhalten werden. Daher sollte beim ersten Auftreten eines Herzinfarktes der Notdienst umgehend über die bundesweite Notfallnummer 112 angerufen werden.

Die Herzmuskulatur, oder besser gesagt: der ermüdungsfrei funktionierende Herzrhythmus, benötigt 5 - 20 % des Sauerstoffbedarfs des Gesamtorganismus, je nach Grad der körperlichen Betätigung. Führt Arterienverkalkung zu einer Gefäßverengung, strömt weniger Blut in den nachgeschalteten Versorgungsbereich des Herzens, der betroffenen Stelle wird die Funktionsfähigkeit entzogen und das Herzzeitvolumen reduziert.

Die Herzattacke tritt also am Grund der Einlagerungen auf, die sich bei Anwendung der entsprechenden Faktoren in den Herzkranzgefäßen bilden. In der Vergangenheit wurde angenommen, dass das stetige Wachsen der Lagerstätten zu einer wachsenden Einengung bis hin zum Verschluss der Gefäße führte, die dann den Herzinfarkt auslöste. Wie läuft ein Herzinfarkt ab? Verdrängt oder schließt das Blutgerinnsel einen großen Teil des Blutgefäßes, kommt es zu Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen und - bei schweren Durchblutungsstörungen - zum abrupten Absterben.

Sonst stirbt die Zelle ab und es bildet sich eine Wunde. Die Koexistenz von gesunder und geschädigter Zelle im Herzen des Herzmuskels verursacht oft eine Herzrhythmusstörung bei akutem Myokardinfarkt. Der Tod tritt nach wenigen Augenblicken ein, wenn er nicht sofort durch einen Stromschlag auslösbar ist. Am wahrscheinlichsten ist dies bei Menschen, die an Zuckerkranken erkrankt sind.

Ist es nicht möglich, das geschlossene Gefäss binnen weniger Arbeitsstunden wieder zu öffnen, verliert der Herz-Muskel seine Funktion. Der Herzinfarkt kann sich durch die nachfolgenden Beschwerden manifestieren: Die Genesungschancen sind umso besser, je früher ein Herzinfarkt therapiert wird. Daher ist bei einem Herzinfarktverdacht ein rasches Eingreifen unerlässlich und der behandelnde Arzt muss unverzüglich informiert werden.

Die Überlebenschance ist um so höher, je früher ein Pflegebedürftiger ins Krankenhaus eintritt. Bei der Behandlung des Akutinfarkts soll das geschlossene Gefäss so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. Mit einer Sofortbehandlung - und wenn das betroffene Herzen nicht bereits stark geschädigt ist - kann nahezu jeder Herzinfarkt günstig therapiert werden.

Welche Behandlungsmethoden werden bei einem Herzinfarkt angewendet? Es gibt nach der Aufnahme in ein Spital nun drei Hauptbehandlungsalternativen für die Eröffnung des geschlossenen Gefässes. Seit Mitte der 1970er Jahre können mit der Ballonangioplastik viele koronare Gefäßverschlüsse mit einem nicht-chirurgischen Verfahren, der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie (PTCA) oder Ballonerweiterung, wiederhergestellt werden.

Welche Vor- und Nachteile hat die Behandlung eines Herzinfarktes mit PTCA/Stent? Nachteilig bei den Invasivtherapien PTCA/Stent und Bypass-Operationen ist die örtliche Anbindung an ein Herzkatheter-Labor oder einen Operationssaal in einer Praxis, während die Primärtherapie als Erstbehandlung bei akutem Myokardinfarkt an jedem Ort, in der Nähe des Patienten und damit mit dem geringstmöglichen Zeitaufwand, erfolgen kann.

Trotzdem ist die akute Behandlung heute die bevorzugte Therapie, da 85 - 90 prozentige Anteile der Patientinnen einen ungestörten Kontrastmittelfluß nach der Gefäßneubildung (Rekanalisation) erreichen und die besten Langzeitresultate erzielt werden (Mortalität statt 10 - 15 prozentig nur 8 prozentig). Zudem können Hochrisikosituationen, z.B. eine Verengung der großen Gefäße, unmittelbar aufgedeckt werden.

Ein anderer Pluspunkt ist, dass die dem Blutgerinnsel zugrundeliegende Enge unmittelbar wahrgenommen und umgehend behoben wird und das Risiko einer Hirnblutung niedriger ist als bei einer arzneilichen ("thrombolytischen") Behandlung. Dadurch kann die Behandlung bei entsprechender Notwendigkeit ohne Probleme wiederaufgenommen werden. Gerade bei älteren Patientinnen und Patienten ist die Belastung nicht so groß, da die Behandlung in der Regel ohne Allgemeinanästhesie abläuft.

Was sind die Risiken einer Herzinfarktbehandlung? Noch mehr Herzanfälle stehen bevor. Der Fortschritt in der Kathetertechnologie (Einsatz von PTCA/Stent) und der medikamentösen Therapie hat in den vergangenen Jahren zu einer signifikanten Reduktion der 30-Tage-Mortalität durch Herzinfarkt beigetragen. Worauf ist nach einem Herzinfarkt zu achten?

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