Hilfe bei Pflegebedürftigen Eltern

Unterstützung für pflegebedürftige Eltern

Melden Sie sich Tage vor dem Start bei Ihrem Arbeitgeber an und weisen Sie nach, dass Sie pflegebedürftig sind. Aber nicht alle Kinder unterstützen ihre pflegebedürftigen Eltern. Mithilfe eines Anwalts gelang es ihm. Inwieweit und in welchem Umfang beantragen die Angehörigen oder das Heim eine staatliche Beihilfe zur Pflege.


24 Stunden Pflege

Heft 2/2015: Wenn Eltern Hilfe benötigen

1 Bieten die gesetzlichen Pflegeversicherungen meinen Eltern den gleichen Versicherungsschutz wie die Krankenkassen? Nein, es handelt sich nicht um eine Vollkaskoversicherung, sondern um eine "Grundversicherung in Gestalt von Unterstützungsleistungen". Abhängig von der Versorgungsstufe und der Versorgungsart - ob im privaten, ambulanten oder häuslichen Bereich - bekommen die Betroffenen zur Zeit zwischen 450 EUR (Pflegestufe 1, ambulant) und 1918 EUR (Pflegestufe 3 mit Härtezulage, Pflegeheim) pro Monat.

Der Nutzen wird sich im Jahr 2015 leicht erhöhen. "Damit sind die tatsächlichen Betreuungskosten fast nie gedeckt", sagt sie. Die Durchschnittskosten sind laut "Barmer GEK-Pflegereport 2013" je nach Versorgungsgrad zwischen 1380 und 1800 EUR höher als die Leistung der Krankenpflegeversicherung. 2 Wie hoch sind die Zuschüsse für einen Heimplatz?

Die Honorare hängen im Prinzip vom Versorgungsgrad der Bewohner ab. Es gibt jedoch keine Einheitspreisliste, die Preise variieren je nach Land und Institution. Durchschnittlich kostet ein Heimplatz inklusive Mahlzeiten und Nebenkosten ca. 2.400 EUR pro Monat für die Pflege der Ebene 1, für die Ebene 2 ca. 2.850 EUR, für die Ebene 3.300 EUR.

3 Was, wenn ich mich lieber selbst um meine Eltern kümmere: Kann ich mir eine Pause von der Arbeitszeit einlegen? Wenn ein Angehöriger ab der Pflegephase 1 zu Haus versorgt wird, hat er das Recht auf Pflegezeit: eine vollständige oder partielle Entlassung von der Tätigkeit für bis zu sechs Monaten. Der Betreuungszeitraum muss spätestens zehn Tage vor Behandlungsbeginn und mit Betreuungsnachweis beim Auftraggeber angemeldet werden.

Krankenpflegezeit ist ein unbezahlter Urlaub, während dessen die Sozialleistungen, d.h. Kranken-, Krankenpflege-, Pensions- und Arbeitslosenversicherungen, in der Regel aufrechterhalten werden. Zusätzlich wird das Betreuungsgeld für die Heimpflege - bis zu 700 EUR in der Pflegeklasse 3 - ausbezahlt. Andernfalls werden keine Geldleistungen für den Pflegezeitraum gewährt. 5 Was, wenn ich mich um einen kranken Vater oder eine kranke Mutter kurzzeitig und nur temporär kümmere?

In solchen Fällen, wie etwa in der ersten Zeit nach einem Hirnschlag oder einer anderen schwerwiegenden Erkrankung, tritt im Jahr 2015 das Pflegeverstärkungsgesetz (Pflegestärkungsgesetz) in Kraft, das dem Kindergeld bei Krankheit ähnelt. 6 Meine Eltern sind beinahe 70, aber immer noch intakt.

Ist es jetzt sinnvoll, rasch eine geeignete Krankenversicherung abzuschliessen, um die Pflegekosten niedrig zu halten? 3. "Denn je älter jemand ist, desto schwerer wird es, in eine gute Pflegegeldversicherung übernommen zu werden", sagt Frau Dr. Alfred Klein von der Firma Finztest. Es gibt immer nur staatliche Förderverträge, die sogenannten "PflegeBahr", weil sie auch für Menschen mit einer Vorerkrankung ohne Risikoprämie offen sein müssen.

"Unglücklicherweise sind die Beträge im Vergleich zum eventuellen Nutzen jedoch verhältnismäßig hoch", erläutert er und nennt das Beispiel der Demenz: "Oft ist die Monatsleistung von 60 EUR etwa gleich hoch wie der Monatsbeitrag, den ein neuer 70-jähriger Patient zahlen müsse. Selbst wenn der Versicherte Pflegebedürftigkeit erlangt, erbringt die Krankenkasse in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss keine Versicherungsleistungen - wobei die Beitragszahlungen in jedem Falle fortgeführt werden müssen.

7 Wer tritt ein, wenn Pflegebedürftige die Zusatzkosten für ein Pflegeheim nicht tragen können? Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch müssen sich Angehörige in einer "geraden Linie" - also von Kindern, Eltern und Grosseltern - gegenseitig unterstützen. Dieselbe Pflicht gilt aber auch gegenüber den Eltern - egal ob und wie gut man mit ihnen zurechtkommt:

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres hat der BGH einen Mann zur Übernahme von rund 9.000 EUR für die Krankenpflege seines Vaters verurteilt. Nur wenn das Kinde bereits in den ersten Jahren seines Lebens von einem Erziehungsberechtigten im Stich gelassen wurde, brauchen die Richter auch nicht andersherum. 8 Muss ich im ungünstigsten Falle all mein ganzes Gehalt bezahlen, um auf meine Eltern aufzupassen?

Nein. In jedem Falle gilt ein Freibetrag von zurzeit 1600 EUR für Alleinstehende und 2880 EUR für Ehen. Zu berücksichtigen sind auch Raten für Darlehen, die vor der Pflege der Eltern abgeschlossen wurden, Kosten für die eigene Altersvorsorge (bis zu fünf vom Hundert des Bruttogehalts) und arbeitsbedingte Kosten (bis zu fünf vom Hundert des Nettogehalts).

Nur wenn Selbstbehalte und abzugsfähige Ausgaben berücksichtigt sind, kann das Sozialversicherungsamt die halbe Restsumme für die Betreuungskosten der Eltern aufbringen. "Die Furcht vor eventuellen Zuwendungen ist für viele unbegründet", sagt er und bezeichnet eine Faustregel: "In der Realität bezahlt eine 4-köpfige Gastfamilie erst ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von 100.000 EUR.

Die Gelder können - abzüglich der eigenen Vorsorge - für die elterliche Unterstützung verwendet werden. Auch bei Großmutters Wohnung, wenn sie in ein Pflegeheim muss. Bei Pflegebedürftigen, die in das Pflegeheim einziehen, müssen sie im Zweifelsfall ihr Grundstück zur Finanzierung der Versorgung aufgeben. Grundsätzlich sollte eine gut konzipierte betriebliche Altersversorgung auch das pflegerische Risiko absichern.

"Aufgrund der Höhe der kaum handhabbaren Beträge ist die Pflegetaggeldversicherung für Klienten unter 40 Jahren nicht geeignet", sagt Finanzexperte Dr. Clemens Klein. Laut Finanztestberechnungen müssen 45-jährige neue Kundinnen und Kunden mit rund 55 Cent pro Monat auskommen. Andererseits empfehlen die Prüfer von staatlichen Krankenkassen, dem Pflege-Bahr, abzuraten, da sie den Bedarf an Geld im Falle einer Pflegebedürftigkeit nicht abdecken.

Zusätzlich zur Pflegegeldversicherung ist auch eine Pflegerente möglich.

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