Krankenpflege Daheim

Haushaltshilfen und häusliche Pflege

Krankenpflege daheim wird von den Krankenkassen nur in besonderen Fällen bezuschusst, beispielsweise wenn ein Klinikaufenthalt dadurch vermieden wird, wegen fehlender Betten nicht möglich ist oder ein Behandlungserfolg gesichert werden kann. Aber auch außerhalb dieser Zuschussgründe für häusliche Krankenpflege gibt es Situationen, in denen eine Haushalts- und Pflegehilfe sinnvoll einsetzbar ist. Dienstleister, die osteuropäische Hilfskräfte nach Deutschland vermitteln, machen die Krankenpflege daheim bezahlbar.

Pflege zu Hause

Zu gesund für das Krankenhaus, zu krank für die Haushaltsführung

Krankenpflege daheim
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Krankenpflege daheim wird von den Krankenkassen nur in besonderen Fällen bezuschusst, beispielsweise wenn ein Klinikaufenthalt dadurch vermieden wird, wegen fehlender Betten nicht möglich ist oder ein Behandlungserfolg gesichert werden kann.

Ins Krankenhaus geht man nicht zum Spaß. Wer nach einer überstandenen schweren Erkrankung die Klinik verlassen konnte, ist vermutlich noch nicht kräftig genug, die Wohnung zu putzen, Wäschekörbe zu stemmen und Einkäufe nach Hause zu schleppen. Kommen körperliche Einschränkungen hinzu, ist vielleicht auch Unterstützung bei Körperhygiene und Mobilität erforderlich. In einer Familie kann das aufgefangen werden. Singles und besonders alleinlebende Senioren haben ein echtes Problem.

Vermittlungsagenturen holen osteuropäische Kräfte nach Deutschland

Die Lösung: Pflegekräfte aus Niedriglohnländern der EU, vor allem aus Osteuropa. Selbstständige Pflegerinnen leisten ab etwa 1.700 Euro im Monat eine Vollzeitbetreuung. Arbeitnehmerinnen sind mit 2.000 Euro etwas teurer. Für eine kürzere Einsatzdauer werden Tagespauschalen ab 60 Euro verlangt. Pflegevermittler vor Ort knüpfen Kontakte zu Pflegediensten im Ausland. Sie beraten über die angebotenen Leistungen und erklären auch Vorteile und Risiken der verschiedenen Vertragsmodelle. Freiberufliche Kräfte sind zwar besonders günstig, weil für sie Mindestlohn, Höchstarbeitszeiten und sonstige Arbeitnehmerschutzrechte nicht gelten. Allerdings bewegt sich ihre Beschäftigung stets in der rechtlichen Grauzone zur Scheinselbstständigkeit. Deshalb darf es insbesondere keine direkten Weisungen des Gepflegten oder seiner Angehörigen an die Pflegerin geben, denn das wäre gerade das wichtigste Merkmal für die Arbeitnehmer-Eigenschaft. Für Selbstständige mit nur einem Auftraggeber besteht zudem Rentenversicherungspflicht, auch wenn keine Scheinselbstständigkeit vorliegt.

Eine Haushaltshilfe für die große Familie

Rechtssicher ist die abhängige Beschäftigung. Die Haushalts- und Pflegehilfe ist dann Arbeitnehmerin mit gesetzlich fair geregelten Arbeitsbedingungen. Der Haushalt kann selbst als Arbeitgeber auftreten, hat dann aber auch gewisse formale Verpflichtungen. Nur bei 450-Euro-Jobs erledigt das die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft. Bei umfassenderen Arbeiten können die Tätigkeiten zum Teil auf einen Dienstleister ausgelagert werden, zum Beispiel die Lohnbuchhaltung. Das kostet aber Geld. Andere Dinge wie das Beantragen einer Betriebsnummer muss der Arbeitgeber selbst erledigen. Für eine Vereinfachung sorgt die Anstellung der Pflegerin bei einem Pflegedienst in ihrer Heimat mit Entsendung nach Deutschland. Arbeitgeberpflichten liegen allein beim ausländischen Unternehmer, allerdings verzichtet der deutsche Auftraggeber damit auch auf sein direktes Weisungsrecht. Man muss übrigens nicht unbedingt alt oder krank sein, um sich für solche Dienste zu interessieren. Auch in einer großen Familie bringt eine Haushaltshilfe Entlastung, schenkt Eltern und Kindern Qualitätszeit.

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