Lähmung nach Schlaganfall

Paralyse nach Schlaganfall

Der Schlaganfall kann jeden treffen. Aber was tun, wenn nach dem Schlaganfall eine Lähmung auftritt? Seither war meine linke Seite meines Körpers gelähmt. Halbseitenlähmung nach Schlaganfall: das Leben wieder lernen. Jede Minute zählt in einem Zug.

Lähmungen nach Schlaganfall - Was tun?

Der Schlaganfall kann jeden betreffen. Aber was tun, wenn nach dem Schlaganfall eine Lähmung auftritt? Bei einem Schlaganfall können Lähmungserscheinungen, Seh- und Sprechstörungen, Gedächtnisverlust und Konzentrationsschwäche auftreten, je nachdem, welcher Teil des Gehirns davon beeinträchtigt ist. Daher ist es für den Patienten und auch für seine Verwandten lohnend, durchzudauern.

Im Falle einer Lähmung nach einem Schlaganfall, die in der Regel nur eine Hälfte des Körpers befällt, müssen so frühzeitig wie möglich krankengymnastische Massnahmen ergriffen werden. Wenn das Sprechzentrum in Mitleidenschaft gezogen wird, sind zunächst Sprachtherapeuten gefragt, um die Artikulationsfähigkeit des Betroffenen durch gezielte Sprech- und Lese-Übungen ständig zu steigern. Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwächen bedürfen der Pflege durch einen professionellen Psychologen.

Nach einem Schlaganfall entspannt sich zuerst die Muskelmasse, dann steigt der Muskeltonus, die Muskelverspannung wieder an, es kommt zu Verspannungen und Zuckungen. Die Physiotherapie muss hier so ausgerichtet sein, dass der Betroffene den Weg zurück ins eigene Land erfährt. Die Angehörigen können von Beginn an durch geduldiges, aber konsequentes tägliches Üben mit dem Patienten wichtige Hilfestellung sein.

Abhängig von der Stärke des Schlaganfalles und dem Pflegeaufwand wird der Betroffene in die Versorgungsstufe 2 oder gar in die Versorgungsstufe 3 eingeteilt, so dass eine Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen in Betracht gezogen werden kann. Zuerst muss der Pflegebedürftige richtig positioniert sein, um die Spastizität der Muskeln auf ein tolerierbares Niveau zu drosseln.

Als nächstes lernen die Patientinnen, wieder kontrolliert zu saßen. Feinmotorische Fähigkeiten müssen ebenfalls von Grund auf gelernt werden. Rehabilitierungsmaßnahmen bei Lähmungen nach einem Schlaganfall bedürfen der aktiven Mitwirkung des Betroffenen, aber auch der vollen Betreuung der Verwandten. Viele Dinge müssen von neuem gelernt werden, was vor dem Schlaganfall eine Selbstverständlichkeit war.

Angehörige sind aufgefordert, mit dem Betroffenen auszuharren, alle Auf und Ab mit ihm auszuhalten und ihn bei seinen alltäglichen Aufgaben zu begleiten.

Neuartige Lähmungstherapie nach Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall kann die Mehrheit der Patientinnen und Patienten nicht mehr wie bisher den betreffenden Oberarm und die betroffene Handfläche benutzen. Eine neue Technik, die nicht genutzte Nervenwege aus dem Hirn aktivieren soll, haben Forscher aus Tübingen mitentwickelt. Besonders wichtig können diese Ergebnisse für schwer lähmende Menschen sein. Das sind zum einen Nervenroboter für die Resozialisierung, sogenannte Brain-Machine-Interfaces (BMI), die auch eine durch Gehirnsignale gesteuerte Lähmung der Hände eröffnen und schliessen können, wenn sich der/die TeilnehmerIn die entsprechenden Bewegungen einbildet.

Frühere Ergebnisse aus Tübingen haben ergeben, dass jeder der beiden Verfahren, die separat angewendet werden, die Wirksamkeit der vorhandenen Nervenwege erhöhen kann. Erstmalig konnte das Forscherteam um die Ärztin und Neurowissenschaftlerin Prof. Alireza Gharabaghi aus Tübingen zeigen, dass die Verbindung dieser beiden Verfahren auch bisher nicht genutzte Nervengänge aktivieren kann.

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