Nach dem Schlaganfall

Vor dem Schlaganfall

Der Schlaganfall ist neben Krebs und Herzinfarkt nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Nach einem Schlaganfall ist eine Depression sehr häufig. Haben Sie gewusst, dass ein Schlaganfall Jahre später das Gehirn beeinflusst? Kann man nach einem Schlaganfall Sex haben? Die Zelltransformation repariert das Gehirn nach einem Schlaganfall.

Bei einem Schlaganfall: Stimulierung des Hirns, um bei Sprechstörungen zu unterstützen - Wissen

Der überraschende Todesfall des Jazz-Musikers Roger Cicero letzte Woche brachte das Schlaganfallthema wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Durch die frühzeitige Erkennung und wirksame Behandlung von Risikoparametern wie Bluthochdruck, Herzversagen oder Typ-2-Diabetes bleibt vielen Menschen, die tatsächlich besonders stark betroffen sind, heute der gefürchtete "Schlag" erspart. Der Schlaganfall ist neben der Krebserkrankung und dem Infarkt nach wie vor eine der häufigste Todesursache.

Immer mehr Menschen haben "etwas zurückgelassen", weil ein Blutgefäß verstopft ist oder das Hirn blutet. Schlaganfall ist daher heute die häufigste Todesursache bei Menschen mit bleibender Behinderung. Eine dieser Möglichkeiten könnte die nicht-invasive Stimulierung des Hirns mit Gleichspannung sein.

Die Neurologe Agnes-Flöel, Charité Berlin, und Marcus Meinzer, Diplompsychologe an der University of Queensland, wendeten die transkraniale Gleichstrom-Stimulation (tDCS) bei Sprechstörungen (medizinisch: Aphasie) an. Bei 26 Patientinnen und Patienten, die nach einem Schlaganfall lange Zeit an Apathie gelitten hatten, wurden die Leiterinnen und Leiter für je zwei mal 20 min für acht Tage mit einer Elektrode ausgestattet.

In dieser Zeit erhielt die HÃ?lfte der Studienteilnehmenden eine TÃ?tigkeit, die andere nur eine Scheintherapie zu vergleichenden Zwecken. Weder Patient noch Prüfer wissen daher, wer zu welcher Patientengruppe gehört. Doch von Session zu Session ist der Lead der Teilnehmenden, die die eigentliche Anregung erhalten hatten, bei der Benennung der dargestellten Objekte und deren Überführung in alltägliche Situationen gestiegen, berichtete er.

"Acht Tage später war der Abstand ziemlich groß." "Auffallend ist, dass er sechs Monate nach der Therapie noch sichtbar war", betont der Neurologe. Der Vorteil dieser kleinen Untersuchung ist, dass sie einen wirklichen Abgleich mit der Placebostimulation ermöglicht und auch nach ihrem langfristigen Erfolg fragt.

Aufregend ist auch, dass die Neurologe den primärmotischen Kortex der rechten Gehirnhälfte zur Stimulierung kontrollierten. Und in der Erwartung, dass es sich auch auf das Auffinden von Worten und Sprachstrukturen auswirken wird, wenn dieser Bereich einen Impuls erhält und dadurch die Informationsweitergabe geändert wird, haben sich die Ärzte mit dem funktionalen Kernspintomographen (fMRT) eine komplexe Bildverarbeitung auf der Suche nach einem zielgerichteteren Ausgangspunkt erspart.

"Hoffentlich haben wir einen Weg entdeckt, der in der Praxis umsetzbar ist. Auf dem letzten Neurologenkongress beschrieb Präsidentin Alfons Schnitzler von der Uni Düsseldorf ihre Untersuchung als "Meilenstein" in der Anwendung der nicht-invasiven Stimulierung von Gehirnarealen beim Schlaganfall. Grössere Untersuchungen müssen jedoch aufzeigen, ob der bereits eingeschlagene hoffnungsvolle Weg in der Therapie spezieller Fälle von Epilepsie, Schmerz, in Einzelfällen auch Depression und in einer weiteren von der Charité durchgeführten Untersuchung zu Erinnerungsstörungen im hohen Lebensalter tatsächlich zu einer tragfähigen Behandlungsoption für Aphasie nach Schlaganfall werden kann.

Bereits jetzt wollen die beiden Firmen mit 150 bis 200 Probanden aus mehreren Krankenhäusern eine Studie durchführen.

Mehr zum Thema