Neue Pflegestufen

Die neuen Pflegestufen

Gesetzentwurf - zwei neue Pflegestufen Bundesgesundheitsminister Hermann Größenhe hat einen neuen Gesetzentwurf zur weitreichenden Gesundheitsreform vorgestellt. Noch vor dem Abschluss des zweiten Betreuungsstärkungsgesetzes verkündete er, dass die Gesundheitsreform die bereits pflegebedürftigen Menschen keineswegs in eine schlechtere Lage bringen wird. Darin ist unter anderem die Einrichtung von zwei neuen Pflegestufen vorgesehen. Auch Demenzkranke und psychische Erkrankungen sollten besser miteinbezogen werden.

Pflegehilfe für Senioren

Die Durchführung der Reformen in diesem Jahr wird als wenig wahrscheinlich angesehen. Bundesgesundheitsminister Dr. med. Gröhe verkündete jedoch, dass die Einführung des neuen Systems bis zum Ende seiner Amtszeit im kommenden Jahr abgeschlossen sein werde. Nach dem ersten Konzept werden die einmaligen Umbaukosten auf rund 4,4 Mrd. EUR geschätz. Die hierfür erforderlichen Mittel sollen aus den Reserven der Pflegekassen zur Verfügung gestellt werden.

Dagegen werden die Betriebskosten durch eine Steigerung der Beiträge zur Krankenpflegeversicherung erstattet. Es wird erwartet, dass dieser Wert bei Durchführung der Reformen um 0,2 Prozent steigt. Ein zentraler Punkt der neuen Entschließung ist die Neubestimmung des Begriffs "Pflegebedürftigkeit". Ab sofort werden Menschen mit Demenz und Menschen mit schweren seelischen Krankheiten die gleichen Vorteile und Unterstützungen wie Menschen mit körperlicher Behinderung haben.

Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass die für die Betreuung erforderliche Zeit nicht mehr die Basis für die Bemessung des Hilfebedarfs ist. Für die Festlegung des Versorgungsgrades soll zukünftig ein alltagsbezogener Punktkatalog verwendet werden, der das Ausmass der Einschränkungen des Pflegebedürftigen im Detail wiedergibt. Gröhe meint damit, dass die besonderen Pflegebedürfnisse von Demenzkranken realistischer wiedergegeben werden.

Zukünftig können auch schwer wiegende psychische Probleme deutlich besser bewertet werden. Der zweite Kernpunkt der Neuregelung betrifft die Umsetzung des Konzepts von Pflegestufen auf Pflegestufen. Konkret heißt das, dass die derzeit gültigen drei Pflegestufen durch gleichwertige Abschlüsse abgelöst werden. Darüber hinaus werden diese durch "Pflegestufe 1" und "Pflegestufe 5" erweitert.

Letztere betreffen besonders pflegebedürftige Menschen. Waehrend die Betreuungsstufe 3 bisher nur 728 EUR pro Monitor pro Monat fuer die Maximalfoerderung vorsah, koennen die Betroffenen kuenftig auf bis zu 901 EUR pro Monitor rechnen. Pflegebedürftige, die aufgrund des neuen Beurteilungsverfahrens Zugang zur Krankenpflege haben, bekommen ab sofort bis zu 125 EUR pro Kalendermonat als Förderung für die häusliche Krankenpflege.

In Deutschland werden nach ersten Schätzungen rund 500.000 Menschen, die noch keine Förderung erhalten haben, von dieser Versorgungsstufe profitiert haben.

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