Parkinson Alter

PD Age

Die pragmatische Behandlung von Parkinson-Patienten im Alter kann die Lebensqualität und Unabhängigkeit erheblich verbessern. Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Albrecht S. schob es ins hohe Alter, als sein Hals ständig angespannt war. Hohe Lebensqualität erhalten und trotzdem das Leben im Alter bestmöglich genießen.


24 Stunden Pflege

Mit zunehmendem Alter nimmt die Inzidenz von Parkinson zu.

Lebensdauer bei Parkinson-Krankheit

Parkinson ist eine ständig fortschreitende Seuche. Allerdings lässt sich der einzelne Kurs nicht mit Sicherheit vorhersagen: Zum Glück wird erwartet, dass etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten vergleichsweise langsam vorankommt; selbst nach 10 Jahren treten bei ihnen nur geringe Symptome auf. In einigen, meist alten Menschen, verläuft die Behandlung rapide und die körperlichen und geistigen Probleme steigen rapide an.

In einer anderen Personengruppe treten im Krankheitsverlauf ebenfalls vorwiegend Beschwerden im motorischen Bereich auf, während andere bald unter kognitiven Beeinträchtigungen leiden. Die Mortalität bei Parkinson-Patienten war vor der EinfÃ??hrung der L-Dopa-Therapie praktisch dreimal so hoch wie in der gleichen Kategorie ohne Parkinson-Krankheit. Dies hat sich mit der EinfÃ??hrung dieser neuen, moderneren Behandlung gebessert und die Lebensdauer der Parkinson-Patienten hat erheblich zugenommen.

Dies ist vor allem auf die verbesserte Beherrschung und Verzögerung des Krankheitsverlaufs und die damit verbundenen weiteren Erkrankungen zurückzuführen. Durchschnittlich stirbt ein Parkinson-Patient heute im Alter von etwa 70 Jahren, also nur wenig früher als ein Mensch ohne Parkinson-Krankheit. Es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren neue Behandlungsverfahren (z.B. Tiefenhirnstimulation, Stammzellentherapie oder neue Medikamente) zur Anwendung kommen werden, die die Chance auf eine weitere Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität von Parkinson-Patienten erhöhen.

Praxisnahe Therapie von Parkinson-Patienten im Alter

Mit einer pragmatischen Therapie von Parkinson-Patienten im Alter kann die Lebens- und Selbständigkeit der Erkrankten deutlich gesteigert werden. Mit zunehmendem Alter nimmt die Häufigkeit der Parkinson-Krankheit zu; das lebenslange Risiko, an der Parkinson-Krankheit zu erkranken, beträgt 1,5%. Die Parkinson-Erkrankung ist eine unheilbar fortschreitende Erkrankung, aber durch eine angemessene Therapie von Parkinson-Patienten können die Lebensbedingungen und die Unabhängigkeit erheblich gesteigert werden.

Im Hinblick auf die dopaminerge Behandlungsmethode bei Parkinson-Patienten ist L-Dopa nach wie vor eine wirksame Arzneimitteltherapie bei Bewegungseinschränkungen. Die Langzeitbehandlung von Parkinson-Patienten mit L-Dopa ist jedoch mit Motorikkomplikationen wie Schwankungen und Störungen verbunden. Im weiteren Verlauf der Krankheit treten auch Beschwerden auf, die mit L-Dopa nicht adäquat therapiert werden können, wie eine abrupte Bewegungsblockade - so genanntes Einfrieren, vegetative Funktionsstörung, Ersticken, Dysarthrie, Sturz und Dementis.

Komorbiditäten und der Einsatz anderer Arzneimittel sowie das gestiegene kognitive Beeinträchtigungs- und Demenzrisiko sollten bei der Therapie von Parkinsonpatienten im fortgeschrittenen Alter berücksichtigt werden. Neben dem Alter wurden weitere Gründe für eine künftige Parkinson-Krankheit identifiziert: vor allem die Stärke und Art der extrapyramidalen Beschwerden - Haltungsinstabilität und Gehstörungen, das Auftreten von Wahnvorstellungen und leichten psychischen Beeinträchtigungen in den Basistests.

Ein Rückgang der psychischen Leistung und Demenz sind wichtige Faktoren für die Erkrankung. Dabei ist vor allem zu berücksichtigen, dass sowohl Demenz als auch Halluzination eine Beschränkung der Therapiemöglichkeiten für motorische Beschwerden zur Folge haben. Bei der Therapie von Bewegungssymptomen bei alten Menschen mit einer normalen kognitiven Leistung ohne Halluzination kann das ganze verfügbare Arzneimittelspektrum genutzt werden.

Allerdings sollten ältere Menschen mit Dopamin-Agonisten immer vorsichtig behandelt werden, auch wenn sie eine bedeutende Bedeutung für die Prävention von Dyskinese in der monotherapeutischen Behandlung haben. Anders als bei L-Dopa erhöht ihr Einsatz das Nebenwirkungsrisiko. Andere häufige Begleiterscheinungen bei Älteren sind ein Ödem in den Knöcheln, Benommenheit während des Tages und eine Verschlimmerung der Gefrierwirkung.

Deshalb wird L-Dopa in der Regel für ältere Menschen angeraten. Für die Therapie motorischer Schwankungen können Wirkstoffkombinationen mit MAO-B-Inhibitoren, Entacapone oder COMT-Inhibitoren eingesetzt werden. Der Beginn der Therapie mit selektivem oder rasagilinem Wirkstoff ist möglich, aber weniger wirksam als der Beginn mit L-Dopa allein. Anticholinergika sollten nicht für ältere Parkinson-Patienten eingenommen werden!

Chirurgische Verfahren wie die Tiefenhirnstimulation (DBS), bei der der beidseitige subthalamische Kern durch ein lmplantat angeregt wird, sind bei der Mehrzahl der Älteren nicht erwünscht. Patientinnen und Patienten, die von einer Tiefenhirnstimulation profitieren, sollten unter 70 Jahre sein, gut auf L-Dopa arbeiten, keine Anomalien des Hirns im MRT haben und keine starken Depressionen oder einen schweren Verlust der mentalen Leistung haben.

Obwohl unterschiedliche Medikamentenkombinationen erforderlich sein können, um eine angemessene Besserung motorischer Probleme zu erreichen, gibt es mehrere neue Verabreichungsoptionen, die eine ununterbrochene Applikation des Arzneimittels erlauben und bei der Therapie von starken Motor- und manchmal auch nicht-motorischen Schwankungen und Dyskinesie nützlich sind. In Anbetracht des Gefährdungspotenzials insbesondere von DA-Agonisten erscheint die enteral verabreichte L-Dopa über eine PEG-Tube als die geeignetste und wirksamste Behandlungsmöglichkeit für alte Patientinnen und Patienten zu sein.

Neben der Wirkung von Vitamin D scheint auch andere Botenstoffe bei der Parkinson-Krankheit eine wichtige Funktion zu haben: Mängel im cholinergen, noradrenergen und serotonergen System haben Einfluss auf das klinische Bild und das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit und das Erkrankungsmanagement. Für die Therapie von emotionalen, mentalen, sensorischen, vegetativen und Verhaltenssymptomen stehen eine Vielzahl von nicht-dopaminergen Möglichkeiten zur Auswahl.

Im Allgemeinen ist die Therapie der nicht-motorischen Beschwerden schwerer als die der motorischen, und sie haben großen Einfluß auf die Qualität des Lebens des Betroffenen. Demenzerkrankungen sind ein wesentlicher Risikofaktor für die Aufnahme in ein Altersheim und eine höhere Mortalität. Ziel ist ein interdisziplinärer Zugang mit Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie, Alltagsbetreuung etc.

Zusammengefasst ist die Behandlung mit L-Dopa die bevorzugte Behandlung für alte Parkinson-Patienten. Reicht die Wirksamkeit nicht mehr aus oder entwickelt sich eine Dyskinesie, wird in der Regel eine weitere Behandlung mit Entacapone oder Rasagiline empfohlen. Für Ältere ist die DBS-Operation in der Regel weniger gut durchführbar. Wenn Dopamin abhängige Beschwerden mit konventionellen Medikamentenkombinationen nicht gut behandelt werden können, kann die enteralisierte Gabe von L-Dopa eine wirksame Alternative sein.

Anti-Parkinson-Mittel - außer L-Dopa - sollten nach Möglichkeit langsamer eingenommen werden. Die medikamentöse Therapie von Parkinson-Patienten ist daher nach wie vor charakteristisch. Eine Erstbehandlung mit Agonisten führte im Laufe von 3 bis 5 Jahren zu einer geringeren Dyskinesie im Gegensatz zur L-Dopa-Monotherapie. Nach wie vor hat L-Dopa die besten symptomatischen Wirkungen und das niedrigere Potential an nichtmotorischen Begleiterscheinungen mit gleicher Auswirkung auf die Wohnqualität.

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